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Thema: Ubuntu-Strategie: Von Smartphone und Tablet auf den Desktop

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Von StarMatz am Mi, 12. Dezember 2012 um 19:12 #

> Und was Unity angeht: es funktioniert einfach schlecht, es ist nicht gut durchdacht, es ist nicht elegant und vor allem: es ist wie MacOSX. Dafür gebaut, auf den ersten Blick hip und schick auszusehen und solange gut zu gehen, wie der Nutzer alles so macht, wie es die Designer vorsehen.

Also Du nutzt scheinbar ein anderes Unity als ich, ich finde es gut durchdacht und es funktioniert einfach Super! Vielleicht hat Dein Rechner einfach nur ein Hardwareproblem?
Ich nutze Ubuntu 12.04.1 LTS.

Also die Shopping Lens mag ja so manchen abschrecken, aber dann dürftest du auch nicht auf diese Seite gehen, denn Pro Linux verdient auch Geld mit der Werbung. Firefox verdient Geld. Ubuntu verdient Geld. Irgendwo muss ja das Geld herkommen, denn du hast ja bisher nichts bezahlt, oder? Und da Ubuntu und Amazon mit der Elastic Cloud eh zusammenarbeiten....

Die Onlinesuche findet ja nur in der Dash-Startseite statt, wenn ich nach Dateien suche nehme ich die entsprechende Linse, gleiches bei den Anwendungen usw.
Man braucht ja nur die rechte Maustaste benutzen oben links...

Ich finde immer lustig, es wird gemeckert, dass Linux sich auf dem Desktop nicht durchsetzt, es wird argumentiert es fehlen Spiele für Linux. Nun ermöglicht Ubuntu es über das Softwarecenter Software zu kaufen und über eine zentrale Stelle upzudaten, um nicht Software von irgendwelchen dubiosen Quellen herunterladen zu müssen. Dann ist es plötzlich wieder schlecht, au weia! Linux könnte ja populär werden und dann bin ich ja nicht mehr "Elitär", kein Linux-Nerd mehr....

Das das System frei ist, sieht man ja daran, dass es auch möglich ist Mint zu bauen oder die Onlinesuche abzuschalten. (Davon mal abgesehen, dass die meisten sowieso Online gehen und digitale Fingerabdrücke hinterlassen)

Ich denke in den Köpfen steckt noch jede Menge unerfüllbarer Idealismus der mit der Realität da draussen nichts zu tun hat.

  • 2
    Von zettberlin am Mi, 12. Dezember 2012 um 20:54 #

    >Also die Shopping Lens mag ja so manchen abschrecken, aber dann dürftest du auch nicht auf diese Seite gehen, denn Pro Linux verdient auch Geld mit der Werbung.

    Völliger, gedankenloser Unsinn. Der Besuch auf dieser Seite ist meine Entscheidung, wenn ich will, kann ich den Webbrowser so benutzen, dass ich praktisch nie Werbung zu sehen bekomme.

    Wenn ich eine Webseite besuche, die zu viel Werbung schaltet, kann ich einfach die Seite nicht mehr besuchen. Der Browser selbst zeigt mir gar keine Werbung. Aber mit der shopping-lens zeigt Unity von sich aus Werbung.

    Ich kann die Suche in Unity nicht mehr benutzen, ohne Werbung sehen zu müssen... Und da die Suchfunktion in Unity viel wichtiger ist, als zum Beispiel in KDE oder XFCE, wird damit auch die Werbung sehr viel aufdringlicher.

    > Irgendwo muss ja das Geld herkommen, denn du hast ja bisher nichts bezahlt, oder?

    In den 12 Jahren, die ich Linux inzwischen exklusiv benutze, habe ich sicher mehr Geld für freie Softwareentwickler ausgegeben als ich in der gleichen Zeit für Windowslizenzen bezahlt hätte.

    Wie ist es mit Dir?


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    Von D.G. am Do, 13. Dezember 2012 um 08:15 #

    Also Du nutzt scheinbar ein anderes Unity als ich, ich finde es gut durchdacht und es funktioniert einfach Super! Vielleicht hat Dein Rechner einfach nur ein Hardwareproblem?
    Ich nutze Ubuntu 12.04.1 LTS.

    Ist das Phase 2: Wut? Sieht so aus. Was dafür spricht: das Insistieren, dass der Kollege ein Hardwareproblem hat, obwohl Du rein gar nichts über seine(n) Rechner weißt.

    Mein Notebook (Intel-Grafik) ist zwei Jahre alt und Unity kriecht wie eine Schnecke. Sowohl die Version in 12.04 als auch die in 12.10. Liegt das an meiner Hardware? Kaum anzunehmen, da z.B. KDE/Kubuntu mit allen Effekten sehr gut läuft.

    Also die Shopping Lens mag ja so manchen abschrecken, aber dann dürftest du auch nicht auf diese Seite gehen, denn Pro Linux verdient auch Geld mit der Werbung. Firefox verdient Geld. Ubuntu verdient Geld. Irgendwo muss ja das Geld herkommen, denn du hast ja bisher nichts bezahlt, oder? Und da Ubuntu und Amazon mit der Elastic Cloud eh zusammenarbeiten....

    Eindeutig Phase 2: Wut. "Irgendwo muss ja das Geld herkommen ...". Das blödste Sprüchlein der Welt. Samt Äpfel-und-Birnen-Vergleichen. Ob Pro Linux mit Werbung Geld verdient, ob Firefox von Google gesponsert wird -- ist uninteressant! Denn Pro Linux zwingt mich nicht, keinen Werbeblocker zu benutzen, genau wie Mozilla mich bei Firefox nicht zwingt, Google zu benutzen. Bei Ubuntu/Unity war es aber nun mal von Anfang an vorgesehen, dem Benutzer nicht einzuräumen, sich von der Werbung im Dash zu befreien. Das kam erst nach Protesten. Und auch jetzt ist die Werbescheiße noch immer Opt-In, weshalb -- wie Stallman richtig erkannt hat -- viele unbedarfte Benutzer das Zeug trotzdem aktiviert lassen werden, weil sie gar nicht wissen, dass es da ist. So funktioniert bekanntlich Werbung im Netz: von 1000 Leuten hoffst Du, dass eine Person sich locken lässt. Also braucht man eine möglichst große Masse. Ergo: Opt-Out statt Opt-In.

    Die Onlinesuche findet ja nur in der Dash-Startseite statt, wenn ich nach Dateien suche nehme ich die entsprechende Linse, gleiches bei den Anwendungen usw.
    Man braucht ja nur die rechte Maustaste benutzen oben links...

    Das Apologetentum lebt ein sehr lebendiges Leben in Dir. Das ist ein Klick zuviel. Per Standardeinstellung hat das Dash gar nichts online zu suchen, außer ich, der Benutzer, der Herr und Gott seines Computers, befehle es.

    Ich finde immer lustig, es wird gemeckert, dass Linux sich auf dem Desktop nicht durchsetzt, es wird argumentiert es fehlen Spiele für Linux. Nun ermöglicht Ubuntu es über das Softwarecenter Software zu kaufen und über eine zentrale Stelle upzudaten, um nicht Software von irgendwelchen dubiosen Quellen herunterladen zu müssen. Dann ist es plötzlich wieder schlecht, au weia! Linux könnte ja populär werden und dann bin ich ja nicht mehr "Elitär", kein Linux-Nerd mehr....

    Äpfel und Birnen, Teil 2. Erstens: wer argumentiert so? Wahrscheinlich die Leute, die einfach ein "besseres" Windows haben wollen, denen aber der ureigentliche Zweck freier Software ein Mysterium ist. Zweitens: es geht nicht darum, Linux unpopulär zu halten, sondern darum, dass es zwingend notwendig ist, für eine irgendwie geartete Popularität von Linux Grenzen zu verwischen und zu verschieben. Zwischen frei und nicht-frei, zwischen privat und zwangs-öffentlich. Wir wissen von Facebook & Co., dass Benutzer im Kollektiv dumme Sachen tun. Und gerade deshalb ist es wichtig, unabhängig von individueller Verantwortung, Standardeinstellungen -- gerade im Bereich freier Software -- positiv konservativ zu setzen. Wenn z.B. ein Benutzer bei Ubuntu die Anzeige proprietärer Kaufsoftware im Software-Center erst explizit aktivieren müsste, dann übernähme er damit eine individuelle Verantwortung, und alles wäre in Ordnung.

    Stallman hat schon völlig recht: der Wert freier Software wird grundsätzlich im Vertrauen gemessen, dass freier Software entgegengebracht wird. Und kommerzielle Interessen kollidieren damit fast unweigerlich.

    Ich denke in den Köpfen steckt noch jede Menge unerfüllbarer Idealismus der mit der Realität da draussen nichts zu tun hat.

    Ja? Dann dürfte es freie Software gar nicht geben. Nur weil Idealismus oft mit der "Realität" (die von Menschen gemacht ist!) nichts zu tun hat, sollte man nicht Ideale verfolgen, die auf das Gemeinwohl abzielen? Verquere Ansicht.

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