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Mo, 8. Oktober 2012, 13:46

Gesellschaft::Politik/Recht

LinEx wird weiterentwickelt

Die eigentlich für tot erklärte Eigendistribution der spanischen Provinz Extremadura, LinEx, soll weiterentwickelt werden. Entsprechende Verträge sind bereits unterzeichnet und Unternehmen mit der Pflege beauftragt worden.

Installation von gnuLinEx2006

linex.org

Installation von gnuLinEx2006

Was in anderen Ländern erst in der Diskussion oder Frühphase der Implementation war, wurde in der autonomen Region Extremadura bereits umgesetzt. Schon 2002 hatte sich die spanische Provinz entschieden, MS Windows den Rücken zu kehren und Linux sowohl auf den Servern als auch auf den Workstations einzusetzen. Basis der Regierungsrechner war die lokale, für die Belange der Regierung modifizierte Debian-Distribution LinEx. Dazu wurden verschiedene Versionen von Debian eingesetzt, je nach Zielgruppe mit verschiedenen Anpassungen. Eine kleine Gruppe von vier bis fünf Entwicklern kümmerte sich um die Bereitstellung.

Anfang des Jahres erlitt das Projekt einen Rückschlag: Die Provinz hatte besonders unter den Wirtschaftskrisen der letzten Jahre zu leiden. Es folgten Sparmaßnahmen, die unter anderem auch dazu führten, dass das Entwicklungszentrum Cesje, das für die Entwicklung von LinEx verantwortlich war, der spanischen Zentralregierung unterstellt wurde. Die Verträge der LinEx-Entwickler endeten zum Ende des Jahres 2011 und die Gruppe wurde aufgelöst.

Wie nun diverse Blogs berichten, scheint der neue Eigentümer von LinEx, das der spanischen Regierung unterstellte CENATIC (National Center for the Application of Information Technology and Communication), LinEx reanimieren zu wollen. So startete CENATIC eine Ausschreibung für die Pflege von LinEx und vergab nun einen Auftrag an die Firma Emergya. Das Unternehmen soll nun die Pflege der Distribution übernehmen, wobei damit nicht nur die Aktualisierung, sondern auch die Weiterentwicklung gemeint ist.

Ob LinEx weiterhin in der Extremadura eingesetzt wird, steht indes noch nicht fest. Bereits Anfang des Jahres bekräftigte die Regierung der Provinz ihren Willen, zwar weiterhin auf Linux setzen zu wollen, doch sollte es nicht mehr LinEx sein. Den damaligen Plänen nach hegten die Verantwortlichen den Wunsch, auf ein auf Debian GNU/Linux basierendes System zu setzen, das bereits seit etlichen Jahren im Gesundheitssystem genutzt wird.

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