Das habe ich auch gedacht, als nach etwa Kernel 2.6.27 die Intel-Grafiktreiber für die alten Intel-Grafikchips nicht mehr funktionierten. Statt 2D und dezentem 3D gibt es nur noch vesa-like "intel" plus shadowfb. Allererste Sahne, wirklich. Was folgt daraus: Nie wieder Intel-Grafik.
Die haben das Linux-Konzept verstanden und machen da lieber keine halben Sachen. Wenn man wegen Marketingterminen *irgendwas* vorweisen muss, nimmt man den Pfriemelmist von irgendeinem Fremdanbieter und schustert das irgendwie zusammen. Hauptsache der Marketingtermin ist eingehalten. Die Windowsanwender sind das gewohnt und fragen schon seit Jahrzehnten nicht mehr nach.
Den Linuxanwendern ist hingegen der Markteinführungstermin egal, dass sie hintenan stehen sind sie gewohnt. Aber Kritik an Fehlern ist von dieser Seite vernichtender, weil Linuxanwender sich ohnehin informieren müssen, bevor sie eine Hardware kaufen, ob diese auch zufriedenstellend funktioniert. Der Windowsanwender kauft hingegen irgendwas, was ihm der Verkäufer empfiehlt, und das ist ja wieder eine reine Marketingfrage.
"weil Linuxanwender sich ohnehin informieren müssen, bevor sie eine Hardware kaufen, ob diese auch zufriedenstellend funktioniert" Die Zeiten sind längst vorbei. Inzwischen hat man mehr Probleme die richtigen Treiber für Win zu finden, weil die auch nicht immer mitgeliefert werden (SoNIE Vario z.B.)
"Die Zeiten sind längst vorbei. Inzwischen hat man mehr Probleme die richtigen Treiber für Win zu finden, weil die auch nicht immer mitgeliefert werden (SoNIE Vario z.B.)"
Von Peter Huth, der Profi am Mo, 17. September 2012 um 11:13 #
Stimmt schon. Man muss beim Kauf von Hardware hoelisch aufpassen welches Windows man hat. Am besten nur Certified For kaufen und damit ist schon mal alles was vor der Windows Version erschien raus. Es sei dennn man informiert sich vorher ob der Hersteller auch neue Treiber anbietet, die wenigsten tuns.
Bei Linux gehts meist einfach. Aber auch hier empfiehlt wich vorher zu erkundigen oder halt nachher umtauschen wenns geht. Hardware die einmal ging geht eigentlich immer, sogar mit den neusten Versionen vorausgesetzt es ist kein closed Dritttreiber notwendig.
Von da-real-lala am Di, 18. September 2012 um 07:50 #
na ja, ich kaufe eine NDAS festplatte im saturn. ist ein Tux logo drauf, steht es funzt mit Linux 2.6.x und weiter. die warheit war bitter: geht eigentlich nur mit einem nicht offiziell unterstuetzten treiber den nur 1 typ gepflegt hat und der auch nur fuer den 2.6.32 kernel funzt -- und das auch nur 32 bit. und installiere ich aus neugier Ubuntu 10.04 LTS (war damals noch das aktuelle LTS) und es funktioniert sehr fehlerhaft.
Hatte mir auch schon WLAN Karten gekauft, weil der Hersteller mit Linuxkompatibilität geworben hatte. Dann Zuhause gemerkt, dass die blos den Quellcode des Treibers freigegeben haben, der noch dazu nur auf einem alten Kernel lief. Kauf fürn Popo.
Aber sowas ist mir auch schon unter Windows passiert. Da wollte der ach so tolle Windows zertifizierte Treiber einfach kein Gerät finden und die Webcam lief am Ende blos unter Linux aber nie unter Windows....
Von irgendwer am Mo, 17. September 2012 um 09:28 #
Ist das nun die Bestätigung, dass auch AMD und Intel die eigenen Chancen, in dieser Leistungsklasse auch nur irgend etwas gegen die ARM-Übermacht tun zu können, eher gering sehen? Ich deute das jedenfalls so.
Man zählt 1 und 1 zusammen und kommt zu dem Schluss, dass man in diesen Leistungsregionen eh nur mit Windows punkten kann, welches hier gegenüber den ARM-SoCs wenigstens mit gesteigerter Anwendungskompatibilität auf x86-Ebene punkten kann.
Android hat auf x86ern eher Nachteile, weil die Anwendungen eh für ARM ausgelegt sind.
Und ein Desktop-Linux hat auch unter ARM - wenigstens generell - keinen Nachteile gegenüber x86ern, da ja alles, was Open Source ist, dort auch genausogut genutzt werden kann. Der größte Nachteil der ARM-Plattform hier ist ja eher der meist geschlossene GPU-Code, der aber ja - zumindest im Fall Intel - eh auch beim x86er zutrifft - Ergo: Punktsieg für die ARM-Plattform.
