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Do, 20. September 2012, 12:04

Software::Cloud

OpenStack Foundation nimmt Arbeit auf

Rackspace hat die Projektverwaltung und alle Rechte an OpenStack der OpenStack Foundation übertragen, die somit künftig die Geschicke des Projekts lenkt.

OpenStack

OpenStack ist eine freie Plattform für öffentliche und Private Clouds in jeder Form. Das Projekt wurde vor zwei Jahren von Rackspace zusammen mit der NASA gegründet und erwies sich als äußerst erfolgreich. Nach Angaben von Rackspace haben bereits über 6000 Entwickler und über 200 Unternehmen aus 88 Ländern zu OpenStack beigetragen. OpenStack wuchs auf mehr als eine halbe Million Codezeilen und wird von Rackspace selbst in seinen öffentlichen und privaten Clouds sowie von zahlreichen weiteren Anwendern eingesetzt.

OpenStack besteht aus den Komponenten Swift (Objektspeicher), Nova (Rechenknoten), Keystone (Orchestrierung, Identitäts- und weitere Dienste), Quantum (Netzwerk) und weiteren. Rackspace hat nach eigenen Angaben Millionen von US-Dollar in das System investiert und von Anfang an geplant, es nicht nur selbst zu nutzen, sondern auch zu einem Gemeinschaftsprojekt zu machen. Die Gründung der OpenStack Foundation war zu diesem Zweck vor knapp einem Jahr angekündigt worden. Die Foundation wurde im Laufe des Jahres etabliert und nimmt seit Juli auch individuelle Mitglieder auf. Eine Organisationsstruktur wurde eingerichtet, und es wurden erste Wahlen abgehalten.

Die OpenStack Foundation wird jetzt von Rackspace endgültig in die Selbständigkeit entlassen. Das Unternehmen hat der Stiftung alle Rechte an Code, Marken und anderem übertragen. Als Platin-Mitglied der Stiftung, was mindestens einen hohen fünfstelligen Betrag im Jahr kostet, hat Rackspace weiterhin einen gewissen Einfluss, aber nicht mehr als die anderen Platin-Mitglieder AT&T, Canonical, HP, IBM, Nebula, Red Hat und Suse.

Rackspace hat einige Richtlinien vorgeschlagen, an die sich die OpenStack-Gemeinschaft halten sollte, diese können jedoch noch diskutiert werden. So soll ein starker Schwerpunkt auf die Bedürfnisse der Anwender gelegt werden. Dazu gehört, Entwickler anzuziehen, das API zu stabilisieren, häufige Updates und Konsistenz zu garantieren, um den Einsatz von Clouds auf OpenStack-Basis zu erleichtern. Da der Code inzwischen gereift ist, sollte ein stabiles API jetzt erreichbar sein. Das zweite Ziel ist echte Interoperabilität in dem Sinne, dass man Gastsysteme von einer Cloud in eine andere verschieben kann, auch wenn jede Cloud natürlich weiterhin individuelle Einstellungen nutzt. Das letzte Prinzip ist, dass Einkommen nicht mit OpenStack, sondern mit Angeboten rund um OpenStack erzielt werden soll, wofür es laut Rackspace zahlreiche Möglichkeiten gibt.

Die Linux-Distributoren werden sich als OpenStack-Experten positionieren und aus den halbjährlichen OpenStack-Veröffentlichungen langfristig unterstützte Unternehmens-Distributionen formen. So will Canonical, das sich als aktivster Unterstützer von OpenStack sieht, im Ubuntu Cloud Archive jeweils die neueste Version von OpenStack für die Ubuntu-LTS-Versionen anbieten. Red Hat dagegen will eine OpenStack-Distribution als Abonnement anbieten, beginnend mit der nächsten Version von OpenStack.

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