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Thema: Lizenzen im Wandel der Zeit

66 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von colo am Sa, 16. Februar 2013 um 12:22 #

Eine freie Lizenz schraenkt die Freiheit des NUTZERS in keinster Weise ein.

Dass man aus einer falschen Praemisse Beliebiges folgern kann - so auch kompletten Stuss, wie hier - ist Freunden der Logik ja nichts Neues.

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    Von gol am Sa, 16. Februar 2013 um 12:34 #

    Klar schränken einige Lizenzen die Rechte des Nutzers massiv ein. Schließlich sind auch Entwickler Nutzer.

    • 0
      Von hjb am Sa, 16. Februar 2013 um 13:15 #

      Rechte, die sie ohne diese Lizenzen gar nicht hätten? Wo soll da die Einschränkung sein?

      0
      Von Joey am Sa, 16. Februar 2013 um 13:57 #

      Oh man... Du weißt doch ganz genau, dass der Vorposter eine Dichotomie zwischen NUTZERN und ENTWICKLERN angenommen hat. Du argumentierst also gar nicht gegen seine These, sondern mäkelst auf der Metaebene herum um bloß irgendwie Recht zu haben.

      Sorry, das ist doch Pussygelaber.

      • 0
        Von gol am Sa, 16. Februar 2013 um 14:20 #

        Inwieweit ist es denn von Vorteil für den Anwender lieber kein Programm zu haben als eines? Und wenn die Lizenz dies verhindert, vergammelt auch die Codebasis uU. vor sich hin, weil es keiner nutzt. Das nützt keiner weder Entwickler noch Anwender.

        0
        Von Balla Balla am So, 17. Februar 2013 um 04:13 #

        Deine Argumentation ist aber auch nicht schlüssig weil selbst wenn man zwischen Entwickler und Nutzer trennt hat der Entwickle mittelbaren Einfluss auf das Nutzerprodukt.

        Wenn man also den Entwickler einschränkt hat das selbstverständlich automatisch Einflus auf den Nutzer.

      0
      Von zettberlin am Sa, 16. Februar 2013 um 15:03 #

      > Schließlich sind auch Entwickler Nutzer.

      Nein.

      Die gleiche Person kann Entwickler, Nutzer, Besitzer, Autor, Ignorant, Genie, Weltherrscher oder sonstwas sein. Aber aus Sicht der Lizenz gibt es eine ganz klare Trennung und wer die ignoriert, kann auch nicht sinnvoll über die Lizenz diskutieren.

      • 0
        Von Balla Balla am So, 17. Februar 2013 um 04:24 #

        > Nein.

        Doch!

        > Aber aus Sicht der Lizenz gibt es eine ganz klare Trennung

        Die sich aber nur auf die Verwendung und nicht die Rolle bezieht. Ich kann ja auch als Nutzer, also Nicht-Entwicklert, den Quellcode weiterreichen, kompilieren, ggf 3th party plugins installieren und komme damit dann direkt mit der (Entwickler-) Lizens in Berührung bzw mit dem qasmsie mir (als Nutzer) erlaubt mit dem Programm und dem Quellcode zu tun und nicht zu tun.

        Es ist ein Irrglaube davon auszugehen das nur Entwickler an den Quellen interessiert sind, diese irgendwie verwenden und sei es nur kompilieren und weiterreichen.

        Genau betrachtet unterscheiden die Lizensen auch nicht zwischen Nutzer und Entwickler sondern nach Verwendung, nach Rechten und Pflichten, nach Einsatz, usw. Das in irgendeiner Form nur auf die Rolle Nutzer / Entwickler runterzubrechen ist falsch.

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      Von fghh am Sa, 16. Februar 2013 um 18:31 #

      Schließlich sind auch Entwickler Nutzer.
      Jaja, an der Mengenlehre sind schon viele gescheitert. ;)

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    Von cetme am Sa, 16. Februar 2013 um 13:17 #

    Sehr geehrter Kommentator "colo",

    Sie brachen nicht gleich ausfallend zu werden, nur weil Sie nicht richtig Argumentieren können.
    Natürlich schränkt eine freie Lizenz die Freiheit ein. Dies möchte ich am einem Beispiel der GPL belegen:
    Wenn ich Software manipuliere, welche unter der GPL steht muss diese auch wieder unter der GPL veröffentlicht werden. Ich habe nicht die Freiheit zu entscheiden, dass es jetzt z.B. unter der BSD-Lizenz veröffentlicht werden darf.

    Ich denke dieses kleine Beispiel dürfte ausreichend für Ihr Verständnis sein, dass freie Lizenzen nicht nur Freiheit bedeuten.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen (und natürlich allen anderen Anhängern von freier Software) noch

    • 0
      Von Alexander Barta am Sa, 16. Februar 2013 um 16:50 #

      Hallo.