Die Entscheidungen von AMD und Intel scheinen mir also vorerst durchaus nachvollziehbar und sinnvoll. Selbst ohne - Vorsicht: Verschwörungstheorie - an eine Intervention Microsofts denken zu müssen.
Insofern hoffe ich persönlich auf die ersten Windows 8 Tablets mit ARM. Mögen sie billig auf den Markt kommen, schnell verstummen und dessen Hardware bald auf dem (noch billigeren!) Gebrauchtmarkt landen, weil der typische Windows-User erkennt, doch lieber einen x86er zu wollen. Nachdem das Always Innovating Touch Book nie einen Weg zu mir gefunden hat, könnte das die nächste große Chance sein, einen sparsamen, funktionellen Unterwegs-Linux-Desktop zu erhalten. MS verdient daran möglicherweise weniger als an einem Android-Handy und ich hatte nich nie ein Problem damit, Hardware mit einer Software zu kaufen, die ich danach nie wieder brauche.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 17. Sep 2012 um 09:39.
Von blablabla am Mo, 17. September 2012 um 10:04 #
Android-Anwendung sind für Dalvik ausgelegt...ein bisschen mehr fachwissen würde Dir guttun. Als alternative zu ARM bitte mal mips in augenschein nehmen:
Von irgendwer am Mo, 17. September 2012 um 10:50 #
Ich verstehe nicht, wie man auf das NDK verweisen kann und damit begründen will, dass Android Anwendungen generell nur für Dalvik ausgelegt sind.
Schön dass es auch ein MIPS NDK gibt. Aber warum gibt es das? Ja doch wohl weil mit dem ARM NDK kompilierte Anwendungen nicht auf einer MIPS-CPU laufen, oder? Solche Anwendungen sind damit vielleicht portabel, so portabel wie halt gtk- oder Win32-Anwendung auch, aber nicht plattformunabhängig.
Android-Anwendungen können sich auf Dalvik beschränken und sind damit Java-typisch plattformunabhängig. Stimmt. Aber Können ist nicht Muss.
Als es noch Muss war (war es das überhaupt seit Erscheinen des G1?), haben sich zu viele Entwickler beschwert und daher gibt es sehr wohl die Möglichkeit, nativ zu programmieren. Wie von dir auch verlinkt. Und das wird auch genutzt. Android-Anwendungen sind somit eben _nicht_ generell _nur_ für Dalvik ausgelegt. Wie wenig sinnvoll das auch immer sein mag.
Natürlich gibt es Android für MIPS. So wie es das für x86 oder ARM gibt. Es gibt aber auch Windows CE für ARM und MIPS. Sind dessen Anwendungen daraufhin generell auf beidem lauffähig? Ich denke nicht... Portabel? Aber klar...
Was es vielleicht geben mag, da bin ich aber jetzt überfragt, sind Android-Anwendungspakete, die Binärcode (NDK) für verschiedene Plattformen gleich mitbringen. So ala Universal Binary für Mac OSX. Aber das ist ja, mit Hilfe des Installers, auch bei Windows oder Desktop-Linux möglich. Hab ich auch schon bei Linux und den dort durchaus üblichen Embedded-Bash-Skript-Installern gesehen. Wird halt das x86 und/oder x86_64-Binary (oder was auch immer) bei der Installation entpackt...
Und MIPS ist keinesfalls komplett 64-bit. Es gibt einen 64 bittigen MIPS Instruktionssatz, ja. Es gibt halt Serverprozessoren auf MIPS Basis. Das hat aber mit den vielen und verbreiteten MIPS-Kernen in Settop-Boxen, Routern, Handys, etc. recht wenig zu tun. Und auch die neuesten Tablet-SoCs, die derzeit umworben werden, scheinen mir eher MIPS32 zu können.
Ich besitze einen Rechner auf Basis eines der schnelleren MIPS-CPUs am Markt (einen von STMicroelectronics gefertigten Lemote Loongson 2F mit 800 MHz). Und auch wenn diese CPU als 64bittig umworben wird, ist das selbst dabei nur die halbe Wahrheit. 64 bit werden hier schlicht benötigt, um mehr als 256 MB Ram anzusprechen (wieso auch immer...), das Dingen geht aber tatsächlich bei der Benutzung von 64 bit Code im Userland deutlich in die Knie. Selbst schon ausprobiert, weshalb ich derzeit auch wieder ein 32 bit Userland fahre, trotz 64 bit Kernel.
