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Fr, 14. Dezember 2012, 14:04

Software::Entwicklung

Programmiersprache REBOL 3 unter freier Lizenz verfügbar

Der Erfinder der Programmiersprache REBOL Carl Sassenrath hat die aktuelle Version seiner seit 1998 entwickelten Programmiersprache unter eine freie Lizenz gestellt und sucht auf diesem Wege noch Mitstreiter für eine Fortführung der Entwicklung.

rebol.com

Sassenrath entschied sich allerdings gegen die GPLv2 und für die Apache 2-Lizenz. Laut der Mitteilung auf der Produkt-Webseite stehen die REBOL-Quellen, nebst weiterer Informationen zum Übersetzen für verschiedene Ziel-Plattformen, ab sofort auf Github zur Verfügung. REBOL belegt allerdings im Github-internen Programmiersprachen-Ranking nur Platz 69.

Der Schritt war von Sassenrath mehrfach angekündigt worden, zuletzt im September 2012. Dass Sassenrath zudem im November der Gemeinschaft noch einmal zugesichert hat, sich mindestens einmal wöchentlich um die Weiterentwicklung zu kümmern, lässt erahnen, welche Motivation dem Schritt zugrunde liegt, nämlich einem langsamen Sterben der Sprache vorzubeugen. So wünscht sich Sassenrath durch die Integration interessierter Mitstreitern, gemeinsam den Überblick über die aktuellen Aktivitäten zu behalten.

Wie sich den verschiedenen Ankündigungen und Blog-Einträgen entnehmen lässt, hat Sassenrath offenbar erkannt, dass sich der Markt für Programmiersprachen in den letzten Jahren grundlegend gewandelt hat. Die Freigabe der Quellen soll »Open Source REBOL« jetzt neuen Schub verleihen. Darüber hinaus schlägt Sassenrath eine REBOL Developers Conference im kommenden Jahr vor.

Dass Sassenrath ursprünglich andere Ziele hatte, zeigt sich daran, dass der zuletzt bei Amiga Computer beschäftigte und mit dem Entwurf eines neuen Betriebssystems beauftragte Systemarchitekt und Programmierer die Sprache über die Jahre mit seiner eigenen Firma REBOL Technologies selbst vermarktet hat. Sassenrath hatte seine Relative Expression Based Object Language (REBOL) 1998 mit dem Ziel initiiert, eine leistungsfähige Software klein und einfach zu gestalten. REBOL arbeitet mit so genannte Dialekten. Dabei handelt es sich um Subsprachen, mit deren Hilfe sich verschiedene Aufgaben wie Datenbankzugriffe und das Gestalten von grafischen Oberflächen spezifisch und möglichst optimal bewältigen lassen sollen. REBOL soll sich auch zur Repräsentation von Daten und Meta-Daten verwenden lassen.

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