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Fr, 31. August 2012, 12:42

Software::Desktop

Firefox 16 Beta verfügbar

Mozilla hat zwei Betaversionen von Firefox 16 veröffentlicht, neben der Desktop-Version auch die Android-Variante. Beide profitieren mit spürbar weniger Aussetzern von der neuen inkrementellen Garbage Collection.

Mozilla Foundation

Die neue Android-Version bringt zudem einen neuen Lesemodus, während die Desktop-Variante mit zahlreichen neuen Funktionen für Entwickler aufwartet. Firefox 16 verfügt zudem erstmalig über Unterstützung für Web Apps.

Firefox 16 steht auf der Beta-Seite für Linux, Windows und Mac OS X zum Herunterladen zur Verfügung. Die Android-Version ist über Google Play zugänglich. Die Neuerungen der Desktop-Version sind in deren Veröffentlichungshinweisen zusammengefasst. Gleiches gilt für die Neuerungen der Android-Variante.

Beide Versionen profitieren von der neuen inkrementellen Garbage Collection. Die führt regelmäßig eine automatische Speicherbereinigung (Garbage Collection) durch, welche nicht mehr benötigten Speicher wieder freigibt. Das dauert umso länger, je mehr Tabs geöffnet sind und je mehr Speicher belegt ist. Während der Garbage Collection steht der Browser still, was sich beim Anwender bei bisherigen Firefox-Versionen durch spürbare Aussetzer bemerkbar machte. Insbesondere bei vielen geöffneten Tabs konnte sich die Dauer der Speicherbereinigungsfunktion gelegentlich auf 500 ms und mehr belaufen. Das soll mit der neuen inkrementellen Garbage Collection nicht mehr der Fall sein, weil Firefox 16, statt stets den gesamten Speicher aufzuräumen, immer nur kleine Speicherbereiche durchsucht, dafür aber häufiger, sodass die auch hier unvermeidbaren Aussetzer nie länger als kaum wahrnehmbare 10 bis 20 ms dauern sollten.

Die Desktop-Version von Mozilla 16 bringt zudem eine Reihe neuer Funktionen für Entwickler, die über eine neue Entwickler-Werkzeugleiste am unteren Rand des Browser-Fensters erreichbar sind. Diese lässt sich wahlweise über das Menü oder die Tastenkombination Shift + F2 aktivieren und gewährt dann schnellen Zugriff auf alle Entwicklerwerkzeuge, darunter auch eine neue Kommandozeile, über die sich die einzelnen Werkzeuge direkt ansteuern lassen, wie etwa console open zum Öffnen der Konsole. Auf diese Weise lässt sich ab sofort auch der integrierte Debugger steuern, die Größe des Fensters anpassen, die 3D-Ansicht der Seite steuern oder CSS bearbeiten. Detaillierte Informationen zur neuen Kommandozeile finden sich in einem Blog-Eintrag auf Mozilla-Hacks. Mozilla hat außerdem die Hersteller-Präfixe einiger Funktionen und CSS-Eigenschaften entfernt, etwa bei CSS3-Animationen, Transitionen, Transformationen, Image Values, Values & Units und bei IndexedDB.

Die neue Android-Version besitzt jetzt wie zahlreiche andere Browser einen Lesemodus. Der stellt die wesentlichen Inhalte einer Webseite besonders heraus, indem er etwa Werbung ausblendet, Bilder neu formatiert oder Schriften vergrößert. Ferner erlaubt es der Lesemodus, Inhalte mit anderen Browsern über Bluetooth, E-Mail und SMS zu teilen, wozu rechts unten ein Share-Button zur Verfügung steht.

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