Insgesamt wirkt es bei deinem Beitrag daher eher lächerlich, dann noch auf "Fachwissen" anzusprechen und dass das Gegenüber sich doch mal informieren solle. Der Hinweis auf Dalvik ist ok, ein Hinweis auf das SDK, ok, aber gerade das NDK... naja... ich find der Schuss ging nach hinten los.
Von irgendwer am Mo, 17. September 2012 um 11:30 #
PS:
Ach und weshalb MIPS eher nebensächlich ist, wird auch klar, wenn man sich die Leistungsfähigkeit typischer verbauter SoCs ansieht.
Ich hätte gerne einen sparsamen Mobilrechner mit hoch getaktetem 1074k oder gar proAptive. (btw: schnell, aber nix 64 bit :-P) Gerne!
Aber es ist halt leider so, dass wenn MIPS SoCs verbaut werden, dann sind die leider eher mit ARMv5 vergleichbar, wenn ich das richtig sehe. Ich würde mir aber auch kein Gerät mit ARM9 oder ARM11 für den Zweck zulegen wollen. Von ARM gibts aber eben Cortex, und das real am Markt in Geräten. Und eben das war die ausgedrückte Hoffnung: Mit Windows 8 werden massenhaft Geräte mit leistungsstarken ARM CPUs zu geringem Preis erwartet. Darauf sprach ich an. Und eben auch, dass ich die Hoffnung hege, dass sie durchaus von vielen mit dem falschen Ausdruck "Windows=kompatibel" im Hinterkopf gekauft und dann bei Ebay verramscht werden.
Wenn mal wer ein leistungsstarkes MIPS-Gerät auf den Markt bin, bin ich der letzte, der das wegen MIPS als solches ignorieren würde. Siehe den MIPS-Desktop, den ich ja schon habe. (Auch wenn die CPU nicht vom Hersteller MIPS Technologies als solches kommt, so ist es doch eine CPU auf MIPS-Architektur, mittlerweile wohl sogar mit Lizenz von MIPS Technologies)
Von Marsmensch am Mo, 17. September 2012 um 11:27 #
Windows 8 Tablets mit ARM laufen nicht mit Windows 8 sondern nur mit Windows 8 RT und das ist hoch inkompatibel zu Windows 8 auf x86. Nicht nur beim Kompilat sondern vor allem auch bei den APIs.
Von irgendwer am Mo, 17. September 2012 um 11:39 #
Darauf sprach ich an. Eben dass ich die Hoffnung hege, dass sie durchaus von vielen mit dem falschen Ausdruck "Windows=kompatibel" im Hinterkopf gekauft und dann gebraucht verramscht werden.
Wieso Microsoft aber generell die win32-Kompatibilität deaktiviert¹, das verstehe wer will. Ich nicht. So wird es noch inkompatibler als schon WinCE. win32-Anwendungen für Windows x86 waren ja wenigstens portierbar...
¹) denn es ist ja ein Deaktivieren und kein erst-garnicht-Vorhandensein
Von irgendwer am Mo, 17. September 2012 um 11:56 #
Die Frage ist berechtigt. Ohne dass es mal irgendwer irgendwo gecrackt hat wahrscheinlich gar nicht. Wenn sie es also _richtig_ verschließen, dann nicht.
Aber es gibt ja besagte Möglichkeit auch auf diversen anderen Geräten, die mit vormals richtig geschlossenem Bootloader daherkommen... kennt man ja...
Und da nur Microsoft wirklich starkes Interesse daran hat, dass diese Möglichkeit niemals auftauchen wird, die eigentlichen Hardwarehersteller aber weniger, wird mit Sicherheit auch irgendwann der ein oder andere Weg auftauchen.
Von Berliner Optimist am Mo, 17. September 2012 um 09:44 #
Sollten Betriebssysteme nicht so geschrieben werden, dass sie mit einer möglichst breiten Palette von Hardware(kombinationen) laufen, statt Hardware zu entwickeln, die nur mit einem Betriebssystem laufen kann (das grundlose Popularität erfährt)?
Mal schaun ob da überhaupt was richtig funktioniert. Denn auch die aktuellen Atoms mit PowerVR Grafik funktionieren eher schlecht als recht.
Unter Linux gehts nur mit Meego, Fedora 16 und mit etwas mehr gefrickel auch unter Ubuntu (auch bei Fedora ist Handarbeit nötig). Das Ergebins funktiniert zwar, aber es wird wohl niemals ein Update mehr geben und der Weg ist auch nichts für jederman.
Aber auch unter Windows ist es nicht besser. Einziger Treiber ist für Windows 7 32bit. Und immer noch sehr buggy. Auf der Arbeit gibt es ständig Kunden die sich wegen Bildfehlern beschwären - und sie haben recht.
