Von zettberlin am Mi, 12. September 2012 um 15:06 #
Gute Frage...
Interessant wäre vielleicht gewesen, wie denn die "Klaren Worte gegen HTML5" genau lauten.
Wenn man wirklich dolle an ganz laaaangen Haaren was herbeizerren möchte, könnte man noch sagen, dass die Behauptung, Nutzer würden von eine Suchmaschine "eine klare Antwort" statt einer Liste von alternativen Möglichkeiten erwarten, ein bisschen an die Philosophie von GNOME erinnert.
Mich erinnert das eher an die Philosophie von Apple und seinen Nutzern. Traurig, wie faul die Menschen geworden sind. Dieser selbstverschuldetet Eigenverantwortungsverlust führt uns noch in eine düstere Zukunft ...
Onsinn. Wie hat man denn früher, also zu analogen Zeiten, eine Sushi-Empfehlung gesucht und gefunden? Man hat halt jemanden gefragt, der Stock und Bein auf dieses oder jenes Restaurant geschwört hat. Welcher Düsterheit ist man denn damals ausgesetzt gewesen? Pft.
Wem vertraust du eher: Dem Nachbarn oder dem Unternehmer, der aus allen deinen Informationen Kapital schlägt und dich von demjenigen Anbieter überzeugt, der selbst genug für deine Daten ausgibt? Danke, ich bleibe doch lieber bei meinem Nachbarn.
Na, da ist Facebook aber prinzipell besser aufgestellt als z.B. Google, da es ja die Empfehlungen zum Beispiel deines Nachbarn kennt und dir diese auch präsentieren kann.
Auch wenn ich glaube dass diese eine Rhetorische Frage war.
Für mich ist die Antwort ganz leicht, aber viele meiner Bekannten glauben ja auch eher das Navi als Ortskundigen. Befolgen lieber irgendwelche Bewertungen von Fa(Z)ebook und Co als das Urteil ihrer eigenen Freunde. Tja, der Mensch neigt halt zum Gruppenzwang, laut wissenschaftlicher Studien, passen sich in unterschiedlichen Experimenten 75% der Versuchspersonen, aber einer bestimmten Gruppengröße immer der Meinung der Mehrheit an. Dank Fa(Z)ebook und Co ist diese Gruppengröße selbst bei Alltagsentscheidungen immer erreicht. Willkommen in der „absoluten Konformität“.
also meine Empfehlung kennt das Fratzenbuch ganz sicher nicht. Meine Nachbarn und Freunde (reale, ich habe keine virtuelle Freunde) müssen mich auch weiterhin selber fragen. Und das wird sich auch nicht ändern.
Von zettberlin am Mi, 12. September 2012 um 17:05 #
>die Philosophie von Apple
Richtig: bekannt geworden ist diese Art zu Denken durch Apple aber ich kann mich noch an die Linuxtage erinnern, bei denen ein Apple-Desktop als leuchtendes Vorbild an Ständen vorgeführt wurde, die mit Ubuntu und GNOME Projekten zu tun hatten.
Auch die Blogeinträge der Design-Berater verschiedener Distributionen mit den Hinweisen auf Apple als Beispiel, wie man es machen soll, dürften leicht zu finden sein.
Tja, nur weil ein Unternehmen eine madige Philosophie hat, muss man nicht die positiven Dinge an ihm verteufeln. Noch immer gefallen mir als gnadenlosem Apple-Kritiker einige Elemente in OSX und am iOS.
Von zettberlin am Mi, 12. September 2012 um 20:19 #
>einige Elemente in OSX und am iOS
sind tatsächlich sehr saubere Arbeit. Das Soundsystem, das Schriften-Rendering und vieles andere. Und in Sachen Leistung ist es für ein Desktop-orientiertes System auch ziemlich ordentlich und sehr stabil.
Da steckt viel gutes Handwerk drin, keine Frage.
Nur eben die Philosophie: sobald irgend etwas "ungewöhnliches" passiert, wird der Mac schnell sehr einsilbig. Dann kann man ein Terminal aufmachen und cheatcodes eintippen.
Es ist diese glatte, verlogene Fassade, die mich daran so stört. Wir leben in einer Welt voller Fehler und Probleme und Software macht keine Ausnahme. Man kommt am besten Zurecht, wenn man Probleme lösen kann, wenn sie auftreten. Wenn ein System das ignoriert und so tut, als gäbe es keine Probleme, dann ist das eine kafkaeske Beleidigung für jeden denkenden Nutzer.
Und es gibt keine Lösung, die für alle richtig ist. Ganz besonders gibt es keinen Koch, der das für jeden beste Sushi der Stadt macht. Und deshalb ist es eine Beleidigung der Intelligenz der Nutzer, wenn ein kruder Roboter statt eine Liste von Möglichkeiten eine "perfekte Antwort" auszugeben sich nicht entblödet.
wer brauch schon diesen unsicheren Schrott....
Wo ist bei dieser Meldung der Bezug zu freier Software?
