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Di, 27. November 2012, 15:43

Gemeinschaft

Weihnachts-Einkaufsführer der FSF

Die Free Software Foundation empfiehlt in ihrem Weihnachts-Einkaufsführer 2012 Alternativen zu Produkten, die die Freiheit, Privatsphäre oder Sicherheit ihrer Benutzer missachten.

Wem seine Freiheit oder die Freiheit der Beschenkten etwas wert ist, der verschenkt nach Meinung der Free Software Foundation (FSF) keine Produkte von Microsoft, Apple, Amazon und anderen Firmen, die die Freiheit, Privatsphäre oder Sicherheit ihrer Benutzer missachten. Diese Produkte enthalten üblicherweise DRM-Maßnahmen zur Einschränkung der Rechte der Benutzer, so dass Inhalte nicht weiterverarbeitet oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr genutzt werden können.

Doch für alle unfreien Geräte gibt es laut dem Einkaufsführer auch Alternativen von Herstellern, die die Freiheit höher schätzen. Wenn man auf Geschenke verzichten kann, könnte man stattdessen auch eine Spende an eine gemeinnützige Organisation wie beispielsweise die Electronic Frontier Foundation, Creative Commons, Wikimedia Foundation, Software Freedom Law Center oder die Gnome Foundation leisten.

Als Betriebssystem empfiehlt die FSF Trisquel GNU/Linux. Während MS Windows 8 proprietär ist und die Möglichkeiten, wie man seinen Rechner nutzt, einschränken will, die Privatsphäre verletzt, den Benutzer Angriffen aus dem Internet aussetzt und zu Updates auf neuere Versionen zwingt, indem neue Geräte nicht unterstützt werden, ist Trisquel das genaue Gegenteil.

3D-Drucker sind momentan der letzte Schrei. Doch der bekannte Makerbot Replicator 2 enthält proprietäre Software, die die Möglichkeiten einschränkt und Innovationen verhindert. Der Hersteller droht den Konkurrenten mit Hardware-Patenten und distanziert sich immer weiter von der freien Software-Gemeinschaft. Die freie Alternative dazu ist der Lulzbot AO-100, ein Gerät, das ausschließlich freie Software nutzt.

Statt einer Itunes-Gutscheinkarte könnte man eine FSF-Mitgliedschaft verschenken, wenn man es ablehnt, sich der Apple-Philosophie zu unterwerfen. Falls es ein Laptop zu Weihnachten sein sollte, dann keinesfalls ein Apple-Produkt, sondern beispielsweise das GNU/Linux Notebook von ThinkPenguin, das nach Angaben der FSF mit jeder Linux-Distribution läuft und keine proprietären Treiber benötigt. Die einzige Einschränkung ist das proprietäre BIOS.

E-Books schließlich sollte man lieber vom Projekt Gutenberg oder von anderen Anbietern von E-Books ohne DRM statt von Amazon beziehen. Denn die Nachteile bei Amazon sind klar: Amazon kann ohne Begründung gekaufte E-Books sperren, was bereits vorgekommen ist. Wegen des DRM gehören einem die gekauften Bücher nicht, und man kann sie weder verleihen noch auf andere Geräte übertragen.

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