Ich hätte eigentlich erwartet, das Intel aus dieser Pleite etwas lernt und sich nicht zu irgendwelchen katastrophalen Bedingungen Fremdtechnik einkauft und bei massiven Problemen dann einfach sagt - können wir nichts machen. Wir haben die Treiber ja nicht.
Intel war zwar im Grafikbereich schon immer dafür bekannt, das die Treiber meist nie das hinbekommen haben, was technisch drinn gewesen wäre aber es gab für Linux immer ordentliche Opensource unterstützung. Jetzt heißt es wohl nur noch, schlechte treiber, closedsource treiber, gar keine Treiber...
Und was mir noch einfällt. Was heißt denn das für Tizen? Intel hat ja mit meego viel gemacht. Aber wenn sie jetzt nicht mal mehr linux treiber für die eigene Hardware anbieten, werden die wohl auch kaum noch zeit und geld in ein Linux pumpen, das dann nicht drauf laufen kann.
Von theBohemian_ am Mo, 17. September 2012 um 10:54 #
Die PowerVR Hardware nur für Windows anzubieten ist konsequent und tut der OS-Gemeinschaft nicht so weh. Die PVR GPUs sind so proprietär und geschlossen wie es nur geht. Selbst Lizenznehmer dieser Technologie werden z.B. über den Inhalt von Treiberaktualisierungen im Unklaren gelassen.
Ätzend ist für ISVs nur folgende Situation: Kunde will irgendein cooles Embedded-System bauen, dass am besten alles können soll. Als OS-Freund mit null Bock sich mit proprietärer Sch*sse rumzuschlagen, schlägt man eine Lösung auf Basis einer GNU/Linux Distro vor. Ein Hardware-Partner kommt mit einer Referenzplattform, welche den üblen PVR enthält.
Resultat: Während man mit einer reinen Intel-Lösung (Intel GPU + CPU) einen wahren Engineerungtraum hätte verwirklichen können (100% OS-Entwicklung, keine großen Probleme bei Betriebssystemuprade), treibt einen das PVR-Debakel in den Wahnsinn.
Das obige Szenario ist natürlich nicht ausgedacht.
Von Anonymous am Mo, 17. September 2012 um 11:03 #
X86 interessiert doch in ein paar Jahren eh keinen mehr. Auf proprietäres Power-VR verzichte ich heute schon gerne. Intel kungelt halt wie gewohnt mit Microsoft und merkt gar nicht, dass der Zug gerade abfährt. Von AMD sind seit dem Verkauf an die Araber keine Innovationen mehr zu erwarten. Acorn bewies mit dem Rückzug aufs reine CPU-Design Weitblick. Und dann sind da noch die Chinesen mit MIPS. Ich hoffe ja, dass die Drachenkerne x86 plattmachen. Ich kaufe jetzt schon bewusst chinesische Marken. Warum soll ich denn westliche BWLer dafür alimentieren, dass sie nicht nur die Fertigung, sondern auch das Know-How an die Kommunisten verscherbelt haben? Das sehe ich nicht ein. Wo immer es geht, kaufe ich direkt bei den Chinesen ein.
Von NonKon unterwegs... am Mo, 17. September 2012 um 12:02 #
Sollen sie doch an ihrem proprietären Müll ersticken, Google und Chinesische Unternehmen werden denen nicht nur zeigen wo es Tabletmäßig lang geht. Die Dinosaurier der alten IT Liga sterben in den nächsten Jahren ohnehin alle aus, sie werden merken das Pseudomonopolismus eben nur... Pseudo ist Die Tage amerikanischer und somit einfältiger und aufgeblasener Profilneurotiker wie Gates, Jobs, Balmer aber auch die eines "ich will da auch mal mitspielen" Shuttleworth sind jetzt schon gezählt, weil innovatives denken längst anderswo statt findet.
Von Martin Busch am Mo, 17. September 2012 um 13:15 #
Dann sollen Intel und AMD mal machen.
Samsung entwickelt übrigens gerade ARM CPUs für Server:
Samsung wird angeblich 2014 den Markt für Microserver-Chips betreten. EETimes berichtet, dass das koreanische Unternehmen derzeit an Serverprozessoren auf Basis des ARM-Designs arbeite. Der Zeitpunkt lasse darauf schließen, dass Samsung Version 8 der Architektur nutze, die 64-Bit-Support bringt und sowohl Virtualisierung als auch größeren Speicher unterstützt.
Samsung hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekordumsatz von 154,6 Billionen Won (101 Milliarden Euro) abgeschlossen. Samsung ist u.a. der wichtigste Lieferant von ARM Chips für Apple und hat im Markt der Smartphones die Markführerschaft (Galaxy Serie, ebenfalls mit ARM).
