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Fr, 19. Oktober 2012, 12:23

Software::Distributionen::Debian

Debian-Installer in Version 7.0 Beta3 erschienen

Die Entwickler des Debian-Installers haben die dritte Betaversion der Installationsmedien von Debian 7.0 freigegeben. Mit dieser Version kann Debian erstmals über das EFI-BIOS booten.

Software in the Public Interest (SPI)

Der Debian Installer ist die grundlegende Komponente der Debian-Installationsmedien, die für alle zwölf unterstützten Architekturen (einschließlich kfreebsd für 32- und 64-Bit-x86) angeboten werden. Die jetzt veröffentlichte dritte Betaversion ist effektiv auch die dritte Betaversion von Debian 7.0 selbst.

Der Installer benutzt denselben Kernel wie die kommende Version der Linux-Distribution. Er beruht auf Linux 3.2.23 und wird bei dieser Version bleiben, auch wenn bis zum Erscheinen von Debian 7.0 bereits Linux 3.6 oder eine noch neuere Version vorliegt. Wo es für die Unterstützung neuer Hardware nötig ist, werden allerdings Treiber aus neueren Kernel-Versionen zurückportiert.

Gegenüber der vorherigen Betaversion wurden im Installer selbst einige wesentliche Änderungen implementiert. Die Medien unterstützen jetzt die Installation im EFI-Modus des BIOS, deren Fehlen ein wesentlicher Kritikpunkt war und zu Befürchtungen Anlass gab, Debian würde die Entwicklung um weitere zwei Jahre verschlafen. Dies ist unabhängig von der Secure-Boot-Funktionalität, die noch nicht unterstützt wird, aber für einen späteren Zeitpunkt angekündigt ist.

Der Installer enthält nun ferner vollständige Unterstützung für IPv6. Die erste Installations-CD für Gnome enthält jetzt wieder nahezu den vollständigen Desktop. Die Installations-Images für die Desktops LXDE und Xfce sind jetzt getrennt, was beiden mehr Platz zur Verfügung stellen dürfte.

Ansonsten wurden nur kleinere Änderungen und Korrekturen vorgenommen. Die eingebaute Sprachsynthese unterstützt mehr Sprachen und es wird jetzt das offizielle Logo von Debian verwendet, das mittlerweile eine geeignete Lizenz hat. Der Installer liegt in 73 Sprachen vor, von denen laut dem Team 57 bereits vollständig übersetzt sind.

Gegenüber Debian 6.0 enthält der Installer zahlreiche weitere Verbesserungen und Korrekturen. So wird im Netzwerkbereich jetzt auch das schwache Verschlüsselungsprotokoll WPA unterstützt. Die Erkennung von Verbindungen an den Netzwerkschnittstellen und die DHCP-Konfiguration wurden zuverlässiger.

Das Standard-Dateisystem ist nun ext4 statt ext3. Btrfs kann verwendet werden, wenn eine separate /boot-Partition angelegt wird. Netzwerk-Blockgeräte werden jetzt unterstützt.

In den beiden FreeBSD-Varianten von Debian wurde der Kernel auf Version 8.3 aktualisiert, und Version 9.0 wird als Option angeboten. Das Datei ZFS wird wieder unterstützt und ZFS-Pools lassen sich umfassend verwalten.

Auch die Hardware-Unterstützung wurde erweitert, insbesondere wurde die armhf-Architektur eingeführt, und das System lässt sich auf verschiedenen ARM-basierten Geräten installieren, darunter Buffalo Linkstation LiveV3 (LS-CHL), Buffalo Linkstation Mini (LS-WSGL), Toshiba AC100, MX53 LOCO Board, OMAP4 Pandora und Genesi Efika MX Nettops und Smarttops.

In der Distribution dagegen, die schon seit Anfang Juli eingefroren ist, sind nur noch Fehlerkorrekturen zu erwarten. Laut der Statusseite existieren immer noch rund 500 kritische Fehler, was eine Freigabe von Debian 7.0 vor Februar 2013 unwahrscheinlich aussehen lässt.

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