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Do, 18. Oktober 2012, 09:04

Software::Distributionen::BSD::NetBSD

NetBSD 6.0 freigegeben

Die Entwickler des freien Unix-Systems NetBSD haben die Version 6.0 veröffentlicht. Das System unterstützt nun viel mehr Hardware und bringt zahlreiche weitere Neuerungen.

NetBSD

Fast zwei Jahre nach der Freigabe von NetBSD 5.1 ist nun der Nachfolger NetBSD 6.0 verfügbar. Binärpakete und Bootmedien für einen großen Teil der unterstützten Systeme stehen auf den Spiegelservern des Projektes zum Download bereit. NetBSD 6.0 wurde dem im März verstorbenen Allen Briggs gewidmet, der von Anfang an zahlreiche Beiträge zu NetBSD geleistet hat und von 2003 bis 2006 zum NetBSD-Kernteam gehörte.

Zu den zahlreichen Änderungen gegenüber NetBSD 5.1 zählt laut der Ankündigung die Umstellung von time_t auf 64 Bit. Die ladbaren Kernel-Module wurden entfernt und durch das neue Modul-Framework ersetzt. Die Bootloader für x86 (32 und 64 Bit) unterstützen das Laden der neuen Module beim Booten.

Statt dem GPL-lizenzierten GnuPG gibt es nun ein BSD-lizenziertes NetPGP. Ein logischer Volume-Manager (LVM) wurde eingeführt. Er verwendet libdevmapper von Linux und die von Linux bekannten LVM-Werkzeuge. Lediglich der Kernel-Treiber wurde neu geschrieben.

Läuft NetBSD als Gast unter Xen, können nun auch mehrere Prozessoren genutzt werden. Auch Suspend und Resume ist jetzt möglich, allerdings erst in den Anfängen. Server-seitig wurden die Möglichkeit zum Direktzugriff der Gäste auf PCI-Geräte und ein Balloon-Treiber implementiert. Die Linux-Kompatibilitätsschicht von NetBSD wurde weiter verbessert, so dass Linux-Programme besser laufen. Das Journal im Dateisystem FFS wurde auf WAPBL umgestellt. Ferner kann ein FFS in der Größe geändert werden, und das Quota-Subsystem wurde neu geschrieben. Das RAID-Subsystem verfügt jetzt über Parity Maps, die das Wiederherstellen der Integrität nach einem unsauberen Beenden stark beschleunigen.

Ein neuer Paketfilter, der NetBSD Packet Filter NPF, wurde hinzugefügt. Er soll schneller als der alte Paketfilter sein und auf viele Prozessoren skalieren. Neue Subsysteme behandeln Flash-Geräte und ihre Controller. Zudem wurde auch ein neues Dateisystem CHFS speziell für Flash-Speicher entwickelt.

Die Software des Basissystems wurde aktualisiert, beispielsweise mit einem aktuellen X.org und GCC 4.5.3. Sqlite wurde neu aufgenommen. Fast der ganze Ports-Baum kann mit dem Compiler Clang anstelle von GCC compiliert werden. Weitere neue Funktionen sind Thread Local Storage (TLS), ein Framework für Digitalfernsehen, ein neuer Profiler, Laden von CPU-Microcode und Unterstützung des Trusted Platform Modules (TPM).

Die Hardware-Unterstützung wurde stark erweitert. Es werden jetzt 64-Bit-MIPS-Prozessoren unterstützt und die neuen Architekturen eMIPS und Freescale MPC85xx kam hinzu. Die Unterstützung für 64-Bit-SPARC-Prozessoren wurde ausgeweitet. PowerPC-Systeme erhielten verbesserte SMP-Unterstützung. Bei der ARM-Architektur kamen Cortex-A8-Prozessoren, diverse Single-Chip-Computer und anfängliche Unterstützung für den Raspberry Pi hinzu. Ferner wurden zahlreiche neue Treiber hinzugefügt und bestehende erweitert. Alle Änderungen kann man im Detail im Änderungslog finden.

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Kommentare (Insgesamt: 12 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[6]: ZFS Support (amoibos, Fr, 19. Oktober 2012)
Re[5]: ZFS Support (blablabla, Fr, 19. Oktober 2012)
Re[2]: ZFS Support (ms123, Fr, 19. Oktober 2012)
Re[4]: ZFS Support (amoibos, Do, 18. Oktober 2012)
Re[3]: ZFS Support (Linux-Toaster, Do, 18. Oktober 2012)
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