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Mo, 26. November 2012, 08:39

Software::Büro

Migration auf OpenOffice in Leipzig fast komplett

Die Stadt Leipzig setzt erstmals auf freie Software und hat seit Beginn des Jahres bereits die meisten Arbeitsplatzrechner auf OpenOffice migriert. Nur die Anbindung der Fachverfahren an OpenOffice steht noch aus.

OpenOffice.org

Auf den Webseiten der Stadt Leipzig findet man keine Hinweise auf den Einsatz von OpenOffice, von einigen Stellenausschreibungen abgesehen. Aus diesem Grund dürfte es viele überraschen, was die Stadt München in ihren IT-Blog bekannt gibt. Demnach hat die Stadt Leipzig in diesem Jahr mit der Migration auf OpenOffice begonnen. Die freie Bürosoftware ist inzwischen auf 3900 von 4200 PC-Arbeitsplätzen installiert und dient als Standard-Officeprogramm in der Verwaltung. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit mit der Anbindung der speziellen Anwendungen der Verwaltung, der sogenannten Fachverfahren, an OpenOffice.

Vor den gleichen Problemen wie Leipzig stand zuvor schon München, das die Umstellung, verbunden mit deutlichen Ersparnissen, bereits weitgehend zum Abschluss gebracht hat und seine Erfahrungen auch regelmäßig an andere Städte weitergibt. So besuchte vor einigen Wochen eine Abordnung aus Leipzig die Münchner. Hannes Kästner, der IT-Koordinator der Stadt Leipzig, sagte laut dem Münchner IT-Blog: »Die Umstellung des Office-Paketes ist das erste große Open-Source–Projekt in der Stadtverwaltung Leipzig. Ziel ist es, die Abhängigkeit von proprietärer Software zu verringern.«

In Freiburg dagegen hat ein »ahnungsloser Gemeinderat« (Aussage der Piratenpartei) die zahlreichen Vorteile freier Software nicht verstanden und erst letzte Woche den politisch, technisch und wirtschaftlich unsinnigen Umstieg von OpenOffice zurück zu MS Office beschlossen.

Update: Eine gründliche Suche im Ratsinformationssystem liefert auch Dokumente zur Migration, insbesondere die Beschlussvorlage (PDF) zur Umstellung. Darin wird die Unabhängigkeit von einem Anbieter als strategisches Ziel formuliert. Die Kosten der Migration, die auf 350.000 Euro geschätzt werden, sollen sich binnen vier Jahren durch eingesparte Lizenzen amortisieren. Eventuelle Kosten für die Umstellung von Fachverfahren sollen weitgehend von den einzelnen Ämtern getragen werden und sind daher in dem Betrag nicht enthalten.

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