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So, 13. Januar 2013, 13:16

Software::Grafik

Kann Open Source StageStack retten?

Die Firma Quasado erwägt, ihr in Entwicklung befindliches Vektorgrafikprogramm StageStack zu freier Software zu machen, nachdem alle Versuche, Geld für die Weiterentwicklung zu erhalten, gescheitert sind.

LibreGraphicsWorld beleuchtet in einem Artikel den Hintergrund dieser Entwicklung. StageStack sollte eine Alternative zu FreeHand werden, einem bekannten Vektorgrafikprogramm, das 2005 von Adobe aufgekauft und postwendend eingestampft wurde, um die Benutzer zu dem eigenen Produkt Illustrator zu treiben. In der proprietären Softwarewelt eine nicht ungewöhnliche Entwicklung.

Eine Gruppe von FreeHand-Benutzern gründete die Organisation »Free FreeHand«, um Adobe zur Wiederbelebung der Produkts zu bewegen. Nachdem die Bemühungen nicht fruchteten, verklagte die Gruppe Adobe wegen Kartellvergehen, unterlag jedoch in dem Verfahren. In der Zwischenzeit hatte die Nürnberger Firma Quasado die Entwicklung von StageStack begonnen, das eine Alternative zu FreeHand werden und auch das FreeHand-Dateiformat beherrschen sollte.

Doch auch StageStack war nicht offen, und das dürfte auch der Grund gewesen sein, warum zwei Versuche des Unternehmens, Geld für die Weiterentwicklung durch die Gemeinschaft aufzutreiben, erfolglos blieben. Anders als verschiedene andere Projekte auf Kickstarter und ähnlichen Seiten blieb Quasado weit unter den gesteckten Zielen. Daher kam die Entwicklung ins Stocken. Zumindest die Grundfunktionen sind aber bereits vorhanden, wie das nachfolgende Video zeigt.

Nun sieht Quasado keine Möglichkeit mehr, die Entwicklung weiter zu finanzieren. Das Projekt sei mindestens neun Monate von einer Veröffentlichung entfernt, wenn die bisherigen drei Entwickler weiter bezahlt werden könnten. Dazu seien mindestens weitere 90.000 Euro nötig. Da diese offensichtlich nicht finanzierbar sind, erwägt das Unternehmen nun, die bisherige Entwicklung freizugeben und die bisherigen Investitionen von 6,5 Personenjahren und 240.000 Euro abzuschreiben. Das Unternehmen zeigt sich über das bisherige Interesse an StageStack enttäuscht, sowohl was die Finanzierung als auch was das Feedback betrifft.

Die Freigabe geschähe in der Hoffnung, dass die Gemeinschaft das Produkt weiterentwickelt. Einfach dürfte das jedoch nicht sein, und für einige Punkte wäre Expertenwissen für das PDF-Format, Farbräume usw. nötig. Auf der Habenseite für StageStack steht, dass es plattformübergreifend, insbesondere auch für Linux, entwickelt wird. Eine weitere freie Alternative zu Inkscape könnte jedenfalls nicht schaden und die Projekte könnten sich gegenseitig Inspirationen geben.

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