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Fr, 30. November 2012, 09:37

Software::Mobilgeräte

Details zu H.264 in Firefox für Android

In der aktuellen Version 17 kann Firefox für Android den Codec h.264 für HTML5-Video nutzen. Damit trägt Mozilla der Tatsache Rechnung, dass es den Adobe-Flash-Player nicht mehr für Android gibt.

android.com

Wie schon bei der Veröffentlichung von Firefox 17 für Android erwähnt, kann der Browser unter Android 4 H.264-Videos abspielen, teilweise auch mit Hardware-Unterstützung. Die Hintergründe dieser Änderung hatte Mozilla schon im März erläutert. Um konkurrenzfähig zu sein, muss Firefox unter Android H.264 unterstützen. Denn fast alle Videos im Web sind als Flash-Dateien in diesem Format kodiert. Einige Anbieter bieten zusätzliche Formate wie WebM, doch vielen ist der Aufwand zu hoch, mehrere Formate bereitzustellen. Mozilla hat somit nach eigener Einschätzung den Kampf gegen H.264 als primäres Videoformat im Web verloren.

HTML5 ändert an dieser Situation nichts, da sich das Standardisierungsgremium auf keinen Standard-Codec für das Video-Tag einigen konnte. Folglich wird zwar von den meisten Angeboten das Video-Tag verwendet, aber mit einem eingebetteten Flash-Objekt als Ausweichlösung für alle Browser, die H.264 nicht nativ unterstützen. Firefox gehört zu den Browsern dieser Kategorie. Bis Adobe die Unterstützung des Flash-Players für Android aufgab, wurde das Flash-Player-Plugin zum Abspielen von H.264-Dateien genutzt.

Die jetzt eingebaute native H.264-Unterstützung ist nur in der Android-Version verfügbar und vermeidet es durch Nutzung der Hardware und der Systemdienste, Lizenzen für das patentbelastete H.264-Format zahlen zu müssen. Denn Lizenzen für Softwarepatente lehnt Mozilla strikt ab. Da in Mobilgeräten H.264 aber üblicherweise von der Hardware dekodiert wird, sind die H.264-Lizenzen bereits vom Hardwarehersteller bezahlt.

Firefox für Android nutzt die Android-Bibliothek »Stagefright« für den Zugriff auf die Video-Dekoder der Hardware. Dies funktioniert laut Chris Peterson auf allen Geräten ab Android 4.1 sowie auf allen Samsung-Geräten mit Android 4.0. Letztere wurden von Mozilla vorübergehend ausgeschlossen, da es noch einige Fehler zu beseitigen gibt. Ältere Android-Versionen sollen künftig auch unterstützt werden. Bei Geräten, die derzeit nicht unterstützt werden, kann man H.264 durch eine Einstellung in about:config aktivieren. Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dies unter Android-Versionen vor 4.0 wahrscheinlich zum Absturz führt. Auf Geräten, auf denen kein Hardware-Dekoder erkannt wird, wird auf einen langsameren Software-Dekoder zurückgegriffen.

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