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Di, 25. September 2012, 08:12

Software::Distributionen::Red Hat

Red Hat Enterprise MRG in neuer Version 2.2

Der Linux-Distributor Red Hat hat seine Distribution für Kommunikation, Echtzeit und Grid-Computing Red Hat Enterprise MRG in Version 2.2 mit dem Kernel 3.2 und Unterstützung für Apache Deltacloud ausgestattet.

Die Verwaltungskonsole Hawkeye von MRG

Red Hat

Die Verwaltungskonsole Hawkeye von MRG

Red Hat Enterprise MRG (Messaging, Realtime, Grid) richtet sich nach Angaben des Linux-Distributors an besonders anspruchsvolle Anwender, die kritische Unternehmensanwendungen im Finanzsektor und in Behörden betreiben. Das System ist darauf ausgelegt, nicht unbedingt als einzelner Server, sondern als Teil eines Grids oder in einer Cloud zu arbeiten. Zu diesem Zweck enthält es Messaging-Funktionen, niedrige Latenzzeiten und die Echtzeit-Patches, die harte Echtzeitanforderungen erfüllen, sowie Funktionen für Grid-Computing, Clouds und hohen Durchsatz.

Version 2.2 von Red Hat Enterprise MRG bringt nach Angaben des Herstellers einige neue Funktionen. Der Kernel wurde auf Linux 3.2 aktualisiert. Das System unterstützt über Condor nun Apache Deltacloud, womit es sich leichter in Cloud-Umgebungen einsetzen lassen soll. Apache Deltacloud wurde von Red Hat ins Leben gerufen und 2011 an die Apache Software Foundation übergeben. Die in Ruby entwickelte Software stellt ein REST-API bereit, um die Cloud-Dienste unterschiedlicher Hersteller in einheitlicher Weise anzusprechen. Die Verwaltungs-Konsole »Cumin« ermöglicht jetzt die Verwendung von LDAP-Servern für die Authentifikation.

Ein neuer Ressourcen-Agent wurde zu Condor hinzugefügt. Er ermöglicht es, mehr als eine Instanz eines Scheduler-Daemons auf einem Cluster auszuführen. Außerdem unterstützt Condor nun benannte Gruppen, deren Prozesszahl begrenzt werden kann. Das neue Werkzeug »Wallaby« ermöglicht es zudem, Red Hat High Availability zu konfigurieren.

Das Messaging-System verfügt laut Red Hat jetzt über eine höhere Java-Geschwindigkeit, SSL-Unterstützung bei der Client-Authentifikation für die Verwaltungswerkzeuge und eine neue Option für Apache qpid, die einen möglichen Denial of Service-Angriff verhindern kann.

Auf der Variante für Hochleistungsrechnen wurde das High Performance Networking (HPN) eingeführt. Es soll Remote Direct Memory Access über Converged Ethernet (RocE) ermöglichen und damit den Datenpfad im Netzwerk verkürzen und weniger CPU-Leistung erfordern. Die Netzwerk-Latenz soll damit sinken und der Durchsatz vieler Anwendungen folglich steigen. Das System kann außerdem als Diskless Client eingesetzt werden. Nach einem PXE-Boot kann es entweder in einer Ramdisk oder mit NFS-Root oder einer Kombination von beiden laufen.

Weitere Einzelheiten zu Red Hat Enterprise MRG 2.2 nennen die Anmerkungen zur Veröffentlichung. Red Hat Enterprise MRG 2.2 ist bereits verfügbar. Den bestehenden Kunden von Red Hat Enterprise MRG wird das Update auf Version 2.2 kostenlos und automatisch zur Verfügung gestellt.

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