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Mo, 11. Februar 2013, 14:46

Gemeinschaft

Freedomsponsors will Verbesserungen in freien Projekten fördern

Die noch im Betatest arbeitende Webseite Freedomsponsors will es ermöglichen, mit finanziellen Beiträgen, die erst im Erfolgsfall eingelöst werden, einzelne Verbesserungen in freien Projekten zu finanzieren. Die Initiatoren haben dafür den Begriff Microcrowdfunding geprägt.

freedomsponsors.org

Freedomsponsors folgt dem Muster von Plattformen wie Kickstarter, die einigen Projekten einen ungeahnten Erfolg beschert haben. Dabei schlagen Entwickler, die eine Finanzierung benötigen, ein Projekt vor und beschreiben ihre finanziellen Ziele und ihre Angebote an die Unterstützer. Erst wenn sich so viele Unterstützer zu Zahlungen bereit erklärt haben, dass die benötigte Summe zusammenkommt, wird tatsächlich die Zahlung eingefordert.

Während Kickstarter und Konsorten sich auf neue Projekte beschränken, greift Freedomsponsors eine alte Idee wieder auf: Nicht vollständige Projekte, sondern einzelne Aufgaben sollen gefördert werden. Die Initiatoren haben dafür den Begriff Microcrowdfunding geprägt. Voraussetzung ist, dass die Aufgabe im Bugtracker des jeweiligen Projekts angelegt ist. Dabei kann es sich durchaus auch um das Beheben eines Problems handeln, meist ist es jedoch ein Wunsch, eine neue Funktion zu implementieren oder eine vorhandene zu erweitern.

Wer einen der Projektvorschläge unterstützen will, macht eine unverbindliche Zahlungsverpflichtung für dieses Projekt. Der Entwickler, der die Verbesserung umsetzen will, entscheidet, ob und wann er damit beginnt. Die Zahlung an den Entwickler erfolgt erst im Erfolgsfall. Allerdings ist jede Zahlung freiwillig, wodurch der Entwickler mit weniger Geld rechnen muss als angeboten wurde. Mittlerweile können Zahlungen auf freiwilliger Basis auch vor dem Abschluss eines Projekts vorgenommen werden, womit das System auch Züge von Flattr annimmt. Von der Zahlung erhält Freedomsponsors 3%, die zur Bezahlung der Serverkosten dienen sollen. Gezahlt wird per Paypal, so dass von jeder Zahlung auch noch die Paypal-Gebühren abgehen.

Die Webseite ist die Idee eines brasilianischen Entwicklers, der zur Zeit mit Hilfe eines Kollegen noch dabei ist, die Seite aufzubauen. Daher befindet sich Freedomsponsors immer noch in der Betaphase. Freedomsponsors selbst besteht aus freier Software, die auf Github veröffentlicht ist. In den ersten sieben Monaten seines Bestehens hat Freedomsponsors bereits einige Projekte gefördert und Zahlungen in Höhe einiger tausend US-Dollar abgewickelt. Die Entwickler glauben, dass ihr Modell erfolgreich werden und einen sehr positiven Effekt auf freie Software haben kann. Ob dieser tatsächlich eintritt, muss abgewartet werden. Versuche dieser Art gab es bereits mehrfach, zuletzt 2005 das längst vergessene Bounty County. Sie alle verliefen im Sand. Geblieben ist lediglich die Möglichkeit, für einzelne Projekte als Ganzes zu spenden, sei es über Hosting-Dienste wie Sourceforge oder direkt bei den jeweiligen Projekten.

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Kommentare (Insgesamt: 9 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: "Gezahlt wird per Paypal, ..." (Samuel M., Di, 12. Februar 2013)
Re[3]: Gute Erfahrung (lucas, Di, 12. Februar 2013)
Re: "Gezahlt wird per Paypal, ..." (schmofarz, Di, 12. Februar 2013)
Re: "Gezahlt wird per Paypal, ..." (Almin, Di, 12. Februar 2013)
Klingt interessant (Lord Helmchen, Mo, 11. Februar 2013)
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