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Do, 13. September 2012, 10:39

Hardware::Systeme

»Supercomputer« mit Raspberry Pi

Computer-Techniker der Universität im britischen Southhampton haben aus 64 Raspberry Pi-Platinen einen Supercomputer gebaut.

Simon J Cox, Glenn Harris

Das Team unter Leitung von Professor Simon Cox wollte wissen, ob man exemplarisch 64 der Mini-Computer zu einem funktionierenden Supercomputer verbinden kann. Das erste Problem stellte die Beschaffung der kleinen Rechner dar, denn der Raspberry Pi hatte im ersten Anlauf nach seiner Einführung einige Lieferengpässe.

Sobald das Team genügend der kleinen Platinen hatte, wurde die nötige Software zur Steuerung des Supercomputers auf einem der Rechner, basierend auf einem Debian Squeeze-Image speziell für den Raspberry Pi installiert und kompiliert. Zunächst wurde als Programmierschnittstelle gfortran installiert und MPI kompiliert, um die Kommunikation der einzelnen Netzknoten per Ethernet zu gewährleisten.

Fotostrecke: 5 Bilder

Das »Rack« zum Unterbringen der 64 Platinen wurde vom James, dem 6-jährigen Sohn von Professor Cox, mittels Lego-Bausteinen realisiert. James hatte bereits Erfahrung mit dem Pi, da er in den Sommerferien erste Programmiererfahrung mit Python und Scratch gesammelt hatte.

Der fertige Superrechner kostete rund 2500 britische Pfund, was derzeit etwa 3120 Euro entspricht. Jeder der 64 Rechner ist mit einer SD-Karte mit 16 GB bestückt, sodass der Verbund insgesamt über 1 TB Speicher verfügt. Wie bei Supercomputern üblich wurde im ersten Test nach der Fertigstellung die Zahl Pi berechnet.

Zur Zielsetzung des kleinen Rechnerverbunds sagt Professor Cox sinngemäß: »Das Team sieht dieses günstige System als Einstiegspunkt, um Studenten zu inspirieren und zu befähigen, Datenhaltung in Hochleistungssystemen zu simulieren, um schwierige Herausforderungen im Computerwesen und den Wissenschaften anzugehen.«

Wer einen Verbund mit dem Raspberry Pi selbst nachbauen möchte, findet eine detaillierte Anleitung auf den Seiten der Universität Southhampton. Man muss nicht gleich mit 64 Platinen beginnen. Die Anleitung basiert auf zwei Platinen und erläutert dann die Ausweitung zum größeren Verbund.

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