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Sa, 15. September 2012, 10:51

Software::Systemverwaltung

Sabayon 10 mit MATE und ZFS

Das benutzerfreundliche Gentoo-Derivat Sabayon ist in der Version 10 erschienen. Der aktuelle Schnappschuss der Rolling-Release-Distribution bietet unter anderem eine bessere ZFS-Unterstützung.

Sabayon 10 mit MATE-Desktop

Sabayon-Projekt

Sabayon 10 mit MATE-Desktop

Sabayon 10 basiert auf einem Kernel 3.5.4 mit Budget Fair Queueing I/O Scheduler. Anwender können bei den als Live-CD laufenden Installationsmedien zwischen den Desktopumgebungen Gnome 3.4.2, MATE, KDE 4.9 und XFCE 4.10 wählen. Der Applikationenbrowser Rigo, der die Stärken der Paketverwaltungen Portage, Apt und Yum kombinieren möchte und genutzt werden kann, um Anwendungen zu suchen und zu installieren, wurde verbessert.

Mit Sabayon 10 können Anwender ihr System dank libzfs-Unterstützung in Grub 2.00 auch direkt von ZFS-Partitionen booten. Das Installatationsprogramm unterstützt ZFS noch nicht, so dass die Partitionen bei der Installation bestehen oder nachträglich angelegt werden müssen. Die Entwickler integrierten die Font-Renderer-Patches Infinality und liefern ihre Distribution mit einer Vorabversion von Mesa 9 aus.

Die Entwickler spielten mit dem Gedanken, von ihrem Init-System OpenRC auf das schnellere Systemd zu wechseln. In dem Zusammenhang aktualisierten sie udev und ersetzten die module-init-tools durch kmod. Die Resultate in einem darauf folgenden Benchmark OpenRC im Vergleich mit Systemd zeigten beim Booten lediglich einen Unterschied von weniger als acht Sekunden. Diese rechtfertigen nach Meinung der Entwickler den Umstieg auf eine noch ungenügend getestete und umstrittene Technologie nicht, so dass OpenRC beibehalten wird.

Die Sabayon-Entwickler nutzen jetzt XZ anstelle von gzip, um ihre DVD-Abbilder zu komprimieren, wodurch sie 10 bis 15 Prozent weniger Platz benötigen. Neben den auf verschiedenen Spiegelservern angebotenen ISO-Abbildern für 32- und 64-Bit-Architekturen bietet der Entwickler und Sabayon-Gründer Fabio Erculiani auch inoffizielle Amazon Machine Images (AMIs) mit einer Sabayon-Minimalinstallation für Amazons EC2 an.

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