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Mi, 30. Januar 2013, 08:27

Software::Desktop::KDE

Die Zukunft von KDE Plasma

Die KDE-Entwickler planen, die derzeit getrennt voneinander entwickelten Plasma-Arbeitsflächen für Desktop, Netbook und Plasma Active durch Neu-Implementierung in Qt5 und QML in einer einzigen Binärdatei zusammenzufassen, was unter anderem den Wechsel zwischen den verschiedenen Formfaktoren erleichtern soll.

kde.org

Der KDE-Entwickler Aaron Seigo schreibt in seinem Blog, dass Anwender auf diese Weise je nach Anwendungszweck einfacher zwischen den einzelnen Arbeitsflächen Plasma Active, Plasma Desktop und Plasma Netbook hin und her wechseln könnten. Der jeweilige Übergang zwischen den einzelnen Arbeitsflächen von Plasma könnte beispielsweise durch ein Hardware-Ereignis ausgelöst werden, so Seigo. Steckt der Nutzer etwa eine externen Monitor an sein Tablet an, könnte dieses Ereignis den Wechsel von Plasma-Active zum Plasma-Desktop auslösen. Seigo schreibt weiter, er freue sich darauf, seinen Laptop an den Fernseher anschließen zu können und dadurch automatisch zum Plasma-Mediacenter zu wechseln.

Ein wesentlicher Schritt zum binären Zusammenführen der drei Entwicklungen bestünde darin, sämtliche Oberflächen in QML zu implementieren, was etwa bei zahlreichen Plasma-Widgets (Plasmoiden) bereits der Fall ist. Bei aufwendigeren Bestandteilen wie den so genannten Containments, KRunner oder der Taskleiste schlägt Seigo zunächst die Portierung für KDE SC 4.11 vor. Plasma-Active dagegen wird von Beginn an in QML implementiert. Die Freigabe der kommenden Version 4 ist für März diesen Jahres geplant. Mehr Zeit lassen will sich das Plasma-Active-Team um KDE-Entwickler Sebastian Kügler dagegen für die Version 5, die auf der kommenden KDE-Generation »KDE Frameworks 5« und »Libplasma 2« beruhen soll. Kügler gab in seinem Blog bereits vor einigen Tagen einen umfassenden Überblick zum Entwicklungsstand von Plasma-Active 5. Wann Qt5 auch bei den übrigen KDE-Workspaces zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht fest. Seigo schreibt jedoch, dass der Wechsel von Qt4 auf Qt5 nicht sonderlich spektakulär ausfallen wird.

Seigo schreibt in seinem Blog weiter, dass erste Ergebnisse der geplanten Zusammenführung bereits zum Testen verfügbar seien, denn Sebastian Kügler hat die Standardarbeitsfläche bereits in QML implementiert. Ein YouTube-Video illustriert den bisherigen Stand der Entwicklung. Dass diese Re-Implementierung von wenigen Neuerungen abgesehen die gleichen Funktionen bietet wie zuvor, sei laut Kügler eine bewusste Designentscheidung. Tester können das neue QML-Desktop-Containment mit der offiziell für kommende Woche angekündigten KDE-Version 4.10 verwenden. Eine Anleitung steht ebenfalls in Küglers Blog zur Verfügung.

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