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Mo, 29. Oktober 2012, 12:20

Software::Multimedia

Spendenkampagne für MediaGoblin

Das GNU-Projekt MediaGoblin hat vor 2 Wochen zusammen mit der Free Software Foundation eine Spendenkampagne zur Fertigstellung der Software gestartet. Das Ziel der Kampagne liegt bei 60.000 US-Dollar.

Chris Webber

GNU MediaGoblin existiert bereits seit dem Frühjar 2011 und will ein freier Gegenentwurf zu Mediendiensten wie Flickr, Picasa oder Youtube werden. Anstatt seine Daten kommerziellen Diensten anzuvertrauen, soll hier der Nutzer eine freie Alternative erhalten, wo er Fotos, Musik, Videos und Anderes selbstbestimmt einstellen und teilen kann.

Zunächst will das mit Python als Framework arbeitende Projekt eine Fotodatenbank erarbeiten. Später sollen Musik und Video dazukommen. Als Datenbanklösung wird MongoDB verwendet, für das Frontend kommt JQuery zum Einsatz. Als Lizenz hat man die von der GPL abgeleitete AGPLv3 gewählt. Da es sich bei MediaGoblin um einen Dienst über ein Netzwerk handelt, wäre das Projekt von der GPL nicht abgedeckt.

Das Projekt lässt sich bei seiner Kampagne von der Free Software Foundation (FSF) unterstützen, anstatt auf herkömmliche Crowdfunding-Plattformen zu setzen. Die FSF sieht den Bedarf für eine »dezentralisierte, freie Software zum Teilen unserer Fotos und Videos, anstatt sie proprietären Diensten anzuvertrauen, die unsere Rechte an unseren Daten nicht achten«, wie John Sullivan, geschäftsführender Direktor der Free Software Foundation sinngemäß anmerkt. Weiter sagt er, falls die Kampagne ein Erfolg sei, könne man in Zukunft auf dieses Modell setzen, wenn es darum geht, »kritische freie Software-Projekte zu finanzieren.«

MediaGoblin will bei Erreichen der angestrebten 60.000 US-Dollar den Hauptentwickler Chris Webber, der gerade seinen Job bei Creative Commons aufgegeben hat, um sich ganz auf das Projekt zu konzentrieren, für ein Jahr ein Gehalt zahlen. Bei Überschreiten der Summe sollen weitere Entwickler und Designer engagiert werden. Der derzeitige Spendenstand beträgt 21.190 US-Dollar und es verbleiben elf Tage bis zum Ende der Kampagne.

Das Projekt stellt sich selbst in einer kleinen Tour vor, der bisher erarbeitete Code liegt auf Gitorius.

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