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Fr, 28. Dezember 2012, 10:21

Gesellschaft::Bildung

Griechenland vor Millionenausgaben für Schulsoftware gewarnt

Befürworter freier Software warnen die griechiche Regierung davor, mehrere Millionen Euro für proprietäre Softwarelizenzen für Schulen auszugeben. Sie fordern das Bildungsministerium auf, die bereits angelaufene Besorgung zu stoppen.

Laut dem Open-Source-Portal Joinup hat Griechenlands Bildungsministerium im November eine Ausschreibung beantragt, um 26.400 Laptops, 1.760 Server und 1.760 WLAN-Router anzuschaffen. Das Investitionsvolumen beträgt 15 Millionen Euro, die teilweise aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung kommen.

Auf den Laptops und Servern sollen entweder Linux oder ein weit verbreitetes proprietäres Betriebssystem installiert sein. Die griechische Linux User Group (Greeklug) und die von 25 Universitäten und Forschungseinrichtungen gegründete Open-Source-Fürsprecher-Organisation Eel/lak kritisieren, dass die technischen Anforderungen proprietäre Lösungen bevorzugen. »Die Spezifikation ist eine Kopie der E-Mail- und Bürosoftware des proprietären Herstellers«, so die beiden Gruppen.

Greeklug und Eel/lak haben unabhängig voneinander Briefe an das Bildungsministerium geschickt, in denen sie gegen die Favorisierung protestieren und alternative Vorschläge präsentieren. »Das Ministerium muss eine Herstellerbindung unserer Schulen vermeiden«, so Kostas Mousafiris, der stellvertretende Vorsitzende der Greelug. »Wir möchten zudem, dass sich das Ministerium an europäische Beschaffungsregeln hält.« Die Eel/lak schlägt vor, auf bereits bestehenden Open-Source-Projekten für Schulen wie dem griechischen Schulportal und von der Organisation gestarteten Bildungsprojekten aufzubauen.

Beide Gruppen haben sich auch an die Europäische Kommission gewandt und hoffen, dass die Kommissarin für die Digitale Agenda (Neelie Kroes) und der Kommissar für Regionalpolitik (Johannes Hahn) Druck auf das Ministerium ausüben, um die Ausschreibungsanfrage zu ändern. »Um Open Source eine faire Chance zu geben, müssen die technischen Spezifikationen verbessert werden«, so beide Gruppen. »Wir erwarten nicht, dass das Ministerium unsere Briefe beantwortet. Darum haben wir die Europäische Kommission kontaktiert. Wir wollen wenigstens eine Due-Diligence-Bewertung dieser Ausschreibung«, erläutert Mousafiris diesen Schritt.

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