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Di, 11. September 2012, 15:00

Software::Desktop

Andalusien bringt weitere 220.000 Linux-Desktops in die Schulen

Die autonome spanische Region Andalusien setzt weiter stark auf freie Software und stattet bis zum Jahresende insgesamt 4.000 Schulen mit Linux-Desktops aus. Zum Einsatz kommt eine Variante der Eigenentwicklung Guadalinex, die auf Ubuntu aufsetzt.

Der Einsatz freier Software hat in Andalusien bereits Tradition, wenn auch noch nicht so lange wie in der benachbarten Extremadura. Vor drei Jahren begann die Regierung, 190.000 Laptops für die Schulen zu beschaffen, die mit der eigenen, mittlerweile auf Ubuntu beruhenden Entwicklung Guadalinex liefen. Ein Jahr später begann auch die Verwaltung, auf Linux-Desktops zu migrieren. Daneben sind bis jetzt bereits 400.000 Open-Source-Desktops in den Schulen in Betrieb. Die Regierung bezeichnete freie Software als »das Herz der Richtlinien und Strategien Andalusiens« und nannte neben der offensichtlichen Einsparung von Lizenzkosten die technologische Unabhängigkeit, Flexibilität und einfachere Verwaltung als strategische Vorteile.

Wie Canonical jetzt berichtet, verstärkt Andalusien den Einsatz von Linux in den Schulen noch. 220.000 Linux-Desktops sollen zu den bereits vorhandenen hinzukommen, so dass bis zum Jahresende 1,5 Millionen Schüler und 75.000 Lehrer in 4.000 Schulen Linux nutzen werden. Eingesezt wird dabei eine für den Schulbetrieb entwickelte Variante von Guadalinex, Guadalinex Edu. Die Distribution ist bereits seit einiger Zeit im Einsatz, was erklärt, dass die Version 10.04.1 die einzige zur Zeit herunterladbare Version ist. Sie beruht auf Ubuntu 10.04 LTS.

Die Einrichtung der Schulrechner wird von dem spanischen Dienstleister Isotrol vorgenommen, der die vorangegangene Ausschreibung gewonnen hatte. Das Unternehmen griff, wo nötig, auf den direkten Support durch Canonical zurück. Das And@red-Projekt ist nun nach Angaben der Verantwortlichen auf dem besten Weg und wird bereits für seine Stabilität und Zuverlässigkeit gerühmt. Die Ubuntu-Distribution sei zuverlässiger als die Alternativen und einfach zu benutzen und zu verwalten. Probleme mit der Hardware-Unterstützung habe es nicht gegeben.

Bevor das Projekt begann, waren einige Schulen noch nicht vernetzt und andere besaßen nur einzelne Rechner. Nun werden sie Zugang zu den Informationen und Diensten der Verwaltung erhalten und die PCs intensiv für die Lehre nutzen, wie es den Zielen des Projekts entspricht.

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