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Mi, 14. November 2012, 13:27

Software::Büro

Freiburg will zurück zu MS Office

Der Gemeinderat der Stadt Freiburg plant, am kommenden Dienstag über die Rückmigration von OpenOffice zu Microsoft Office 2010 zu entscheiden und damit einer Beschlussvorlage des Bürgermeisteramtes zu folgen, die sich wiederum den Argumenten eines externen Gutachtens aus dem Jahr 2012 anschließt.

Die in der 10. Sitzung des Gemeinderates am 20. November zur Abstimmung stehende Beschlussvorlage des Bürgermeisteramtes würde den im Jahr 2007 gefassten Beschluss der flächendeckenden Einführung von OpenOffice in allen Freiburger Ämtern aufheben, was in der Open-Source-Gemeinschaft in den vergangenen Tagen für reichlich Aufregung gesorgt hatte, vor allem auch deshalb, weil die Stadt ihrem Gemeinderat und der Öffentlichkeit gerade einmal eine Woche Zeit einräumt, sich anhand der erst jetzt in den Anlagen zur Tagesordnung öffentlich einsehbaren Dokumenten - allen voran das genannte Gutachten - ein Bild von der Lage machen. Im Rats- und Bürgerinformationssystem findet sich unter anderem das genannte Gutachten als PDF-Datei.

Demnach soll der Beschluss von 2007 wieder aufgehoben werden, der unter anderem das Verwenden des Open Document Format (ODF) als Standardformat festlegt, was wiederum seinerzeit die Entscheidungsgrundlage zur flächendeckenden Umstellung auf OpenOffice in den Freiburger Ämtern war. Die aktuelle Beschlussvorlage verweist in Anlehnung auf das genannte Gutachten auf Kompatibilitätsprobleme im Datenaustausch mit MS Office und bezieht sich außerdem auf eine Reihe weiterer Probleme mit OpenOffice, die in Folge der sich zwischenzeitlich eingestellten Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern dazu geführt hätten, das OpenOffice häufig parallel mit der veralteten MS-Office-Version 2000 genutzt wurde, was zu erheblichen Mehrkosten in der IT-Abteilung geführt habe.

Unter dem Strich kommt die Beschlussvorlage zu dem Fazit, dass sich die in OpenOffice gesetzten Erwartungen seitens der Freiburger Verwaltung nicht erfüllt haben und dass außer München und Jena bisher keine andere deutsche Gemeinde auf OpenOffice migriert habe. Letzteres sei nicht nur ein Anzeichen für eine stagnierende, bzw. kaum fortschreitende Evolution bei der Weiterentwicklung der freien Office-Software, sondern weise auch darauf hin, dass sich eine aus Sicht von 2007 zu erwartende Bereitschaft anderer Gemeinden und öffentlicher Ämter zur Open-Source-Migration nicht bestätigt habe, was den Datenaustausch auf Basis des ODF-Formates auch in der Zukunft erschwert hätte.

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