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Mi, 10. Oktober 2012, 11:35

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu mit neuem Spendenmodell

Canonical hat vor den Download der Ubuntu-Images eine Spendenseite geschaltet, wo der zukünftige Nutzer für eine Spende überweisen kann und gleichzeitig bestimmen kann, für welche Bereiche der Entwicklung sie Verwendung finden soll.

Ubuntu Spendenseite

Canonical

Ubuntu Spendenseite

Steve George, Canonicals Vize-Präsident für Kommunikation, stellte im Firmenblog eine neue Spendenseite vor, die dem Downloadbereich der Ubuntu-Images vorgeschaltet ist. Er betonte, dass Ubuntu weiterhin kostenfrei bleibt. Neben den vielen Menschen, die in allen Bereichen durch ihre praktische Arbeit zu Ubuntu beitragen würden, gebe es genauso viele, die keine Zeit investieren können und deshalb Ubuntu finanziell unterstützen möchten. Viele Nutzer sollen in der Vergangenheit nach einer einfacheren und vor allem einfacher auffindbaren Möglichkeit zum Spenden nachgefragt haben. Das soll durch die neue Seite, die jeder Nutzer sieht, der ein Image herunterlädt, erreicht werden.

Die Spendenseite listet acht Bereiche auf, für die sich der Spendenwillige entscheiden kann. Hierzu zählen neben der Aufwertung der Benutzeroberfläche und Optimierungen für Spiele und Apps ebenso die bessere Einbindung der Gemeinschaft sowie die Verbesserung der Beziehungen zu Debian. Jeder dieser Bereiche ist mit einem Schieberegler versehen, mit dem pro Bereich Beträge bis zu 125 US-Dollar ausgewählt werden können. So kann ein Spendenwilliger die Summe für einen Bereich vorsehen, der ihm am Herzen liegt, oder mit kleineren Beträgen mehrere Bereiche bedenken. Die Voreinstellung sieht 2 US-Dollar pro Bereich vor, was sich auf 16 US-Dollar summiert. Wer nur einen Bereich mit seiner Spende bedenken will, muss erst alle anderen Regler auf Null zurücksetzen.

Jono Bacon, Manager der Ubuntu-Gemeinschaft, ergänzt in seinem eigenen Blog, die »wundervolle Idee«, den Spender bestimmen zu lassen, wo seine Zuwendung einfließt, sei von Humble Indie eBook Bundle abgeschaut, wo der Spender sein Geld zwischen dem Autor, dem Humble-Team und einer wohltätigen Aktion aufteilen kann. Bacon betont weiterhin, man werde gewissenhaft dafür sorgen, dass die Wünsche der Spender bezüglich der Verteilung strikt berücksichtigt werden. In den Kommentaren zu Bacons Eintrag wird mehr Offenheit bei den Spendeneinnahmen von Ubuntu angemahnt und angedacht, die Verteilung der Spenden nach dem neuen Modell zumindest prozentual offenzulegen, um so die Interessensschwerpunkte der Gemeinschaft herauszustellen.

Derzeit werden nur Spenden via PayPal akzeptiert. Bacon betont jedoch, man lote gerade weitere Möglichkeiten aus, Spenden anzunehmen. Am Fuß der Seite kann der Nutzer den Spendendialog übergehen und weiter zum Herunterladen der Abbilddateien gelangen, ohne zu spenden.

Nach der etwas unglücklich gehandhabten Einführung des Affiliate-Programms mit Amazon bittet Canonical jetzt zukünftige Nutzer um Spenden. Natürlich laden auch langjährige Anwender neue Images herunter und können dabei spenden, jedoch mag es für neue Nutzer etwas befremdlich wirken, wenn sie für ein noch unbekanntes Produkt spenden sollen.

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