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Thema: Stallman: Ubuntu ist Spyware

130 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Marcus am Sa, 8. Dezember 2012 um 11:26 #

Wie so oft, ist auch dieses Statement von RMS sehr provokativ, aber im Kern durchaus wahr.

Für mich stellt sich die Frage wie ich damit umgehen soll. Nach der Ankündigung der Shopping Lense und der Entscheidung die Entwicklung von Ubuntu hinter verschlossenen Türen weiterzuführen, habe ich meinen Member-Status und das Amt als LoCo-Team-Koordinator abgegeben.

Die Menschen in der Community sind aber natürlich noch die gleichen, die ich mag und deren Arbeit ich sehr schätze. Sie haben auch in Zukunft meinen vollen Support.

Wer Ubuntu mag, dem empfehle ich stark, einen der vielen Spins zu verwenden, die die genannten Einschränkungen nicht haben.

Wenn der Bedarf gross genug ist, wäre es sicher auch möglich einen Spin mit einem Freien Unity zu erstellen.

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Von juergen.hamel am Sa, 8. Dezember 2012 um 11:29 #

+ 1 von mir.

Jürgen

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Von Was am Sa, 8. Dezember 2012 um 11:33 #

Ernsthaft? Mit Unity gibt es doch einen wirksamen Schutz gegen die Benutzung von Ubuntu.

Mint ist nicht umsonst die bessere Alternative

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Von pengux am Sa, 8. Dezember 2012 um 11:33 #

pengux

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Von andixx am Sa, 8. Dezember 2012 um 11:49 #

"Sicher werde es Forks geben, die die Shopping-Linse entfernen, aber Canonical spekuliere darauf, dass die Forks nicht besonders populär werden."
Dann liegt es aber an den Usern, die es entweder so wollen oder zumindest nicht viel Wert auf Datenschutz legen. Das Modell Freie Software stellt nur sicher, dass die Produkte zu den Wünschen der Nutzer passen (unter Voraussetzungen).

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Von dertisch17 am Sa, 8. Dezember 2012 um 12:09 #

Mit seiner Einstellung zu DRM und proprietäre Software sollte er mal auf Job-Suche gehen. Ich verwende gerne Opera oder Skype und vertraue darauf, dass darin kein Code steckt, der mir schaden kann. Er vertraut darauf vielleicht nicht. Das ist jedem selber überlassen. Aber ich verlange, dass proprieteäre Software sich genauso einfach installieren lässt wie Software aus dem Repository.

Aber Stallmann hat Recht. Das Überangebot an Apps, die alle Closed Source sind und wo niemand beurteilen kann, was dahinter steckt, ist wirklich eklig. In App-Stores steckt so viel Mist. Jedes zweite Programm verlangt Rechte, wo man sich fragt, wozu die App diese benötigt. Und welche der 20 Eier-Uhren jetzt Spyware ist, sieht niemand. Und schon haben sich Millionen Anwender den Trojaner eingefangen, der in der besonders angesagten App XY schläft. Und das jetzt bei Ubuntu. Das hat mit Freier Software nichts mehr zu tun. Eine Sicherheitslücke in einer App kann das ganze System korrumpieren. Das kann der einfache Benutzer nicht durchschauen. Es bedarf also schon starker Sandboxen. Aber wer will Opera in einer Sandbox ausführen? Ich glaube nicht, dass Ubuntu ein sauberes Konzept hat, das das System vor einer Schädigung durch proprietäre Software bewahrt. Ich hoffe, Android hat dieses Konzept, bin aber auch skeptisch.

Den eigentlichen Punkt, den Stallman anspricht, die Ver-Internettung des Desktops ist mir auch suspekt. Android macht es vor. Google-Suche, Google-Kalender, Google-Mails. Funktioniert suber. Aber Android ist auch nicht frei, daher kann ich damit leben. Mit Android kaufe ich ein Google-Produkt. Aber mit Ubuntu will ich entweder ein freies Produkt kaufen, dann soll es auch frei sein oder ich kaufe ein nicht freies Produkt. Dann weiß ich was Sache ist. Und Stallman spricht genau das aus. Ubuntu ist nicht frei. Das ist Ok. Aber es soll sich nicht als frei betiteln und soll nicht auf unseren Wohlwollen hoffen. Ubuntu darf gerne auf Debian aufsetzen, denn Debian ist ja frei.