Außerdem hat Samsung keine ARM Server angekündigt, sondern ARM Chips für Server.
Eine Verschwörung
Das habe ich auch gedacht, als nach etwa Kernel 2.6.27 die Intel-Grafiktreiber für die alten Intel-Grafikchips nicht mehr funktionierten. Statt 2D und dezentem 3D gibt es nur noch vesa-like "intel" plus shadowfb. Allererste Sahne, wirklich.
Was folgt daraus: Nie wieder Intel-Grafik.
& nie weider ATI-Grafik
Die haben das Linux-Konzept verstanden und machen da lieber keine halben Sachen. Wenn man wegen Marketingterminen *irgendwas* vorweisen muss, nimmt man den Pfriemelmist von irgendeinem Fremdanbieter und schustert das irgendwie zusammen. Hauptsache der Marketingtermin ist eingehalten. Die Windowsanwender sind das gewohnt und fragen schon seit Jahrzehnten nicht mehr nach.
Den Linuxanwendern ist hingegen der Markteinführungstermin egal, dass sie hintenan stehen sind sie gewohnt. Aber Kritik an Fehlern ist von dieser Seite vernichtender, weil Linuxanwender sich ohnehin informieren müssen, bevor sie eine Hardware kaufen, ob diese auch zufriedenstellend funktioniert. Der Windowsanwender kauft hingegen irgendwas, was ihm der Verkäufer empfiehlt, und das ist ja wieder eine reine Marketingfrage.
"weil Linuxanwender sich ohnehin informieren müssen, bevor sie eine Hardware kaufen, ob diese auch zufriedenstellend funktioniert"
Die Zeiten sind längst vorbei. Inzwischen hat man mehr Probleme die richtigen Treiber für Win zu finden, weil die auch nicht immer mitgeliefert werden (SoNIE Vario z.B.)
"Die Zeiten sind längst vorbei. Inzwischen hat man mehr Probleme die richtigen Treiber für Win zu finden, weil die auch nicht immer mitgeliefert werden (SoNIE Vario z.B.)"
ne, das stimmt LEIDER definitiv nicht.
Stimmt schon. Man muss beim Kauf von Hardware hoelisch aufpassen welches Windows man hat. Am besten nur Certified For kaufen und damit ist schon mal alles was vor der Windows Version erschien raus. Es sei dennn man informiert sich vorher ob der Hersteller auch neue Treiber anbietet, die wenigsten tuns.
Bei Linux gehts meist einfach. Aber auch hier empfiehlt wich vorher zu erkundigen oder halt nachher umtauschen wenns geht. Hardware die einmal ging geht eigentlich immer, sogar mit den neusten Versionen vorausgesetzt es ist kein closed Dritttreiber notwendig.
na ja, ich kaufe eine NDAS festplatte im saturn. ist ein Tux logo drauf, steht es funzt mit Linux 2.6.x und weiter.
die warheit war bitter: geht eigentlich nur mit einem nicht offiziell unterstuetzten treiber den nur 1 typ gepflegt hat und der auch nur fuer den 2.6.32 kernel funzt -- und das auch nur 32 bit. und installiere ich aus neugier Ubuntu 10.04 LTS (war damals noch das aktuelle LTS) und es funktioniert sehr fehlerhaft.
Am besten du gibst die NDAS Festplatte wegen "Nichteinhaltung einer zugesicherten Eigenschaft" zurück.
Joa...
Hatte mir auch schon WLAN Karten gekauft, weil der Hersteller mit Linuxkompatibilität geworben hatte. Dann Zuhause gemerkt, dass die blos den Quellcode des Treibers freigegeben haben, der noch dazu nur auf einem alten Kernel lief. Kauf fürn Popo.
Aber sowas ist mir auch schon unter Windows passiert. Da wollte der ach so tolle Windows zertifizierte Treiber einfach kein Gerät finden und die Webcam lief am Ende blos unter Linux aber nie unter Windows....
Ist das nun die Bestätigung, dass auch AMD und Intel die eigenen Chancen, in dieser Leistungsklasse auch nur irgend etwas gegen die ARM-Übermacht tun zu können, eher gering sehen? Ich deute das jedenfalls so.
Man zählt 1 und 1 zusammen und kommt zu dem Schluss, dass man in diesen Leistungsregionen eh nur mit Windows punkten kann, welches hier gegenüber den ARM-SoCs wenigstens mit gesteigerter Anwendungskompatibilität auf x86-Ebene punkten kann.
Android hat auf x86ern eher Nachteile, weil die Anwendungen eh für ARM ausgelegt sind.
