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Do, 15. November 2012, 11:39

Software::Cloud

XtreemFS 1.4 unterstützt Hadoop

XtreemFS, ein Dateisystem für die Cloud, wurde in Version 1.4.0 veröffentlicht. Das Dateisystem wurde weiter beschleunigt und kann als Ersatz für HDFS in Hadoop-Umgebungen eingesetzt werden.

Das unter der BSD-Lizenz stehende XtreemFS ist ein verteiltes, repliziertes Dateisystem für das Internet, das POSIX-kompatibel ist und dessen Daten unter Linux mittels FUSE (Filesystem in Userspace) wie lokale Dateien angesprochen werden können. Durch die verteilte Struktur können Server und Clients überall in Intra- und Internet stehen. Parallele Ein- und Ausgabetechniken sollen dafür sorgen, dass die komplette Bandbreite genutzt werden kann. Um die Daten während der Übertragung vor unberechtigten Blicken zu schützen, können sie via SSL und X.509-Zertifikate abgesichert werden. Um die übertragenen Daten auf Richtigkeit zu überprüfen, setzt XtreemFS Prüfsummen ein.

Nach 15 Monaten Entwicklung steht nun XtreemFS 1.4.0 bereit. Nach Angaben der Entwickler wurden fast eintausend Änderungen in das System eingecheckt, das dank intensiver Tests nun sehr stabil sein soll. Früher beobachtete Abstürze des Clients, die durch Netzwerk-Timeouts und Probleme mit der Replikation verursacht wurden, sollen behoben sein.

Für deutlich höhere Geschwindigkeit soll die Option des asynchronen Schreibens sorgen. Die Entwickler empfehlen, sie einzuschalten, da sie Schreibvorgänge in den Hintergrund verlegt und keine ernsthaften Nachteile hat. XtreemFS 1.4 ist zudem als Ersatz für HDFS in Hadoop-Umgebungen nutzbar. Dazu wurde der Hadoop-Client mit einer neuen Java-Bibliothek libxtreemfs neu geschrieben, der auch Informationen über den Ort der Daten an Hadoop weitergeben kann.

Die bereits erwähnte Java-Bibliothek libxtreemfs ist ebenfalls eine Neuerung, die dazu benutzt werden kann, XtreemFS direkt aus Java-Programmen heraus zu nutzen. Außerdem wurde Vivaldi integriert, eine Zusammenstellung von Regeln zur optimalen Platzierung und Auswahl von Replikas. Der Windows-Client wurde neu geschrieben und liegt jetzt als Betaversion vor.

Das XtreemFS-Projekt wird im Rahmen des Contrail-Projekts, das teilweise von der Europäischen Kommission gefördert wird, des deutschen MoSGrid-Projekts und des deutschen Projekts »First We Take Berlin« entwickelt. Linux-Nutzer können neben dem Quellcode auch RPM- und DEB-Pakete von der Downloadseite des Projekts herunterladen.

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