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Do, 6. September 2012, 09:52

Software::Virtualisierung

Prozessor-Emulator QEMU 1.2.0 veröffentlicht

Das QEMU-Team hat seinen Prozessor-Emulator, der oft mit KVM eingesetzt wird, in der Version 1.2 veröffentlicht.

QEMU 1.2 unterstützt den ARM-Prozessor Freescale i.MX32 und Large Physical Address Extension (LPAE) für ARM-Cortex-15-CPUs. Dank LPAE können 32-Bit-Prozessoren mehr als 4 GB Arbeitsspeicher ansprechen. Bei den PowerPCs (ppc) emuliert QEMU nun auch e5500-Kerne und unterstützt Geräte-Bäume besser. Mit QEMU 1.2 lassen sich ELF-Dumps auf Gastsystemen ausgeben, es werden die IOMMU-Emulation für PCI unterstützt und parallele Ports emuliert.

Im Zusammenspiel mit dem Hypervisor Xen kennt QEMU jetzt auch PCI-Passthrough, für KVM gibt es MSI-Untertützung für den Advanced Programmable Interrupt Controller (APIC) im Kernel. Die VGA-Emulatoren std-vga und QXL erlauben jetzt 16 MB VRAM, wo bisher nur 8 MB möglich waren. SCSI-Geräte können über emulierte AM53C974-, DC390- und Megasas-Controller angesteuert werden. Die Soundkarte für den PC-Lautsprecher ist jetzt standardmäßig verfügbar.

Der Cache-Modus von IDE-, SCSI- und Virtio-blk-Blockgeräten kann zwischen Writethrough und Writeback gewechselt werden. Emulierte SCSI-Geräte dürfen Hersteller- und Produktnamen und WWNs (World Wide Name, 64-Bit Kennzeichen für Nodes und Ports) erhalten. libiscsi kann zusammen mit scsi-generic eingesetzt werden, um iSCSI-Laufwerke und Medienwechsler an Gastsysteme durchzureichen.

Für Qcow2-Abbilder gibt es jetzt die Option »lazy_refcounts«, die die Geschwindigkeit erhöht, wenn der Cache im Writethrough-Modus ist. Stürzt die virtuelle Maschine jedoch ab, sind fsck-ähnliche Reperaturmaßnahmen erforderlich. Mit »qemu-img check« und der -r-Option lassen sich in QEMU 1.2 Qcow2- und Qed-Abbilder reparieren. Weitere Neuerungen sind im Changelog aufgelistet. Der QEMU 1.2-Quellcode ist als komprimiertes Tar-Archiv auf der Downloadseite des Projekts verfügbar.

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