Und ein Desktop-Linux hat auch unter ARM - wenigstens generell - keinen Nachteile gegenüber x86ern, da ja alles, was Open Source ist, dort auch genausogut genutzt werden kann. Der größte Nachteil der ARM-Plattform hier ist ja eher der meist geschlossene GPU-Code, der aber ja - zumindest im Fall Intel - eh auch beim x86er zutrifft - Ergo: Punktsieg für die ARM-Plattform.
Die Entscheidungen von AMD und Intel scheinen mir also vorerst durchaus nachvollziehbar und sinnvoll. Selbst ohne - Vorsicht: Verschwörungstheorie - an eine Intervention Microsofts denken zu müssen.
Insofern hoffe ich persönlich auf die ersten Windows 8 Tablets mit ARM. Mögen sie billig auf den Markt kommen, schnell verstummen und dessen Hardware bald auf dem (noch billigeren!) Gebrauchtmarkt landen, weil der typische Windows-User erkennt, doch lieber einen x86er zu wollen. Nachdem das Always Innovating Touch Book nie einen Weg zu mir gefunden hat, könnte das die nächste große Chance sein, einen sparsamen, funktionellen Unterwegs-Linux-Desktop zu erhalten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 17. Sep 2012 um 09:39.MS verdient daran möglicherweise weniger als an einem Android-Handy und ich hatte nich nie ein Problem damit, Hardware mit einer Software zu kaufen, die ich danach nie wieder brauche.
Android-Anwendung sind für Dalvik ausgelegt...ein bisschen mehr fachwissen würde Dir guttun.
Als alternative zu ARM bitte mal mips in augenschein nehmen:
https://developer.mips.com/android/download-android-ndk/
verstehe auch nicht weshalb jeder (auch die hersteller) denken es gäbe nur Arm, MIPS ist schon seit jahrzehnten komplett 64-bit z.b
Ich verstehe nicht, wie man auf das NDK verweisen kann und damit begründen will, dass Android Anwendungen generell nur für Dalvik ausgelegt sind.
Schön dass es auch ein MIPS NDK gibt. Aber warum gibt es das? Ja doch wohl weil mit dem ARM NDK kompilierte Anwendungen nicht auf einer MIPS-CPU laufen, oder? Solche Anwendungen sind damit vielleicht portabel, so portabel wie halt gtk- oder Win32-Anwendung auch, aber nicht plattformunabhängig.
Android-Anwendungen können sich auf Dalvik beschränken und sind damit Java-typisch plattformunabhängig. Stimmt. Aber Können ist nicht Muss.
Als es noch Muss war (war es das überhaupt seit Erscheinen des G1?), haben sich zu viele Entwickler beschwert und daher gibt es sehr wohl die Möglichkeit, nativ zu programmieren. Wie von dir auch verlinkt. Und das wird auch genutzt. Android-Anwendungen sind somit eben _nicht_ generell _nur_ für Dalvik ausgelegt. Wie wenig sinnvoll das auch immer sein mag.
Natürlich gibt es Android für MIPS. So wie es das für x86 oder ARM gibt. Es gibt aber auch Windows CE für ARM und MIPS. Sind dessen Anwendungen daraufhin generell auf beidem lauffähig? Ich denke nicht...
Portabel? Aber klar...
Was es vielleicht geben mag, da bin ich aber jetzt überfragt, sind Android-Anwendungspakete, die Binärcode (NDK) für verschiedene Plattformen gleich mitbringen. So ala Universal Binary für Mac OSX. Aber das ist ja, mit Hilfe des Installers, auch bei Windows oder Desktop-Linux möglich. Hab ich auch schon bei Linux und den dort durchaus üblichen Embedded-Bash-Skript-Installern gesehen. Wird halt das x86 und/oder x86_64-Binary (oder was auch immer) bei der Installation entpackt...
Und MIPS ist keinesfalls komplett 64-bit. Es gibt einen 64 bittigen MIPS Instruktionssatz, ja. Es gibt halt Serverprozessoren auf MIPS Basis. Das hat aber mit den vielen und verbreiteten MIPS-Kernen in Settop-Boxen, Routern, Handys, etc. recht wenig zu tun. Und auch die neuesten Tablet-SoCs, die derzeit umworben werden, scheinen mir eher MIPS32 zu können.
Ich besitze einen Rechner auf Basis eines der schnelleren MIPS-CPUs am Markt (einen von STMicroelectronics gefertigten Lemote Loongson 2F mit 800 MHz). Und auch wenn diese CPU als 64bittig umworben wird, ist das selbst dabei nur die halbe Wahrheit. 64 bit werden hier schlicht benötigt, um mehr als 256 MB Ram anzusprechen (wieso auch immer...), das Dingen geht aber tatsächlich bei der Benutzung von 64 bit Code im Userland deutlich in die Knie. Selbst schon ausprobiert, weshalb ich derzeit auch wieder ein 32 bit Userland fahre, trotz 64 bit Kernel.
