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Mi, 6. Februar 2013, 12:38

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 18 für ARM

Knapp drei Wochen nach der Freigabe der stabilen Version 18 von Fedora stellt das Team dedizierte Varianten der Distribution für ARM vor. Als offizielle Plattformen werden Versatile Express, Pandaboard, TrimSlice, GuruPlug und Beagleboard unterstützt.

fedoraproject.org

ARM ist bei Fedora eine sekundäre Architektur, das heißt, dass es nicht in den normalen Veröffentlichungen enthalten ist, die nur x86 in den 32- und 64-Bit-Varianten enthalten. Da sich lediglich ein Team von Freiwilligen um ARM kümmert, kommen neue Fedora-Versionen von ARM mit Verspätung oder wurden in der Vergangenheit auch einmal ganz ausgelassen. Mit der Verbesserung und größeren Verbreitung der ARM-Architektur sollte dies wohl nicht mehr passieren, und es gibt inzwischen einen Vorschlag, ARM zu einer primären Architektur zu machen. Angenommen ist die Idee allerdings noch nicht, weshalb Fedora 18 für ARM nun als separate Veröffentlichung verfügbar gemacht wurde.

Fedora 18 für ARM weist, soweit es keine architekturbedingten Unterschiede gibt, den gleichen Umfang auf wie Fedora 18 (Testbericht) auf den primären Architekturen. Dazu gehört unter anderem eine neue Version des NetworkManagers, der die Nutzung von WLAN-Hotspots deutlich erleichtern soll. Das Installationsprogramm erhielt eine neue Oberfläche, die sowohl flexibler als auch einfacher zu benutzen sein soll. Als Desktop-Umgebungen stehen in Fedora 18 unter anderem KDE SC 4.9, Gnome 3.6, Xfce 4.10 und Sugar 0.98 zur Verfügung. Außerdem wurde Mate aufgenommen. Administratoren finden in Fedora 18 zudem die NoSQL-Datenbank Riak und Samba 4. Ferner sind jetzt System-Updates offline möglich, indem Pakete, die zuvor im Hintergrund heruntergeladen wurden, beim Neustart des Systems in einem speziellen Update-Modus installiert werden, bevor das reguläre System startet. Dadurch werden inkonsistente Zustände vermieden, die bei Updates im laufenden System vorkommen können.

Da sich die Vielfalt der ARM-Systeme nicht mit einem einzelnen Kernel abdecken lässt, stehen verschiedene Images zum Download bereit. Images wurden für die Plattformen Versatile Express (QEMU), Trimslice (Tegra), Pandaboard (OMAP4), GuruPlug (Kirkwood) und Beagleboard (OMAP3) erstellt. Im Yum-Repositorium befindet sich zudem ein Installationsbaum, mit dem über PXE-Boot und Kickstart eine Installation durchgeführt werden kann. Systeme, die das unterstützen, sind unter anderem die Calxeda EnergyCore (HighBank)-Systeme. Eine dedizierte Version für den Raspberry Pi steht nicht zum Bezug bereit. Die Entwickler erklären diesen Umstand mit problematischen Lizenzen für Komponenten, die für eine brauchbare Hardware-Unterstützung benötigt werden. Anwender können allerdings auf einen Remix der Distribution zurückgreifen. Hier stellen verschiedene Nutzer spezielle Varianten von Fedora 18 vor, darunter auch eine für Raspberry Pi und den Allwinner A10.

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