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Do, 8. November 2012, 10:24

Software::Distributionen::Fedora

Freigabe von Fedora 18 verschiebt sich auf Januar

Die Freigabe der kommenden Version von Fedora wurde jetzt zum siebten Mal verschoben. Damit wird Fedora 18 im günstigsten Fall im Januar 2013, zwei Monate nach der ursprünglichen Planung, erscheinen.

fedoraproject.org

Am 1. November hatte das Leitungsteam von Fedora, wie schon mehrmals zuvor, beschlossen, die Betaversion von Fedora 18 um eine weitere Woche zu verschieben. Als Grund wurden weiterhin ungelöste kritische Probleme sowie die Unvollständigkeit des Upgrade-Werkzeugs genannt. Fedora 18 sollte trotzdem noch vor Weihnachten erscheinen.

Jetzt musste Jaroslav Reznik einräumen, dass dieses Ziel um einen Monat verfehlt wird. Die Betaversion wurde um weitere zwei Wochen auf den 27. November verschoben, wodurch die offizielle Version erst im neuen Jahr, am 8. Januar 2013, veröffentlicht werden kann. Der Zeitplan enthält diese Änderungen noch nicht.

Der Grund für die neuerliche Verzögerung ist abermals das Upgrade-Werkzeug, aber auch der Installer macht weiter Probleme und die Implementierung von UEFI Secure Boot benötigt offenbar auch mehr Zeit zum Testen. Das Team verschiebt daher die Veröffentlichung, um seine Qualitätsstandards zu erfüllen.

Das Team war sich in der Diskussion durchaus bewusst, dass die ständigen Verschiebungen kein gutes Marketing für Fedora bedeuten. Einige hätten lieber eine größere Verschiebung mit einem festen und realistischen Veröffentlichungstermin gesehen. Doch niemand war in der Lage zu sagen, wieviel Zeit die Behebung der Probleme noch benötigt. Matthew Garrett beispielsweise sagte über Secure Boot, dass es fertig sei, wenn es fertig sei. Somit sind auch weitere Verschiebungen nicht ausgeschlossen. Wie sich dies auf Fedora 19 auswirken wird, ist derzeit unklar. Das Team hat sich darüber bereits Gedanken gemacht, will aber den Terminplan für Fedora 19 erst nach der Freigabe der Betaversion von Fedora 18 wieder aufgreifen.

Auch in der Gemeinschaft wird die Verzögerung von Fedora 18 umfassend diskutiert. Es fehlt dabei nicht an Änderungsvorschlägen, da sich viele fragen, was momentan falsch läuft. Unter den Entwicklern herrscht allerdings die Meinung vor, dass die Verzögerung hauptsächlich durch die komplette Neuentwicklung des Installers Anaconda verursacht wurde, die rückblickend anders hätte laufen müssen. Angesichts des enormen Aufwandes sei es eher erstaunlich, dass Anaconda überhaupt schon so weit sei. Außerdem seien die Bemühungen zur Qualitätssicherung verstärkt worden. Am Entwicklungsprozess von Fedora gebe es nichts Grundsätzliches zu ändern, da die Verschiebungen von Fedora 18 eine Ausnahme seien.

Neben einer kompletten Überarbeitung von Anaconda wird die offizielle Version von Fedora 18 mit Mate eine Alternative für das eingestellte Gnome 2 enthalten. Mate selbst bezeichnet sich als »traditionelle« Desktopumgebung und stellt sich damit in Kontrast zu den Gnome-Entwicklern, die die Gnome Shell als Standardoberfläche von Gnome ansehen. Gnome wird in Version 3.6, KDE in Version 4.9 enthalten sein. Neu in Fedora 18 wird auch eine verbesserte Einbindung von Samba 4 sein. Zudem hat das technische Leitungsgremium der Einbindung der oVirt-Engine in der Version 3.1 und Sugar 0.98 zugestimmt. Die Distribution soll zudem sowohl den Server als auch den Client für OwnCloud enthalten. Zusätzlich wird Eucalyptus hinzugefügt. rpc.svcgssd wird zudem durch GSS Proxy ersetzt. Zu den weiteren Neuerungen der kommenden Version wird die Aufnahme von Python 3.3 gehören. Zudem planen die Entwickler, die Tracing- und Performance-Monitoring-Werkzeuge LTTng, NFSometer und Systemtap 2.0 einzubinden.

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