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Thema: »Supercomputer« mit Raspberry Pi

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Von Frank Frank am Do, 13. September 2012 um 14:44 #

> Wäre schön, wenn du diese Behauptung mal untermauern könntest, ich möchte mir jetzt gerade nicht die Mühe machen danach zu Googeln, vielleicht hast du ja nen direkten Link.

Calxeda, der Lieferant hinter HPs ARM-Servern, hat vor einigen Monaten Benchmarks herumgereicht (http://www.xbitlabs.com/news/other/display/20120620221606_Calxeda_s_ARM_Based_Web_Server_Fifteen_Times_More_Energy_Efficient_than_Intel_Powered_Company.html), denen zufolge die eigene Plattform (4-Kern-ARMv7 mit 4 GB RAM) beim ausliefern von statischem Content 15 mal energieffizienter gewesen sein soll, als ein Vier-Kern-Xeon. Dieser Benchmark ist so hart gefälscht, dass ihn niemand geglaubt hat. Wenn ARM schon nicht mal bei statischem Inhalt mithalten kann, dann wird das mit PHP nichts.

Wenn ARM nachweislich für irgend eine normale Aufgabe taugen würde, und wirklich nennenswert weniger Strom verbrauchen würde und billiger wäre, hätten wir nur noch ARM. Rechenzentren kleben nicht an x86. Leider war bislang niemand in der Lage, auch nur einen halbwegs brauchbaren ARM-Benchmark zu liefern, und ich habe die nötige Hardware auch nicht.

> Zumindest hierzu taugen ARM Prozessoren: Million ARM cores brain simulator

Nein, das Projekt benutzt SpiNNaker-Chips, welche eine Kombination aus 20 ARM-Kernen plus einem Haufen Peripherie darstellen, welche die eigentliche Arbeit leistet. Das ist speziell gebaute Hardware für genau diesen Zweck und nicht mit handelsüblichem Kram vergleichbar.

> ARM wird vermutlich vielmehr dazu dienen einen effizienteren Interconnect zu ermöglich (aber das ist jetzt wilde Spekulation).

Genau das. Die EU will Exascale ja mit einer Kombination aus ARM und NVIDIA-GPUs erreichen, wobei die ARM-Kerne sozusagen lediglich MPI-Offload machen. Der große Knackpunkt an Exascale ist ja allerdings nicht nur die Leistungsaufnahme der Rechenwerke, die macht je nach Maschine nur um die 40% aus. 60% der Energie gehen in den Interconnect, Speicher, sonstige Peripherie etc.

> Dennoch wird nicht ausschließlich LINPACK auf HPC gerechnet, sondern weitaus mehr, daher kann man sich schonmal fragen, ob dieser Benchmark zur Leistungsmessung noch ausreichend ist. Siehe auch: Is LINPACK obsolete?

Man linkt den LINPACK ja meistens gegen eine hochoptimierte BLAS-Bibliothek, gegen die man auch allen anderen Code linkt. Der LINPACK ruft also Routinen auf, welche auch andere Software aufruft. Ich habe übrigens zwei Maschinen bei mir stehen, welche während eines LINPACK-Laufs mehr Strom aufnehmen, als der Hersteller als Maximalwert angegeben habt. Der LINPACK ist sehr gut darin, eine Maschine

Die Aussagekraft des LINPACK stand mal in Frage, als GPGPU aufkam, aber mittlerweile wurde LINPACK auf GPUs portiert. Und man kann ja z.B. auch immer noch parallel die Ergebnisse des Graph500-Benchmarks publizieren, wenn man auch andere Bereiche abgedeckt wissen will. LINPACK ist aber allein schon deswegen sehr nützlich, weil der Benchmark ganz massiv auf die Speicherbandbreite geht, und da kranken Multicore-Systeme doch sehr stark.

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    Von macs am Fr, 14. September 2012 um 09:58 #

    > Dieser Benchmark ist so hart gefälscht, dass ihn niemand geglaubt hat.

    Beweise. Beweise. Beweise. Du laberst herum und lieferst nix. Ja, auf der Benchmarkseite sind kritische Kommentare und die Daten sehen nicht unbedingt vertrauenserweckend aus, aber es fehlt der Beweis.

    > Nein, das Projekt benutzt SpiNNaker-Chips, welche eine Kombination aus 20 ARM-Kernen plus einem Haufen Peripherie darstellen, welche die eigentliche Arbeit leistet. Das ist speziell gebaute Hardware für genau diesen Zweck und nicht mit handelsüblichem Kram vergleichbar.

    In einem ARM-basierten Supercomputer wird auch kein handelsüblicher "Kram" eingesetzt werden. Immerhin verwenden die SpiNNaker-Chips ARM und somit ist ARM hier vertreten, auch wenn es sich nicht um handelsüblichen "Kram" handelt.

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