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Sa, 15. Juli 2000, 15:04

Software::Kernel

Entwicklerkernel 2.4.0-test4 erschienen

Linus Torvalds hat den Entwicklerkernel 2.4.0-test4 freigegeben.

Ein zusätzlicher Patch, test5-pre1, ist bereits verfügbar. Der Patch von 2.4.0-test3 auf 2.4.0-test4 ist mit 918922 Bytes unkomprimiert relativ klein. 471 Dateien wurden geändert. Größere Änderungen gab es in der MIPS-, PowerPC-, Sparc- und UltraSparc-Architektur. Der ACPI-Treiber wurde weiter überarbeitet. Doch die größte Änderung verteilt sich auf viele einzelne Dateien.

Alexander "Al" Viro kündigte einen Patch an, der seiner Meinung nach trotz Code Freeze noch in den Kernel eingebaut werden sollte, da er deutliche Performance-Verbesserungen bringt. Die Änderungen seien zwar weitreichend, aber so simpel, daß ein Aufschieben bis zum Kernel 2.5 keinen Sinn mache. Linus Torvalds zeigte sich von den Patches überzeugt, sehr zur Überraschung einiger Entwickler. Alan Cox und andere waren der Meinung, daß 2.4.0 nicht länger verzögert werden sollte. Es entbrannte eine heftige Diskussion, doch Linus ließ sich nicht umstimmen, was bedeutet, daß der Kernel wohl noch mindestens einen Monat länger auf sich warten lassen wird.

Der Vorteil des Patches ist, daß die gesamte Sequenz von Dateioperationen, also Open, Read, Write, Close, ohne Kernel-Lock ablaufen kann. Das bedeutet besonders bei Mehrprozessor-Rechnern, die viel I/O machen, einen bedeutenden Performance-Gewinn.

Doch Kernel 2.4.0 kann sowieso nicht erscheinen, solange die VM-Probleme nicht gelöst sind. Es scheint, daß die aktuelle Implementierung prinzipiell nicht so eingestellt werden kann, daß sie auf allen Rechnern optimale Performance bringt. Weitere Änderungen in der virtuellen Speicherverwaltung (VM) sind daher notwendig, die einige Wochen weiterer Tests nach sich ziehen.

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