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Di, 22. Januar 2013, 13:59

Software::Büro

Symphony verschmilzt mit OpenOffice

OpenOffice, seit Mitte 2011 ein Apache-Projekt, integriert das von IBM entwickelte Lotus Symphony schrittweise. Erste Ergebnisse sollen bis zur Jahresmitte in OpenOffice 4.0 zu sehen sein.

OpenOffice.org

IBM hatte Lotus Symphony auf der Basis von OpenOffice.org als kommerzielles Produkt entwickelt. Im Mai 2012 entschied sich IBM, den Code von Symphony, der zahlreiche Änderungen und Verbesserungen gegenüber OpenOffice aufweist, an die Apache Software Foundation zu übergeben, kurz nachdem Oracle den Quellcode von OpenOffice.org an Apache übergeben hatte. Seit dieser Zeit ruhte der Quellcode im Repositorium von Apache OpenOffice, und augenscheinlich tat sich wenig. Tatsächlich war das Projekt in erster Linie damit beschäftigt, Apache OpenOffice in Gang zu bekommen und Version 3.4 herauszubringen. Doch parallel dazu und insbesondere nach Version 3.4 wurde auch am Symphony-Code gearbeitet.

Prinzipiell hatte das Projekt zwei Optionen, mit dem Symphony-Code zu verfahren. Man hätte die Codebasis von OpenOffice auf Symphony umstellen und anschließend die Verbesserungen aus OpenOffice 3.4 einpflegen können. Das hätte aber zunächst einmal eine umfassende Durchsicht des Symphony-Codes erfordert und sehr lange gedauert. Es wäre letztlich noch einmal die gleiche Arbeit gewesen, die mit der Anpassung des OpenOffice-Codes an die Apache-Anforderungen angefallen ist. Es hätte die Veröffentlichung neuer Versonen stark verzögert.

Daher entschied sich das Projekt dafür, schrittweise Änderungen und neue Funktionen aus Symphony in OpenOffice einzubringen. Die Konsequenz dieser Vorgehensweise ist, dass es länger dauert, bis die Arbeit vollständig erledigt ist. Auch sind die IBM-Entwickler stärker gefordert, da sie den Symphony-Code am besten kennen. Der Vorteil ist, dass es keine radikalen Änderungen im Code gibt.

Diese Verschmelzung ist laut dem Apache-Blog seit letztem Sommer im Gange. Die Entwickler konzentrierten sich in hohem Maße auf Korrekturen. Dazu wandten sie ein effizientes Verfahren an. Sie schauten sich die IBM-Fehlerberichte zu Symphony an, die als behoben markiert waren. Dann testeten sie, ob OpenOffice die gleichen Fehler aufwies, und brachten wo möglich die Korrektur aus Symphony ein. Neue Funktionen werden ebenfalls allmählich aufgegriffen. So verfügt Symphony über eine Aufgabenleiste, die allerdings erst nach einigen Anpassungen in OpenOffice erscheinen wird. Eine umfangreiche Sammlung von Clipart und Themes wird ebenfalls übernommen, daneben auch eine Programmierschnittstelle, IAccesible2, für Barrierefreiheit.

Diese und weitere Änderungen werden in OpenOffice 4.0 erscheinen. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, laut dem Blog sollte es aber noch in der ersten Jahreshälfte soweit sein.

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Kommentare (Insgesamt: 25 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Libreoffice wird dennoch nicht überholt (libre, Fr, 19. April 2013)
Re[5]: Meinung (Dennis, Mi, 30. Januar 2013)
Re[4]: Meinung (theuserbl, Mi, 23. Januar 2013)
Re[5]: Meinung (PF, Mi, 23. Januar 2013)
Re[4]: Meinung (gol, Mi, 23. Januar 2013)
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