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Do, 24. Januar 2013, 12:31

Software::Grafik

Erste freie Version von LightZone in Vorbereitung

Das Raw-Bildbearbeitungsprogramm LightZone wurde im Dezember unter eine BSD-Lizenz gestellt. Nun sollte es nicht mehr weit sein bis zur ersten Veröffentlichung durch eine freie Entwicklergemeinschaft.

LightZone

Hans-Joachim Baader

LightZone

LightZone ist ein Programm zur digitalen Bearbeitung von Bildern. Die in Java geschriebene Applikation kommt mit zahlreichen Werkzeugen und ermöglicht es, durch den Fotobestand zu navigieren, Bilder in der Vorschau anzusehen oder zu editieren. Wie bei der klassischen Negativentwicklung können Anwender in LightZone über diverse Einstellungen den Kontrast, die Helligkeit, die Farben, den Weißabgleich oder beispielsweise die Härte bestimmter Farbtöne anpassen. Der ZoneFinder analysiert automatisch die Lichtwerte der abgebildeten Motive, bevor die Fotos korrigiert werden. Es wurde 2005 von der Firma Light Crafts entwickelt und war seit 2007 auch für Linux verfügbar, anfänglich kostenlos, dann als lizenzpflichtiges Programm mit auf 30 Tage beschränkten kostenlosen Testversionen.

LightZone dient auch zum Bearbeiten von Raw-Bildern von Kameras. Anfänglich gab es nur wenige Programme unter Linux für diesen Zweck, während heute die Auswahl deutlich größer ist. Aber LightZone sollte keinen Bestand haben. Nachdem die Schwergewichte Adobe und Apple eigene Bildbearbeitungsprogramme auf den Markt gebracht hatten, wurde die Lage für Light Crafts schwieriger, 2011 wurde das Unternehmen geschlossen.

LightZone konnte nach wie vor genutzt werden, man kann die Programmpakete via archive.org oder lightzoneproject.org (anfänglich lightzombie.org genannt) herunterladen. Auch die kostenlose Nutzung war möglich, indem man das 30-Tage-Evaluierungsintervall nach Belieben zurücksetzte. Doch eine Software muss weiterentwickelt werden, wenn sie nicht den Anschluss verlieren will, und so gelang es den Enthusiasten von lightzoneproject.org, den ehemaligen Hersteller zur Freigabe des Quellcodes zu bewegen. Dieser wurde im Dezember unter einer BSD-Lizenz bereitgestellt und in ein Projekt auf Github eingebracht. Seit einigen Wochen sind einige Freiwillige dabei, den Code mit freien Werkzeugen zum Compilieren zu bringen, und nach dem letzten Stand ist dies inzwischen für Linux und MS Windows gelungen. Für Mac OS X fand sich noch kein Freiwilliger.

Wer LightZone jetzt schon ausprobieren will, muss den Quellcode selbst compilieren. Man wird ein noch weitgehend gegenüber der letzten originalen Version 3.9 unverändertes Programm vorfinden, das immer noch die Eingabe eines Lizenzschlüssels verlangt. Nur wenige Aktualisierungen wurden vorgenommen, so kommt nun eine aktuelle Version der Bibliothek dcraw zum Einsatz und Dateien zur Unterstützung neuerer Kameras sowie neue Übersetzungen wurden hinzugefügt. Dem Blog zufolge steht eine offizielle erste Version in nächster Zeit bevor und das Projekt bereitet schon eine Pressemitteilung vor. Interessierte Entwickler können sich jederzeit beteiligen, um aus LightZone ein lebendiges und gesundes Projekt zu machen.

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