Gute Frage...
Interessant wäre vielleicht gewesen, wie denn die "Klaren Worte gegen HTML5" genau lauten.
Wenn man wirklich dolle an ganz laaaangen Haaren was herbeizerren möchte, könnte man noch sagen, dass die Behauptung, Nutzer würden von eine Suchmaschine "eine klare Antwort" statt einer Liste von alternativen Möglichkeiten erwarten, ein bisschen an die Philosophie von GNOME erinnert.
Mich erinnert das eher an die Philosophie von Apple und seinen Nutzern. Traurig, wie faul die Menschen geworden sind. Dieser selbstverschuldetet Eigenverantwortungsverlust führt uns noch in eine düstere Zukunft ...
Onsinn. Wie hat man denn früher, also zu analogen Zeiten, eine Sushi-Empfehlung gesucht und gefunden? Man hat halt jemanden gefragt, der Stock und Bein auf dieses oder jenes Restaurant geschwört hat. Welcher Düsterheit ist man denn damals ausgesetzt gewesen? Pft.
Wem vertraust du eher: Dem Nachbarn oder dem Unternehmer, der aus allen deinen Informationen Kapital schlägt und dich von demjenigen Anbieter überzeugt, der selbst genug für deine Daten ausgibt?
Danke, ich bleibe doch lieber bei meinem Nachbarn.
Na, da ist Facebook aber prinzipell besser aufgestellt als z.B. Google, da es ja die Empfehlungen zum Beispiel deines Nachbarn kennt und dir diese auch präsentieren kann.
Der Jupp
Kann - aber was denkst du, wird Zuckerberg wohl aus dem Hut zaubern, wenn er bereits jetzt schon nur noch von Einnahmen und Rendite faselt?
Auch wenn ich glaube dass diese eine Rhetorische Frage war.
Für mich ist die Antwort ganz leicht, aber viele meiner Bekannten glauben ja auch eher das Navi als Ortskundigen. Befolgen lieber irgendwelche Bewertungen von Fa(Z)ebook und Co als das Urteil ihrer eigenen Freunde.
Tja, der Mensch neigt halt zum Gruppenzwang, laut wissenschaftlicher Studien, passen sich
in unterschiedlichen Experimenten 75% der Versuchspersonen, aber einer bestimmten Gruppengröße immer der Meinung der Mehrheit an.
Dank Fa(Z)ebook und Co ist diese Gruppengröße selbst bei Alltagsentscheidungen immer erreicht.
Willkommen in der „absoluten Konformität“.
also meine Empfehlung kennt das Fratzenbuch ganz sicher nicht. Meine Nachbarn und Freunde (reale, ich habe keine virtuelle Freunde) müssen mich auch weiterhin selber fragen. Und das wird sich auch nicht ändern.
>die Philosophie von Apple
Richtig: bekannt geworden ist diese Art zu Denken durch Apple aber ich kann mich noch an die Linuxtage erinnern, bei denen ein Apple-Desktop als leuchtendes Vorbild an Ständen vorgeführt wurde, die mit Ubuntu und GNOME Projekten zu tun hatten.
Auch die Blogeinträge der Design-Berater verschiedener Distributionen mit den Hinweisen auf Apple als Beispiel, wie man es machen soll, dürften leicht zu finden sein.
Tja, nur weil ein Unternehmen eine madige Philosophie hat, muss man nicht die positiven Dinge an ihm verteufeln. Noch immer gefallen mir als gnadenlosem Apple-Kritiker einige Elemente in OSX und am iOS.
>einige Elemente in OSX und am iOS
sind tatsächlich sehr saubere Arbeit. Das Soundsystem, das Schriften-Rendering und vieles andere. Und in Sachen Leistung ist es für ein Desktop-orientiertes System auch ziemlich ordentlich und sehr stabil.
Da steckt viel gutes Handwerk drin, keine Frage.
Nur eben die Philosophie: sobald irgend etwas "ungewöhnliches" passiert, wird der Mac schnell sehr einsilbig. Dann kann man ein Terminal aufmachen und cheatcodes eintippen.
Es ist diese glatte, verlogene Fassade, die mich daran so stört. Wir leben in einer Welt voller Fehler und Probleme und Software macht keine Ausnahme. Man kommt am besten Zurecht, wenn man Probleme lösen kann, wenn sie auftreten. Wenn ein System das ignoriert und so tut, als gäbe es keine Probleme, dann ist das eine kafkaeske Beleidigung für jeden denkenden Nutzer.
Und es gibt keine Lösung, die für alle richtig ist. Ganz besonders gibt es keinen Koch, der das für jeden beste Sushi der Stadt macht. Und deshalb ist es eine Beleidigung der Intelligenz der Nutzer, wenn ein kruder Roboter statt eine Liste von Möglichkeiten eine "perfekte Antwort" auszugeben sich nicht entblödet.
+1
Genau so ist es.
Kann mir mal das jemand erklären?