Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 24. Oktober 2012, 12:15

Hardware::Tablets

Zareason bringt offenes Tablet auf den Markt

Zareason, Hersteller von für Linux optimierter Hardware, hat neben PCs und Notebooks jetzt auch ein Tablet im Angebot. Das besondere am 9,7 Zoll großen ZaTab ist seine Offenheit. Es wird bereits »gerooted« ausgeliefert.

ZaTAB Tablet mit Cyanogenmod 9

Zareason

ZaTAB Tablet mit Cyanogenmod 9

Tablets werden, wie Smartphones auch, wenn sie »Nexus« im Namen tragen, mit einer nackten Version des Android-Betriebssystems ausgeliefert. Werden sie über einen Provider vertrieben, so liegt darüber in den allermeisten Fällen noch das entsprechende Branding. Dabei werden dann neben der Optik auch Apps gegen solche des Providers ausgetauscht.

Nicht so beim ZaTab. Das ZaTab kommt mit Cyanogenmod 9, einer Firmware-Modifikation von Android 4.04 Ice Cream Sandwich in die Regale. Cyanogenmod ist eine beliebte Modifikation des originalen Android Systems, die es den Anwendern erlaubt, mehr Funktionalität freizuschalten und freier über die Softwareauswahl auf dem jeweiligen Gerät zu entscheiden. Manche Apps sind sogar erst lauffähig, nachdem die Firmware mit Cyanogenmod oder einer der anderen Mods überschrieben wurde. Diese Modifikationen bringen zwei Probleme mit sich: Die Garantie auf das Gerät geht dabei generell verloren, selbst wenn die Original-Firmware wieder zurückgespielt wird. Weiterhin können unerfahrene Nutzer ihr Gerät im Verlauf der Umstellung unbrauchbar machen.

ZaTab ist nach Angaben von Zareason das erste offene Tablet am Markt. Bei großen Herstellern wie Google, Amazon oder Apple wirken Tablets oft wie ein Goldesel für die jeweiligen App-Stores. Das macht sich sowohl im Softwareangebot als auch in Beschränkungen bei den Anschlüssen, wie etwa dem Fehlen von als unnötig erachteten SD-Card-Einschüben, bemerkbar.

Die Hardware des ZaTab enthält als CPU ein Allwinner A10 ARM Cortex A8 SoC, das von 1 GB Hauptspeicher unterstützt wird. Der 9,7 Zoll IPS-Bildschirm des 630 Gramm schweren Tablets ist als kapazitiver 5-Punkt-Touchscreen ausgelegt und bietet eine Auflösung von 1024x768 Bildpunkten. Das ZaTab hat 16 GB internen Flash-Speicher und kann per SD-Card weitere 32 GB verwalten. Desweiteren mit an Bord sind WLAN nach 802.11 b/g/n-Norm und eine front- sowie eine rückseitige Kamera. Der Akku mit 8000 mAh soll beim Anschauen von Videos bis zu 14 Stunden durchhalten.

Bei den Anschlüssen und Zubehör kann das ZaTab gegen die Konkurrenz punkten. Neben dem Kopfhöreranschluss bietet es einen MicroSD-Card-Anschluss, 2 MicroUSB-Ports und eine MicroHDMI Video Out-Buchse. Im Lieferumfang befindet sich ein MicroUSB- auf USB-Kabel und eine USB-Verlängerung, sodass die USB-Anschlüsse gleich nach dem Auspacken voll nutzbar sind. Die Gehäuserückseite und die Seiten bestehen aus Aluminium.

Softwareseitig ist eine kleine Anzahl an Apps vorinstalliert, darunter Apollo Media Player, Android Web Browser, Calculator, Calendar, Email, Camera, Gallery, Clock, DSPManager, Movie Studio, People Address Book, ROM Manager, Superuser, Terminal Emulator und die Android Settings-App. Ansonsten verhält sich das Tablet wie jedes andere Tablet auch. Nutzer mit einem Google-Konto erhalten nach der Anmeldung Zugang zu Google Play und ihre Settings und Kontakte werden übernommen. Nach einer Installation des Google Chrome Browser werden die Lesezeichen synchronisiert.

Es sollte problemlos möglich sein, per USB ein Debian oder Ubuntu oder jede andere auf ARM portierte Distribution zu starten. Auch im Mer-Projekt oder bei KDE Plasma-Active GUI finden sich vielleicht interessierte Entwickler, die Tipps zur Anpassung von Linux an das ZaTab haben. Ein weiteres Projekt, das ein Linux booten könnte, ohne Cyanogenmod zu überspielen, ist LinuxonAndroid. Aber allein die Tatsache, ein Tablet einzuschalten, eine Shell zu öffnen und »root« einzutippen, ist etwas Besonderes.

Das ZaTab kostet 349 US-Dollar und muss derzeit noch direkt in den USA bestellt werden.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 13 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: ist das eine news wert? (chcuchichäschdli, Mi, 24. Oktober 2012)
Re[4]: zu teuer... (Anon Y. Mouse, Mi, 24. Oktober 2012)
Re[3]: zu teuer... (Anon Y. Mouse, Mi, 24. Oktober 2012)
Re[3]: ist das eine news wert? (inta, Mi, 24. Oktober 2012)
Re[2]: zu teuer... (Hubert G., Mi, 24. Oktober 2012)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung