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Mi, 12. Dezember 2012, 08:08

Software::Distributionen::Mandriva

OpenMandriva formiert sich

Nachdem die Verantwortlichen Ende des vergangenen Monats die Gründung eines unabhängigen Vereins unter dem Namen »OpenMandriva« initiiert hatten, stellt das Team nun die Weichen für eine Migration des Projektes auf die eigene Plattform.

Mandriva

Bereits Mitte des Jahres hatten die Verantwortlichen bei Mandriva eine Strategieänderung angekündigt und versprachen, die Distribution künftig als ein Gemeinschaftsprojekt fortzuführen, das die Kontrolle über Mandriva übernimmt und die weitere Entwicklung der Distribution leitet. Mandriva selbst wollte sich aus den Entscheidungen, die die Entwicklung angehen, heraushalten, allerdings auch Mitglied der neuen Organisation sein und Beiträge zur Distribution leisten. Nun scheint es bald so weit zu sein.

Wie einem Beitrag von Charles-H. Schulz entnommen werden kann, nimmt der neue Verein allmählich Formen an. Bereits Ende Oktober seien entsprechende Unterlagen an die Behörden übermittelt worden, die nun OpenMandriva den Status einer gemeinnützigen Organisation verleihen sollen. Zugleich starten die Verantwortlichen ihre Vorbereitungen für die Überführung des Projektes an die Gemeinschaft.

Dazu plant das Team, sowohl die Entwicklung als auch die komplette Infrastruktur der Mandriva-Gemeinschaftsseite an die Gemeinschaft zu übergeben. In Kürze sollen dazu die alten Mandriva-Foren geschlossen und alle Beiträge archiviert werden. Zeitgleich planen die Verantwortlichen, ein neues Forum, ein Wiki und einen Bugzilla-Bugtracker einzurichten, die künftig für die Entwicklung der freien Distribution genutzt werden sollen. Die Entwicklungsumgebung wird auf ein neues System umgezogen und auf die ROSA Automated Build Farm (ABF) sowie Git aufsetzen.

Laut Schulz ist die Transformation des Projektes zu 80 Prozent abgeschlossen. Er erkenne aber an, dass OpenMandriva als ein neues Projekt sich erst beweisen müsse, ob die Distribution das Zeug habe, die gestellten Erwartungen zu erfüllen. Die Erwartungen sind eine innovative, anwenderfreundliche Linux-Distribution, die von einer vitalen Gemeinschaft getragen wird. Einer Gemeinschaft, die in der Vergangenheit allerdings von den Eigentümern nicht unbedingt umworben wurde. Einer Gemeinschaft, die sich abspaltete und ein eigenes Produkt, Mageia, herausbrachte. Doch Schulz sehe gerade in der Abspaltung den Beweis dafür, dass die Konzepte hinter Mandriva gut waren und sie weiterhin funktionieren können – mit Magaia als Freund und nicht als Feind. Nun erreicht auch Mandriva einen Punkt, an dem die Nutzer die Geschicke der Distribution führen und nicht mehr ein Unternehmen, so Schulz.

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