      Hier mal die Frage warum du dann nicht die BSD-Lizenz nutzt, wenn du es so nutzen möchtest.

      Aber ein anderer Gedanke ist interessant: Wieso hat sich BSD mit seiner Lizenz die PD nahe kommt, nicht besser entwickelt als Linux mit GPL? Apple nutzt BSD-Code und gibt der Gemeinschaft kaum oder gar nix wieder und ist radikal proprietär usw..

      Microsoft hätte sicherlich die lästige Konkurrenz Linux u.a. schon längst aufgekauft und verschwinden lassen und für ihre eigenen Produkte genutzt, wäre da nicht die GPL. Auch Entwickler nutzen die GPL, weil sie die Sicherheit gibt, daß ihr Werk offen bleibt, sich weiterentwickelt, anderen nutzt und nicht aufgekauft und weggeschlossen werden kann.

      usw..

      Es ist somit jedem frei die GPL zu nutzen oder nicht. Aber ohne ihr wäre Linux u.a. heute bestimmt nicht dort wo sie heute sind.

      • 0
        Von X am Sa, 16. Februar 2013 um 17:03 #

        Linux war in aller Munde, von der Lizenz haben viele Nutzer eh keinen detaillierten Plan.

        Marketing:
        - Linux
        - Open Source

        Mehr nicht, da sind dann alle aufgesprungen. Vieles in der Welt wird aus subjektiver und politischer Natur entschieden, statt rationaler objektiver Natur.

        0
        Von zui am Sa, 16. Februar 2013 um 19:53 #

        Weil die GPL ein Waffenstill zwischen Konkurrenten sichert, was bei der BSDL schwer umzusetzen wäre. Soweit ich sehe gibt Apple so gut wie alles zurück, wenn es jemand interessierts. Beispielsweise hätten die Linuxer ja launchd als Init System nutzen können, NIH Ideologie hat's verhindert.

        Wäre mir auch neu das MS jemals UNIX Buden aufkauft hätte, warum auch? Die GPL verhindert das jedenfalls nicht, siehe Sun/Oracle und MySQL. Als Entwickler weiß ich nur eins, will ich mein Projekt voranbringen und nutze die GPL, muss ich darauf hoffen, dass sich jemand findet, der mich für die Arbeit bezahlt, Code alleine bringts nicht. Bspw. jammert der "sms plus" Entwickler derzeit herum, dass andere sein Projekt im Play Store zu Geld machen und als Konsequenz hat er den Code von der Seite heruntergenommen und entwickelt nicht weiter.Toll, oder?

        Ohne Intel, HP, Oracle, Red Hat etc., alle großen Evil-Firmen, wäre Linux nicht da wo sie sind. Es ist heute billiger als China Bude, dir ein Linux zu bauen als irgendwo anders von allein draufzukommen.

        • 0
          Von Anonymous am Sa, 16. Februar 2013 um 23:03 #

          Beispielsweise hätten die Linuxer ja launchd als Init System nutzen können, NIH Ideologie hat's verhindert.
          Das hat nichts mit NIH zu tun. launchd hat keine Unterstützung für udev, dbus, cgroups, autofs, container und all das andere Zeug, das systemd heute macht. Hätte man launchd umgeschrieben, um es an diese Erfordernisse anzupassen, so wäre praktisch nichts vom ursprünglichen Code übrig geblieben.

          • 0
            Von zui am So, 17. Februar 2013 um 00:22 #

            Wenn ich mit der Zielsetzung herangehe, ich muss alle Linux Schnittstellen nutzen um cool und neu zu sein, kommt man immer zum Schluss es lohnt sich nicht auf etwas bestehendes zu setzen. Aber dann wäre nicht so schönes Vendor Lock-in drausgeworden.

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              Von Anonymous am So, 17. Februar 2013 um 02:05 #

              Das war nicht das Ziel. Systemd soll Dienste genau dann starten, wenn Sie benötigt werden, also beispielsweise den Bluez-Daemon, wenn ein Bluetooth-Gerät angesteckt wird. Dafür braucht man unter Linux eben udev. Oder man will einen FUSE-Treiber beim ersten Zugriff auf das FS starten, daher braucht man autofs. Und so geht es fort und fort. Diese Linux-spezifischen APIs werden genutzt, weil das schlicht nötig ist, um die gewünschte Funktionalität umzusetzen. Du kannst ja mal zeigen, wie all das ohne Linux-spezifische APIs gehen soll, und vor allem wo da der Vorteil liegen soll.

              Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 17. Feb 2013 um 02:10.
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                Von Das Broot am So, 17. Februar 2013 um 04:34 #

                > Du kannst ja mal zeigen, wie all das ohne Linux-spezifische APIs gehen soll

                Durc Schnittstellen nach draußen und Programme die für spezifische Sachen diese verwenden.

                > und vor allem wo da der Vorteil liegen soll.

                Man vermeidet ein monolitisches Monster wie systemd das sich nicht auf nicht-Linux system verwenden lässt.

                Ein Programm pro Aufgabe, lose verbunden, nicht eines für alles. Unix-philosophie.

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                  Von Anonymous am So, 17. Februar 2013 um 05:47 #

                  Durc Schnittstellen nach draußen und Programme die für spezifische Sachen diese verwenden.
                  Sorry, das ist absolut vages, unspezifisches Geblubber. Wie willst Du cgroups ersetzen, die systemd für die Überwachung von Daemons nutzt (und bitte sag jetzt nicht "Jails", das ist etwas vollkonmen anderes)? Wie willst Du etwas wie udev auch nur ansatzweise sinnvoll portabel abstrahieren?

                  Man vermeidet ein monolitisches Monster wie systemd das sich nicht auf nicht-Linuxsystem verwenden lässt.
                  Systemd ist nicht monolithisch. Der systemd-Quelltext kompiliert dieser Tage zu über 60 Binaries, von denen viele auch außerhalb von Systemd nützlich sind. Abgesehen davon hast Du immer noch nicht erklärt, wieso es ein Problem sein soll, dass systemd nur unter Linux funktioniert. Jedes andere OS hat sein eigenes init, z. B. SMF unter Solaris (auch nicht portabel), launchd von OS X hattest Du schon erwähnt, die BSDs haben auch ihre eigenen init-Systeme. Wem wurde es also nützen, wenn systemd portabel wäre? Praktisch niemandem. Die Kosten wären dagegen erheblich: man müsste eine Abstraktionsschicht für jedes der (zahlreichen) Linux-Interfaces entwickeln, die systemd nutzt, was zu Komplexität, Bugs und jeder Menge vertaner Zeit führen würde, die dann nicht mehr für die Entwicklung neuer Features und Optimierungen zur Verfügung steht -- ein schlechter Tradeoff.

                  Ein Programm pro Aufgabe, lose verbunden, nicht eines für alles. Unix-philosophie.
                  Unix-Philosophie ist heute vor allem nur noch eins: eine Ausrede dafür, gegen alles zu sein was nicht schon seit 20 Jahren so gemacht wird.

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                    Von hj am So, 17. Februar 2013 um 10:44 #

                    Was an Systemd ist denn nicht monolithisch, ein Haufen Projekte und Tasks wurde vereint, "weil es da hingehört". Das Problem meiner Meinung nach das Systemd die Freiheit vieler Open Source Projekte einschränkt. Wieso sollen Gnome Nutzer unbedingt Linux Nutzer werden? Es gab mal eine Trennung bzw. Abstraktion, die mit systemd völlig ausgehebelt wird.

                    Die Unix Philosophie ist vorallem das: Linux ist kein Unix hat mit den Prinzipien zunehmend nichts zu tun. Ein netter Artikel[2] dazu.

                    [1] http://en.wikipedia.org/wiki/Cgroups
                    [2] Artikel:http://www.pappp.net/?p=969

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                      Von Anonymous am So, 17. Februar 2013 um 12:14 #

                      Was an Systemd ist denn nicht monolithisch
                      Äh, alles? systemd ist eine Sammlung von verschiedenen Daemons und Tools, die sinnvoll miteinander zusammenarbeiten: systemd zur Verwaltung von Diensten sowie Boot und Shutdown, systemd-journald fürs Logging, systemd-logind für die Seats, systemd-hostnamed für den Hostnamen, systemd-udevd für die Verwaltung der Hardware, systemd-timedated für die Uhr...

                      ein Haufen Projekte und Tasks wurde vereint, "weil es da hingehört".
                      "Vereint" heißt hier in erster Linie, dass diese Programme im gleichen git-Repository entwickelt werden. Das erleichtert Entwicklung, Deployment und Code-Wiederverwendung. Ganz zu schweigen davon, dass die weitaus meisten Betriebssysteme komplett in einem einzigen Repository entwickelt werden, z. B. die BSD- und System-V-Abkömmlinge und überhaupt so ziemlich jedes andere Betriebssystem. Nur unter GNU/Linux hat man diese merkwürdige Einstellung, dass alles getrennt voneinander entwickelt und released muss, nur damit hunderte Distributionen dann daraus wieder irgendeinen Flickenteppich zusammenstückeln können, den man irgendwie als Betriebssystem durchgehen lassen kann.

