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Mi, 10. Oktober 2012, 08:44

Software::Desktop

Firefox 16 freigegeben

Mozilla hat die neue Version 16 des Webbrowsers Firefox freigegeben, die durch die neue inkrementelle Garbage Collection weniger Aussetzer aufweisen soll.

Mozilla Foundation

Auch Firefox 16, der wie geplant sechs Wochen nach Version 15 erscheint, enthält nur wenige Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Unter den sichtbaren Änderungen findet man die anfängliche Unterstützung von Web-Apps. Web-Apps werden mit Standard-Web-Technologien geschrieben und unterscheiden sich von Webseiten dadurch, dass sie vom Benutzer installiert werden, ihr Code lokal ausgeführt wird und sie gegebenenfalls auch offline laufen können.

Die größte Änderung in Firefox 16 ist allerdings die inkrementelle Garbage Collection, die über ein Jahr in Entwicklung war. Die Garbage Collection sorgt für die Freigabe von nicht mehr benötigtem Speicher von JavaScript-Code. Der in C/C++ geschriebene Kern des Browsers ist daher nicht betroffen.

Die Garbage Collection dauert umso länger, je mehr Tabs geöffnet sind und je mehr Speicher belegt ist. Während der Garbage Collection steht der Browser still, was sich beim Anwender bei bisherigen Firefox-Versionen durch spürbare Aussetzer bemerkbar machte. Insbesondere bei vielen geöffneten Tabs konnte sich die Dauer der Speicherbereinigungsfunktion gelegentlich auf 500 ms und mehr belaufen. Das soll mit der neuen inkrementellen Garbage Collection seltener der Fall sein, weil Firefox 16 die Arbeit in Zeitschlitze von etwa 10 ms Dauer aufteilt. Nicht alle Phasen der Garbage Collection konnten bisher so optimiert werden, so dass es laut den Entwicklern immer noch Aussetzer geben kann, besonders bei vielen geöffneten Tabs. Dies soll in den kommenden Versionen weiter verbessert werden. Ein Teil der Verzögerungen kann auch auf andere Ursachen zurückgehen, die im Rahmen des Snappy-Projektes gelöst werden sollen.

Die Desktop-Version von Mozilla 16 bringt zudem eine Reihe neuer Funktionen für Entwickler, die über eine neue Entwickler-Werkzeugleiste am unteren Rand des Browser-Fensters erreichbar sind. Diese gewährt schnellen Zugriff auf alle Entwicklerwerkzeuge, darunter auch eine neue Kommandozeile, über die sich die einzelnen Werkzeuge direkt ansteuern lassen, wie etwa console open zum Öffnen der Konsole. Auf diese Weise lässt sich auch der integrierte Debugger steuern, die Größe des Fensters anpassen, die 3D-Ansicht der Seite steuern oder CSS bearbeiten. Detaillierte Informationen zur neuen Kommandozeile finden sich in einem Blog-Eintrag auf Mozilla Hacks. Mozilla hat außerdem die Hersteller-Präfixe einiger Funktionen und CSS-Eigenschaften entfernt, etwa bei CSS3-Animationen, Transitionen, Transformationen, Image Values, Values & Units und bei IndexedDB. Daneben wurde eine Liste der zuletzt geöffneten Dateien in Scratchpad implementiert.

Die neue Android-Version besitzt jetzt wie zahlreiche andere Browser einen Lesemodus. Dieser stellt die wesentlichen Inhalte einer Webseite besonders heraus, indem er etwa Werbung ausblendet, Bilder neu formatiert oder Schriften vergrößert. Ferner erlaubt es der Lesemodus, Inhalte mit anderen Browsern über Bluetooth, E-Mail und SMS zu teilen, wozu ein Share-Button zur Verfügung steht. »Firefox Sync« ist jetzt auch in der Mobilversion implementiert. Außerdem soll die neue Version vor bösartigen URLs schützen, mit denen die Inhalte auf dem Smartphone gelöscht werden können.

Firefox 16 steht in zahlreichen Sprachen für Linux, Android, Mac OS X und Windows zum Download bereit. Die 64-Bit-Version für Linux findet man auf dem FTP-Server.

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