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Di, 27. November 2012, 10:04

Software::Grafik

Freier Grafiktreiber für Nvidia Tegra in Arbeit

Unter Beteiligung von Nvidia entsteht zur Zeit ein beschleunigter freier Grafiktreiber für die Tegra-Chips von Nvidia. Erste Patches wurden von Nvidia auf den einschlägigen Mailinglisten vorgestellt.

Nvidia gehört zu den Herstellern, die schon lange die Entwicklung freier Linux-Treiber für die eigene Hardware selbst erledigen. Eine Ausnahme stellen lediglich die Treiber für die Grafikprozessoren dar, wovon das Unternehmen trotz wiederholter heftiger Kritik nicht abweicht. Auch für die Tegra-Familie, die aus ARM-Prozessoren mit mehreren Kernen sowie einem GeForce-Grafikprozessor für Mobilsysteme, darunter Tablet-Rechner und Smartphones, besteht, gab es bisher keinen freien Treiber mit Hardware-Beschleunigung. Doch das soll sich nun ändern.

Im ersten Schritt haben Nvidia-Entwickler auf den Mailinglisten »linux-tegra« und später auch auf der allgemeinen Kernel-Liste Patches vorgestellt, die die Einstellung der Grafikmodi für die Tegra-Grafikkerne sowie das Hardware-beschleunigte Direct Rendering implementieren. Diese könnten in Linux 3.8 integriert werden, das offiziell in etwa drei Monaten zu erwarten ist. Schon diese Änderungen sind nicht trivial, sie fügen dem Kernel etwa 8000 Zeilen Code hinzu.

Die Beschleunigung dürfte sich allerdings auf 2D-Funktionen beschränken. Diese Funktionalität hat Nvidia auch in seinem technischen Referenzhandbuch öffentlich dokumentiert. Von einer Unterstützung der 3D-Beschleunigung oder Dokumentation dieser Funktionen ist noch nicht die Rede, auch wenn einige Entwickler sich entsprechende Hoffnungen machen.

Darauf aufbauend wollen die Entwickler von X.org mit der Entwicklung eines beschleunigten Treibers beginnen. Erste Pläne sehen vor, den Modesetting-Treiber »xf86-video-modesetting« als Ausgangspunkt zu nehmen und diesen um den von Nvidia veröffentlichten Beschleunigungs-Code zu erweitern. Der erst dieses Jahr entstandene Modesetting-Treiber ist ein minimaler Treiber, der mit jeder Hardware funktioniert, für die die Einstellung der Grafikmodi im Kernel implementiert ist. Er ist allerdings langsam, da er keinerlei Beschleunigung enthält.

Die X.org-Entwickler haben offenbar noch keine endgültige Entscheidung über das Vorgehen und den Namen des Treibers getroffen. Der Nvidia-Entwickler Aaron Plattner schlug zwischenzeitlich vor, den Code in den alten nv-Treiber zu integrieren, doch Thierry Reding, der sich die Implementierung des Tegra-Treibers vorgenommen hat, zieht derzeit die Erstellung eines neuen Moduls vor.

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