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Mo, 21. Januar 2013, 14:18

Software::Entwicklung

Vert.x-Projekt erwägt Wechsel zur Eclipse Foundation

Der führende Vert.x-Entwickler Tim Fox hat im Zuge der aktuellen Diskussion um die Zukunft des auf der JVM basierenden asynchronen, ereignisgesteuerten Frameworks Vert.x jetzt der Gemeinschaft vorgeschlagen, sich die Eclipse Foundation als neue Heimat näher anzusehen.

eclipse.org

Die Diskussion um die die Zukunft des Vert.x-Projekts war Anfang des Jahres aufgekommen, nachdem Tim Fox seinen alten Arbeitgeber VMware, bei dem Vert.x bisher beheimatet war, verlassen und eine neue Stelle bei Red Hat angetreten hatte. Da das Projekt bis dato von VMware unterstützt worden war, hatte VMware Fox aufgefordert, die Kontrolle über die Vert.x-Domain, die Diskussionsgruppen und den Bugtracker abzugeben und damit quasi die Projektleitung. Der Umstand überraschte nicht nur Fox, sondern sorgte auch für Aufregung in der Gemeinschaft, in der unmittelbar eine Diskussion um die Zukunft des Projektes aufflammte.

Inzwischen haben sich die Wogen aber insofern geglättet, das VMware und Red Hat in einer gemeinsamen Stellungnahme in der Google+-Gruppe des Projekt bekräftigt haben, dass ein beiderseitiges Interesse am Fortbestand des Projekts besteht und dass Fox leitender Entwickler des Projektes bleiben müsse. Letzter Stand der Diskussion war, dass beide Firmen erwägen, Vert.x einer Open-Souce-Stiftung zu übergeben.

Nachdem sich die Apache Foundation durch einen Kommentar ihres Präsidenten Jim Jagielski zur Stellungnahme von VMware und RedHat auf Google+ selbst als potenziellen Kandidaten ins Gespräch gebracht hatte, regt Fox jetzt seinerseits an, auch die Eclipse Foundation in Betracht zu ziehen, weil die aus seiner Sicht »etwas geschäftsfreundlicher« erscheine als die Apache Software Foundation. Mike Millinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation, hat Fox' Einschätzung begrüßt. Eine begleitende Abstimmung in der Vert.x-Gemeinschaft tendiert derzeit bei Ausbleiben ernsthafter Einwände zur Eclipse-Stiftung.

Auch Mark Little, bei Red Hat für die technische und strategische Ausrichtung der JBoss-Produkte verantwortlich, begrüßt offenbar Fox' Empfehlung. VMware hat sich bei Anhalten der Diskussion bisher noch nicht geäußert. Da Vert.x jedoch momentan unter der Apache-Lizenz steht und die Gemeinschaft einem Wechsel auf die Eclipse Public Licence womöglich nicht zustimmen würde, müsste die Eclipse Foundation wohl einige Ausnahmen für das Vert.x-Projekt zulassen, insbesondere im Hinblick auf die Lizenz. Problematisch wäre auch, dass VMware dann seine Markenrechte an die Eclipse Foundation abtreten müsste.

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