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Von Anonymous am Sa, 8. Dezember 2012 um 14:07 #

Das kann man im größeren Zusammenhang sehen:


Ubuntu will auf die Tablets und Smartphones, und da hat der Endkunde nichts zu melden, sondern die großen Internet-Provider bestimmen faktisch, was beim Endkunden auf dem Gerät läuft.

Und die Internet-Provider möchten nicht mehr reine bit-Spediteure bleiben, weil sich damit nicht genug Geld verdienen läßt, sondern möchten auch Content-Provider werden und daher ihre Endkunden in einen "App-Zoo" einsperren.

Darum wollen die auch das Internet zu ihren Gunsten umbauen. Ist hier recht gut beschrieben:
http://www.heise.de/ct/artikel/Netz-Kontrolleure-1758455.html


Im Moment kämpfen die USA für die großen US-Content-Provider (wie z.B. Google) und machen sich für Netzneutralität stark, während viele kleine Länder von dem Kuchen etwas für ihre nationalen bit-Spediteure abzweigen wollen.

Dass die USA für Netzneutralität eintreten, hat selbstverständlich nichts mit Freiheit und Demokratie zu tun, sondern mit einem Geschäftsmodell, das (im Moment) die großen US- Contentprovider begünstigt.

Wie immer, geht es um Geld, sonst nichts, und der kleine Kunde ist nur Spielball.

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Von dirk am Sa, 8. Dezember 2012 um 14:52 #

Was Canonical da über die Jahre hinweg aufgebaut hat, ist schon beeindruckend, damals, als „nur eine weitere, auf Debian basierende, Distribution“ abgestempelt, hat sich Ubuntu nicht nur immer mehr von Debian entfernt – sondern auch von seinem Nischendasein.

Für viele war und ist Ubuntu nach wie vor der Einstieg in die Linuxwelt, sei es deshalb, weil „Windows einfach doof ist“, und man die vielen Nervigkeiten loswerden will, oder weil sich jemand bewusst für Ubuntu entscheidet, weil er „mit Linux anfangen“ möchte. Es gibt wahrlich viele Beweggründe.

… und nun kommt der neueste Bock, den sie geschossen haben, Canonical fängt an, kommerzielle Programme als Opt-out fest im System zu verdrahten.

Alles, was Canonical sich mit Ubuntu bisher aufgebaut hat, machen sie anscheinen nun Schrittweise aus kommerziellen Gründen kaputt.

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Von blob am Sa, 8. Dezember 2012 um 14:53 #

Canonical plant die Spyware sogar noch auszubauen.

Und der Canonical Community-Manager schreibt, dass sie wie Apple sein wollen und Appleartigkeit mehr schätzen als Freiheit und Privatsphäre.

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Von Max Maier am Sa, 8. Dezember 2012 um 15:23 #

Moin,
ich habe das Gefühl, dass Ubuntu lieber Mac OS sein will und dafür ganz viele Kunden (Nutzer, Anwender oder wie man das auch immer nennen mag) benötigt, dafür verschenken sie ein kostenloses Betriebssystem, machen dieses einfach und hübsch und fangen so Kunden.
Diese zahlen dann durch Nutzung der ausgewählten Onlineshops und durch Preisgabe ihrer Daten.

Da ich Unity nicht überzeugend finde und das Unternehmenskonzept von Ubuntu nicht möchte, deshalb habe ich seit Herbst nach Jahren wieder Open Suse mit Gnome eingespielt und ein schönes, funktionierendes und vor allem freies System. Und da entscheide ich alleine, welche unfreie Software ich verwende.
Außerdem ist Gnome 3.4 für mich wieder ergonomisch genug, bzw. gut genug anpassbar, hinzu ein einfaches Dock und alles ist gut.
Ubuntu sieht mich nicht wieder.

