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Fr, 5. Oktober 2012, 12:00

Software::Mobilgeräte

MeeGo taucht wieder auf

Das finnische Jungunternehmen Jolla will im November ein Smartphone auf den Markt bringen, das auf MeeGo basiert.

Jolla

Jolla hat nach Angaben des Wall Street Journal von bisher ungenannten Investoren rund 200 Millionen US-Dollar Kapital erhalten. Unter den Investoren sollen sich ein Mobilfunknetzbetreiber, ein Chiphersteller sowie ein Hersteller von mobilen Geräten befinden. Die Plattform mit dem Codenamen »Sailfish« soll im November mit einem ersten Smartphone vorgestellt werden. Bisher existiert mit dem Nokia N9 erst ein Smartphone am Markt, das auf MeeGo beruht.

MeeGo ist ein freies Betriebssystem für Mobilgeräte unter Verwendung von Qt 4.7, Qt Mobility and OpenGL EX. Es entstand 2010 aus der Verschmelzung von Nokias Maemo mit Intels Moblin-Projekt unter dem Dach der Linux-Foundation. Nokia hatte 2011 MeeGo aufgegeben, nachdem der Konzern entschied, sich völlig auf die Windows Phone-Plattform zu konzentrieren. Daraufhin gründeten Nokia-Mitarbeiter, die zum Teil maßgeblich an der Entwicklung des N9 beteiligt waren, die Firma Jolla, um MeeGo wieder Leben einzuhauchen.

Sailfish basiert nicht auf der letzten MeeGo-Version 1.2 (»Harmattan«), sondern auf Mer. Jolla wird die Benutzer-Schnittstelle von Sailfish, die auf Mer aufsetzt, nicht als freie Software zur Verfügung stellen. Jussi Hurmola, Jolla CEO, sagt dazu, dass die Patentklagen zwischen Android und Apple sich an vielen Punkten auf die Benutzerschnittstellen bezogen. Jolla habe seine Schnittstellen selbst entworfen und ausreichend patentiert. Man hoffe, das System im Frühjahr 2013 an weitere Hersteller lizenzieren zu können.

Ein Vertrag mit der größten chinesischen Vertriebskette D.Phone, die Smartphones auf dem chinesischen Markt unter eigener Marke vertreibt, besteht bereits seit dem Sommer. Weitere Informationen zu dem geplanten Smartphone gibt es bisher nicht.

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