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Di, 5. Februar 2013, 12:35

Gesellschaft::Politik/Recht

Jahresbericht der FSF über die Arbeit im Bereich Lizenzen

Josh Gay, Manager für Lizenzen und Regelkonformität bei der Free Software Foundation (FSF), gibt einen Einblick in die Arbeit im Jahr 2012

FSF

Josh Gay, der seit Mitte letzten Jahres zusammen mit Donald Robertson das Ressort »Licenses and Compliance« bei der FSF bildet, stellt zum Abschluss der diesjährigen Spendenkampagne der FSF einige der Themen vor, die im letzten Jahr wichtig waren, und deren Bedeutung für 2013.

Zu den Hauptaufgaben der FSF in diesem Bereich zählt die Klärung von angezeigten oder vermuteten Lizenzverletzungen im Bereich freier Lizenzen. Hier konnten im Jahr 2012 über 400 Vorfälle geklärt und weitere 600 generelle Hilfestellungen zu Lizenzfragen gegeben werden. Dabei konnte der Rückstau der Anfragen, die zuvor von nur einer Person bearbeitet wurden, abgetragen werden. Der positive Effekt war laut Gay, dass das neue Team in kurzer Zeit viel dazu gelernt hat. Ohne Rückstau kann man sich in 2013 auch auf andere Aufgaben konzentrieren wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit Creative Commons, wo es bereits rege Beratung und Austausch bei der Ausarbeitung der Lizenzen für CC 4.0 gab.

Ein weiterer Höhepunkt des vergangenen Jahres war die erste Hardware-Zertifizierung der FSF unter dem Label Respects Your Freedom (RYF). Die Zertifizierung ging an den 3D-Drucker LulzBot AO-100. Diese Auszeichnung bescheinigt, dass die zertifizierte Hardware dem Besitzer die größtmögliche Freiheit und Kontrolle über das Gerät belässt. Bis es so weit war, dass das erste Gerät zertifiziert werden konnte, bedurfte es einiger Vorarbeit von der Erstellung eines Logos und Markenzeichens über die Ausarbeitung eines Standard-Vertrags bis zur Einrichtung eines Labors zur Untersuchung der Hardware. Im Jahr 2013 sollen nun die Kontakte zu Hardwareherstellern intensiviert und die Lehr- und Marketingunterlagen des RYF-Programms verbessert werden in der Hoffnung, in diesem Jahr weitere Hardware zertifizieren zu können.

In den letzten 27 Jahren hat die FSF eine gewaltige Menge an Unterrichtsmaterialien über freie Lizenzen erstellt. Alleine die GNU Licenses FAQ ist über 40 Seiten lang. Da diese Sammlung von großem Wert für die Öffentlichkeit ist, floss im letzten Jahr eine Menge Zeit in die Sichtung, Neustrukturierung, Präsentation und Überlegungen zur Erstellung fehlender Materialien. Jedes Jahr sehen wir laut Gay eine Zunahme an verfügbarer freier Software und deren Nutzung und Verbreitung. Regierungen, Institutionen, Schulen, Entwickler und Hunderte Millionen Menschen weltweit nutzen freie Software. Die vermehrte Nutzung freier Software führt dazu, dass immer mehr Menschen sich informieren möchten, neue Probleme entdecken und neue Fragen stellen. Hier möchte die FSF vermehrt dafür sorgen, dass in Sachen Lizenzen ihre Lehrmaterialien vollständig, verständlich und leicht zu finden sind, damit freie Software in ihrer Freiheit für alle verständlich wird.

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Kommentare (Insgesamt: 8 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: FSFE (Ika, Di, 5. Februar 2013)
Re[4]: FSFE (akf, Di, 5. Februar 2013)
Re[3]: FSFE (Ika, Di, 5. Februar 2013)
Re[3]: FSFE (Ika, Di, 5. Februar 2013)
Re[2]: FSFE (akf, Di, 5. Februar 2013)
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