VG Max

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Von GNU-Linux am Sa, 8. Dezember 2012 um 16:20 #

er mal wieder vollständig recht mit dem was er sagt.

Unterstützen sollten wir das Ganze, indem wir auch in den ubuntuforen aktiv gegen solche Unfunktionen schreiben.

FullAck +1 ... :up:

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Von Forks sind kein Allheilmittel am Sa, 8. Dezember 2012 um 16:55 #

Freie Software verhindert laut Stallman solche Probleme schon im Ansatz. Denn wenn ein Autor solche Eigenschaften in sein Programm einbaut und sie nicht zurücknehmen will, kann ohne weiteres ein Fork entstehen.

Und wie technisch scheiße so ein Fork von freier Software ist und wie schlecht das funktioniert, sehen wir an dem Fork von cdrecord, also an dem Fork Namens cdrkit.

Dieses Gelumpe von Kopie wird nur schlecht weitersupported und der Support beschränkt sich auf grobe Fehler, neue Features wie z.B. die Möglichkeit BluRays zu brennen werden nicht eingebaut und mit so manchem neuen Brenner gibt es auch nur Probleme. Die Entwicklung des Forks liegt still und der Fork selbst erfüllt bestenfalls eine Alibifunktion, dass ein Fork per se gut weiterentwickelt wird, darauf kann man nicht bauen.


Das Original cdrecord ist jedenfalls von deutlich höherer Qualität, dieses unterstützt neue Brenner und kann auch BluRays brennen, der Dank gebührt Jörg Schilling.
Und das Debian Projekt hat es hier maßgeblich vergeigt.

Ich bin froh, das wenigstens Slackware weiterhin auf das technisch bessere cdrecord setzt,
denn es erspart mir jede Menge Ärger, die ich mit cdrkit schon hatte.


PS:
Mir ist klar, dass es bei cdrecord nicht um DRM Fragen, sondern um eine Lizenzfrage ging, aber ich wollte nur mal klarstellen, das die obige Kernaussage, das man mit Forks alle Probleme aus der Welt schaffen könnte und diese genauso gut seien, nicht stimmt und man das so nicht stehen lassen kann.

Die Fakten sprechen für sich, das Original cdrecord ist technisch und funktionell besser als der Fork cdrkit.

Es kann also von freier Software jederzeit ein Fork entstehen, aber dies bedeutet nicht, dass der Fork dann technisch genauso gut und brauchbar ist, wie das Original.


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Von Lausemaus am Sa, 8. Dezember 2012 um 17:15 #

Ich finde das im Moment noch nicht so tragisch. Solange die Onlinesuche abschaltbar ist ist das doch alles kein Problem. Schöner wäre natürlich wenn auf diese Funktion der Amazonsuche wärend der Installation ausdrücklich hingewiesen würde und erklärt werden würde welche Daten versendet wann werden. Auch sollte der Dialog nachträglich aufrufbar sein. Auf mobilen Systemen sollte darauf hingewiesen werden, dass damit möglicherweise kostenpflichtige Volumengebüren beim Internetprovider entstehen könnten.

Es wäre mir eigentlich auch recht wenn die Homelens abschaltbar wäre, ich nutze eigentlich nur die entsprechenden Unterkategorien "Anwendungen", "Dateien" usw.

Naja, aber Ubuntu als "unfrei" zu bezeichnen, typisch RMS. Aber Debian ist ja laut seinen Kriterien auch nicht frei....aber wenn nicht Debian wer dann?

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Von blubber am Sa, 8. Dezember 2012 um 17:38 #

> aber Canonical spekuliere darauf, dass die Forks nicht besonders populär werden.

Haha, aber voll geschnitten. Linux Mint ist inzwischen beliebter und macht den Gnome 3-Mist nicht mit.

