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Fr, 7. September 2012, 10:50

Software::Mobilgeräte

Russland schmiedet eigene Android-Version

Am Rande der IFA in Berlin wurde das Russian Mobile Operating System (RoMOS) als Variante von Google Android präsentiert.

Ein Tablet mit RoMos auf der IFA

engadget.com

Ein Tablet mit RoMos auf der IFA

Das Android-Pendant wird in erster Linie für die russische Regierung und das Militär entwickelt, da die Verantwortlichen Android in Sachen Sicherheit nicht vertrauen. Die erste öffentliche Präsentation fand, nach fünf Jahren Entwicklungszeit, angeblich in Anwesenheit eines der Stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Dmitri Rogosin, statt. Rogosin ist mit der technischen Ausstattung des russischen Militärs betraut.

Das Android Daten an Google sendet, ist bekannt. Die russische Regierung vermutet laut Projektmanager Andrei Starikovsky, dass auf diesem Wege auch sensible Daten an die US-Regierung gelangen könnten. Die Eigenentwicklung RoMOS, die in Aussehen und Handhabung einem herkömmlichen Android ähneln soll, telefoniert nicht nach Hause, ist verschlüsselt und laut den Entwicklern praktisch nicht zu hacken. Fast alle Google-Dienste sind deaktiviert und die Satellitenanbindung setzt nicht auf GPS, sondern auf das russische Pendant GlobalNavigation Satellite System (GLONASS), welches auch vom iPhone 4 unterstützt wird.

Noch in diesem Jahr sind zwei 10-Zoll Tablets auf der Basis von RoMOS geplant. Für Regierung und Militär wird es eine Variante geben, die stoßfest und wasserdicht sein soll. Später soll ein abgespecktes Modell in den freien Handel gelangen. Die Geräte werden in Russland mit meist ausländischen Komponenten gebaut. RoMOS soll aber auch als Betriebssystem für Smartphones dienen können. Der Kaufpreis des Tablets für den Massenmarkt wird mit 15.000 Rubel angegeben. Das entspricht nach heutigem Kurs rund 370 Euro.

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