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Di, 6. November 2012, 08:52

Software::Desktop::KDE

Linus Torvalds nutzt wieder KDE

Linux-Initiator Linus Torvalds, der wie viele andere zu Xfce gewechselt war, als Gnome 2 in seiner Distribution nicht mehr verfügbar war, versucht jetzt nach eigenen Angaben wieder KDE als Desktopsystem.

Typisch: Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten in KDE 4.9

KDE

Typisch: Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten in KDE 4.9

Auf seiner Google+-Seite schreibt Torvalds, dass er nach langer Pause erstmals wieder KDE als Desktop ausprobiere. Eine Desktopumgebung muss für ihn funktional und konfigurierbar sein, so dass nichts seiner Produktivität im Weg steht. Dementsprechend findet er momentan, dass KDE noch etwas zu sehr nach einem Cartoon aussehe, aber ansonsten findet er wenig an KDE auszusetzen. Er bemängelte lediglich das Standard-Verhalten der Widgets und Plasmoids, beim Überfahren mit dem Mauszeiger gleich die zugehörigen Steuerelemente einzublenden. Dieses für ihn äußerst lästige Verhalten kann jedoch abgestellt werden.

Begeistert ist Torvalds dagegen von der generellen Möglichkeit, alles nach Wunsch zu konfigurieren. Einiges davon mag exzessiv sein, besonders für Leute, die Gnome gewohnt sind. Torvalds selbst findet es seltsam, dass es beispielsweise die Möglichkeit gibt, die Rotation der Desktop-Widgets festzulegen, wie man es will. Das und diverse andere Dinge fühle sich ziemlich drogenbeeinflusst an. Seine Terminal- und Browser-Buttons sehen momentan aus, als habe ein Betrunkener seinen Desktop konfiguriert, was er aber bald wieder auf normale Einstellungen zurückändern werde.

In der Frühphase von KDE 4 hatte Torvalds das neue Desktopsystem noch als unbenutzbar bezeichnet und war zu Gnome 2 gewechselt, das in der Zwischenzeit ausgereift und einigermaßen konfigurierbar war. Nachdem das von ihm verwendete Fedora aber Gnome 2 nicht mehr anbot, hatte er im August 2011, wie mehrere andere Kernel-Entwickler, Gnome 3 als heilloses Durcheinander bezeichnet, sich vom Fedora-Projekt einen Fork von Gnome 2 gewünscht und war zu Xfce gewechselt. Die Kritik an Gnome 3.0 entzündete sich vor allem an der Umständlichkeit der Bedienung bei manchen Aktionen. Mit Gnome 3.2 verringerte sich dann seine Kritik: »Hey, mit gnome-tweak-tool und der Dock-Erweiterung beginnt Gnome 3.2 beinahe benutzbar auszusehen.« Doch seine Hoffnung, dass diese Erweiterungen ein Teil der Standard-Gnome-Shell werden und über die normale Systemkonfiguration zugänglich gemacht werden, statt irgendwo verborgen zu sein, wurde wohl nicht erfüllt, was er allerdings auch nicht erwartet hatte.

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