Insgesamt wirkt es bei deinem Beitrag daher eher lächerlich, dann noch auf "Fachwissen" anzusprechen und dass das Gegenüber sich doch mal informieren solle. Der Hinweis auf Dalvik ist ok, ein Hinweis auf das SDK, ok, aber gerade das NDK... naja... ich find der Schuss ging nach hinten los.
PS:
Ach und weshalb MIPS eher nebensächlich ist, wird auch klar, wenn man sich die Leistungsfähigkeit typischer verbauter SoCs ansieht.
Ich hätte gerne einen sparsamen Mobilrechner mit hoch getaktetem 1074k oder gar proAptive. (btw: schnell, aber nix 64 bit :-P) Gerne!
Aber es ist halt leider so, dass wenn MIPS SoCs verbaut werden, dann sind die leider eher mit ARMv5 vergleichbar, wenn ich das richtig sehe. Ich würde mir aber auch kein Gerät mit ARM9 oder ARM11 für den Zweck zulegen wollen. Von ARM gibts aber eben Cortex, und das real am Markt in Geräten. Und eben das war die ausgedrückte Hoffnung: Mit Windows 8 werden massenhaft Geräte mit leistungsstarken ARM CPUs zu geringem Preis erwartet. Darauf sprach ich an. Und eben auch, dass ich die Hoffnung hege, dass sie durchaus von vielen mit dem falschen Ausdruck "Windows=kompatibel" im Hinterkopf gekauft und dann bei Ebay verramscht werden.
Wenn mal wer ein leistungsstarkes MIPS-Gerät auf den Markt bin, bin ich der letzte, der das wegen MIPS als solches ignorieren würde. Siehe den MIPS-Desktop, den ich ja schon habe. (Auch wenn die CPU nicht vom Hersteller MIPS Technologies als solches kommt, so ist es doch eine CPU auf MIPS-Architektur, mittlerweile wohl sogar mit Lizenz von MIPS Technologies)
Windows 8 Tablets mit ARM laufen nicht mit Windows 8 sondern nur mit Windows 8 RT und das ist hoch inkompatibel zu Windows 8 auf x86. Nicht nur beim Kompilat sondern vor allem auch bei den APIs.
Darauf sprach ich an. Eben dass ich die Hoffnung hege, dass sie durchaus von vielen mit dem falschen Ausdruck "Windows=kompatibel" im Hinterkopf gekauft und dann gebraucht verramscht werden.
Wieso Microsoft aber generell die win32-Kompatibilität deaktiviert¹, das verstehe wer will. Ich nicht. So wird es noch inkompatibler als schon WinCE. win32-Anwendungen für Windows x86 waren ja wenigstens portierbar...
¹) denn es ist ja ein Deaktivieren und kein erst-garnicht-Vorhandensein
Wie willst du eigentlich GNU/Linux auf den RT-Tablets installieren?
Die Frage ist berechtigt. Ohne dass es mal irgendwer irgendwo gecrackt hat wahrscheinlich gar nicht. Wenn sie es also _richtig_ verschließen, dann nicht.
Aber es gibt ja besagte Möglichkeit auch auf diversen anderen Geräten, die mit vormals richtig geschlossenem Bootloader daherkommen... kennt man ja...
Und da nur Microsoft wirklich starkes Interesse daran hat, dass diese Möglichkeit niemals auftauchen wird, die eigentlichen Hardwarehersteller aber weniger, wird mit Sicherheit auch irgendwann der ein oder andere Weg auftauchen.
Huch, System gehackt?? Na sowas aber auch...
Sollten Betriebssysteme nicht so geschrieben werden, dass sie mit einer möglichst breiten Palette von Hardware(kombinationen) laufen, statt Hardware zu entwickeln, die nur mit einem Betriebssystem laufen kann (das grundlose Popularität erfährt)?
Mal schaun ob da überhaupt was richtig funktioniert.
Denn auch die aktuellen Atoms mit PowerVR Grafik funktionieren eher schlecht als recht.
Unter Linux gehts nur mit Meego, Fedora 16 und mit etwas mehr gefrickel auch unter Ubuntu (auch bei Fedora ist Handarbeit nötig). Das Ergebins funktiniert zwar, aber es wird wohl niemals ein Update mehr geben und der Weg ist auch nichts für jederman.
Aber auch unter Windows ist es nicht besser. Einziger Treiber ist für Windows 7 32bit.
Und immer noch sehr buggy. Auf der Arbeit gibt es ständig Kunden die sich wegen Bildfehlern beschwären - und sie haben recht.