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Von 4klix am So, 9. Dezember 2012 um 06:03 #

Eine kleine Anekdote zum Geschäftsgebaren von Canonical.

Ich hatte für meine Firma bei Canonical angefragt ob wir am Partner Programm teilnehmen könnten damit wir ggfs. Support für die Ubuntu Server Versionen leisten können.

Die Antwort kam nach 3 Tagen und lautete.

1. Wir sind nicht Qualifiziert
2. Wir können gerne in den Ubuntu Support Foren kostenlose Unterstützung leisten

zu 1. Zu diesem Zeitpunkt waren wir RedHat, Novell, IBM ... Enterprise Partner. Für diese Firmen waren wir wohl Qualifiziert genug :-D

zu 2. Warum sollten wir als Unternehmen kostenlosen Support für Firmen leisten?

Der rest dieser Mail bestand dann noch aus einer nicht zu übersehenden Arroganz gepaart mit einer großen Portion Überheblichkeit und gewürzt mit unterschwelligen Beleidigungen.

Nachdem wir in unserer Abteilung alle herzhaft über die Mail gelacht hatten druckte ich sie aus, packte sie in einen Rahmen und seitdem hängt sie in meinem Büro.

Von weiteren Kontakten mit dieser sonderbaren Firma haben wir dann doch abgesehen und lieber RedHat und Suse Lizenzen und Dienstleistungen verkauft.

PS: Was ich im übrigen sehr lustig finde ... wir schreiben seit sehr langer Zeit schwarze Zahlen, Canonical schrieb noch nie schwarze Zahlen.
Wir sind freundlich im Umgang mit unseren Kunden auf die wir angewiesen sind.
Canonical muss offensichtlich zu seinen Potentiellen Kunden und Partnern nicht freundlich sein.

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Von Tuxcad am So, 9. Dezember 2012 um 22:23 #

hat ja prinzipiell Recht. Doch so richtig versteh ich den ganzen Hype um eine Funktion, die sich sowohl abschalten als auch deinstallieren lässt, nicht!
Wir verwenden hier ubuntu 10.04 und 12.04 LTS - da gibts diesen Unsinn nicht. Unity erfreut sich übrigens bei unseren Anwendern steigender Beliebtheit und funktioniert mittlerweile auch stabil und sehr flink, halbwegs aktuelle Hardware vorausgesetzt.

Aus meiner Sicht will sich Canonical vor allem für "die großen Player" wie eben Amazon interessant machen und spekuliert auf gemeinsame Geschäfte zur Erzeugung von Umsatz, nicht mehr aber eben auch nicht weniger. Und mit Amazon oder z.B. Google kommt man nur ins Geschäft, wenn man etwas über seine Kundschaft weiß.....
sollte es diese Funktion noch in 14.04 oder 16.04 geben, wird sie bei mir jedenfalls sofort deinstalliert. Bis dahin hupt mich das alles nicht an.

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Von Ein Klick zum Deaktivieren am Mo, 10. Dezember 2012 um 08:16 #

Also mit einem einzigen Klick gut auffindbar in den Systemsettings kann die Suche abgeschaltet werden. Wem das nicht ausreicht kann die Lenses aus sehr einfach deinstallieren. Wo ist das Problem?

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Von Johnny am Mo, 10. Dezember 2012 um 12:01 #

auch, wenn es ein wenig unbequem ist.

Konsequenz ist wichtig und unverzichtbar. Sonst ist es schneller vorbei als es angefangen hat.

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Von Egal am Di, 11. Dezember 2012 um 09:13 #

Schade, dass wir es nicht schaffen, eine populärere Distribution zu schaffen. Und ich wüßte auch keine Lösung dafür.

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Von max4253345 am Fr, 4. Januar 2013 um 10:23 #

ubuntu? was ist das? verwendet doch kaum noch jemand die offizielle ubuntu distro. seit langem #1 auf distrowatch: der fork linux mint. keine shoppinglinse ;-)

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