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Mi, 7. November 2012, 11:42

Software::Entwicklung

AMD entlässt 25 Open-Source-Entwickler

Advanced Micro Devices wird im Rahmen der Umstrukturierung des Unternehmens insgesamt 15 Prozent seiner Angestellten entlassen. Darunter sind auch 25 Open-Source-Entwickler.

amd.com

Auf der LinuxCon Europe in Barcelona wurde Gewissheit, was in Teilen schon seit Ende Oktober ruchbar wurde, als in einem Patch an die Kernel-Mailingliste um Änderung der E-Mail-Adressen von drei Entwicklern gebeten wurde, die zukünftig nicht mehr bei AMD erreichbar sein würden. Die Kernel-Entwickler Andreas Herrmann, Robert Richter und Borislav Petkov waren zuständig für AMD cpufreq/powernow8 und den AMD-Microcode im Rahmen der Unterstützung von AMD-Prozessoren im Kernel.

Kurz darauf änderte auch Joerg Roedel seine E-Mail-Adresse von AMD auf eine private Adresse. Roedel war jahrelang Betreuer der in Virtualisierungslösungen wie AMD-Vi eingesetzten Memory Mapping Unit IOMMU und hat zuletzt IOMMU Groups für Kernel 3.6 erarbeitet, um bei der Virtualisierung zu gewährleisten, dass ein direkter Zugriff von Prozessen auf Systemgeräte erfolgen kann, ohne dass Bereiche des RAM per DMA zugänglich sind.

Wie sich nun herausstellte, hat AMD das komplette 2006 gegründete Operating System Research Center (OSCR) mit Hauptquartier in Dresden geschlossen und insgesamt 25 mit Open Source befasste Entwickler entlassen. Die entlassenen Mitarbeiter waren hauptsächlich mit der frühzeitigen Integration von neuen CPU-Architekturen für Server, Desktop und Notebook in den Kernel beschäftigt und unterstützten beispielsweise Red Hat und Suse beim Umstieg auf neue AMD-Plattformen. Weiterhin wurden Virtualisierungstechniken wie KVM und der Xen Hypervisor weiterentwickelt.

Die vier Entwickler, die sich derzeit bei AMD um die Weiterentwicklung von Open-Source-Grafiktreibern für Linux kümmern, sind nach ersten Angaben von den Entlassungen nicht betroffen.

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