Ich hätte eigentlich erwartet, das Intel aus dieser Pleite etwas lernt und sich nicht zu irgendwelchen katastrophalen Bedingungen Fremdtechnik einkauft und bei massiven Problemen dann einfach sagt - können wir nichts machen. Wir haben die Treiber ja nicht.
Intel war zwar im Grafikbereich schon immer dafür bekannt, das die Treiber meist nie das hinbekommen haben, was technisch drinn gewesen wäre aber es gab für Linux immer ordentliche Opensource unterstützung. Jetzt heißt es wohl nur noch, schlechte treiber, closedsource treiber, gar keine Treiber...
Und was mir noch einfällt. Was heißt denn das für Tizen?
Intel hat ja mit meego viel gemacht. Aber wenn sie jetzt nicht mal mehr linux treiber für die eigene Hardware anbieten, werden die wohl auch kaum noch zeit und geld in ein Linux pumpen, das dann nicht drauf laufen kann.
AMD macht das auch mit hondo.
Quelle: http://www.theinquirer.net/inquirer/news/2205758/amds-hondo-will-only-support-windows-8-at-launch
ooops...steht ja schon da.
Die PowerVR Hardware nur für Windows anzubieten ist konsequent und tut der OS-Gemeinschaft nicht so weh. Die PVR GPUs sind so proprietär und geschlossen wie es nur geht. Selbst Lizenznehmer dieser Technologie werden z.B. über den Inhalt von Treiberaktualisierungen im Unklaren gelassen.
Ätzend ist für ISVs nur folgende Situation: Kunde will irgendein cooles Embedded-System bauen, dass am besten alles können soll. Als OS-Freund mit null Bock sich mit proprietärer Sch*sse rumzuschlagen, schlägt man eine Lösung auf Basis einer GNU/Linux Distro vor.
Ein Hardware-Partner kommt mit einer Referenzplattform, welche den üblen PVR enthält.
Resultat: Während man mit einer reinen Intel-Lösung (Intel GPU + CPU) einen wahren Engineerungtraum hätte verwirklichen können (100% OS-Entwicklung, keine großen Probleme bei Betriebssystemuprade), treibt einen das PVR-Debakel in den Wahnsinn.
Das obige Szenario ist natürlich nicht ausgedacht.
X86 interessiert doch in ein paar Jahren eh keinen mehr. Auf proprietäres Power-VR verzichte ich heute schon gerne. Intel kungelt halt wie gewohnt mit Microsoft und merkt gar nicht, dass der Zug gerade abfährt. Von AMD sind seit dem Verkauf an die Araber keine Innovationen mehr zu erwarten. Acorn bewies mit dem Rückzug aufs reine CPU-Design Weitblick. Und dann sind da noch die Chinesen mit MIPS. Ich hoffe ja, dass die Drachenkerne x86 plattmachen. Ich kaufe jetzt schon bewusst chinesische Marken. Warum soll ich denn westliche BWLer dafür alimentieren, dass sie nicht nur die Fertigung, sondern auch das Know-How an die Kommunisten verscherbelt haben? Das sehe ich nicht ein. Wo immer es geht, kaufe ich direkt bei den Chinesen ein.
Siehe auch den Blog-Eintrag von Bruce Berens:
The Linux-Proof Processor that Nobody Wants
Sollen sie doch an ihrem proprietären Müll ersticken, Google und Chinesische Unternehmen werden denen nicht nur zeigen wo es Tabletmäßig lang geht. Die Dinosaurier der alten IT Liga sterben in den nächsten Jahren ohnehin alle aus, sie werden merken das Pseudomonopolismus eben nur... Pseudo ist
Die Tage amerikanischer und somit einfältiger und aufgeblasener Profilneurotiker wie Gates, Jobs, Balmer aber auch die eines "ich will da auch mal mitspielen" Shuttleworth sind jetzt schon gezählt, weil innovatives denken längst anderswo statt findet.
Dann sollen Intel und AMD mal machen.
Samsung entwickelt übrigens gerade ARM CPUs für Server:
Samsung arbeitet an ARM Server Chips
ARM Server werden schon seit Jahren immer wieder von verschiedenen Seiten angekündigt, sehen tut man bis jetzt aber kaum was davon.
Samsung hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekordumsatz von 154,6 Billionen Won (101 Milliarden Euro) abgeschlossen. Samsung ist u.a. der wichtigste Lieferant von ARM Chips für Apple und hat im Markt der Smartphones die Markführerschaft (Galaxy Serie, ebenfalls mit ARM).
Außerdem hat Samsung keine ARM Server angekündigt, sondern ARM Chips für Server.