                      Die Unix Philosophie ist vorallem das: Linux ist kein Unix hat mit den Prinzipien zunehmend nichts zu tun.
                      Ehrlich gesagt ist mir das Latte. Die Hardware ist um viele Größenordnungen schneller und vor allem viel komplexer (Hotplug, Plug'n'Play etc. pp.) als zu der Zeit, als Unix entstanden ist. Die Nutzerinteraktion ist vollkommen anders, oder hast Du Dein Posting von einer Shell aus abgesandt? Und heute werden Computer für Anwendungen genutzt, von denen damals niemand zu träumen gewagt hätte, es gibt vollkommen neue Gerätebauweisen wie Smartphones und Tablets. Genauso umwälzend sind Veränderungen auf dem Gebiet der Software. Techniken wie shared libraries (und die höheren Abstraktionen, die dadurch möglich sind) und moderne Programmiersprachen machen heute Projekte handhabbar, an deren Komplexität man damals gnadenlos gescheitert wäre. Mir ist vollkommen schleierhaft, wie jemand ernsthaft glauben kann, dass irgendeine Philosophie, die sich vor Jahrzehnten irgendjemand aus den Fingern gesogen hat, heute noch irgendeine Relevanz besitzt. Mir persönlich scheint das mehr mit Religion als mit Technik zu tun zu haben. Denn in der Technik gilt eben: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

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                      Von devent am So, 17. Februar 2013 um 12:49 #

                      Ich habe den Artikel http://www.pappp.net/?p=969 gelesen
                      und es ist einfach: ich mag die neuen Wege von systemd (und ähnliche Projekte) nicht, und deswegen ist es schlecht. Verpackt in einer "UNIX Philosophie".

                      Linux ist nicht UNIX und ich und andere interessiert es nicht was andere Systeme verwenden. Ich finde systemd wesentlich besser als die Init-Scripte und ich hoffe, dass sich systemd durchsetzen wird.

                      Mich interessiert es nicht was die *BSD verwenden und ob sie Gnome als Desktop wollen. Die *BSD können ja auch dbus und systemd nach BSD portieren.

                      Wenn sich der Linux Desktop durch dbus und systemd besser bedienen lässt, dann bin ich 200% dafür. Und z.Z. sieht es danach aus. Linux Server sind sowieso so minimal, denen sollte die ganze Entwicklung überhaupt nichts angehen.

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                        Von Anonymous am So, 17. Februar 2013 um 18:36 #

                        Wenn sich der Linux Desktop durch dbus und systemd besser bedienen lässt, dann bin ich 200% dafür. Und z.Z. sieht es danach aus. Linux Server sind sowieso so minimal, denen sollte die ganze Entwicklung überhaupt nichts angehen.
                        Systemd deckt alle Anwendungsgebiete unter Linux ab, Server sind da keinesfalls ausgenommen.

                    0
                    Von Das Broot am So, 17. Februar 2013 um 18:26 #

                    > Systemd ist nicht monolithisch. Der systemd-Quelltext kompiliert dieser Tage zu über 60 Binaries

                    Die Anzahl an Binaries sagt nichts über das monolithische Design aus. Das ist dir auch selbst bewusst den wie du im folgenden Satz schriebst

                    > wieso es ein Problem sein soll, dass systemd nur unter Linux funktioniert

                    Weil systemd keine Insel ist und das was es umgibt, drauf aufsetzt, es verwendet, sich einhängt, es umgibt auch auf anderen Systemen zum tragen kommt.

                    Und mit nichten ist das nur ein Nicht-Linux Problem. Nun gehts schon soweit das DBus in den Kernel soll. Ich glaub mich tritt ein Elch.

                    > Wem wurde es also nützen, wenn systemd portabel wäre?

                    Wer braucht schon Portabilität. Dies ist Sparta! äh Linux!

                    > Die Kosten wären dagegen erheblich

                    Ordentliches Design zahlt sich langfristig immer aus. Der Aufwand Teile auf andere Platformen zu bringen oder auch Teile durch Besseres zu ersetzen wird sowieso nicht von jenen geleistet die viel zu sehr beschäftigt sind andere Gruppen auszuschliessen.

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                      Von Das Broot am So, 17. Februar 2013 um 18:38 #

                      Einen hab ich noch. 99% aller Linux Systeme haben schon ein anderes init und werden wohl wuch nie auf systemd wechseln. http://www.elinux.org/Android_Booting

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                        Von Anonymous am So, 17. Februar 2013 um 20:22 #

                        Das hat politische Gründe. systemd steht unter der LGPL, und GPL- und LGPL-Software erlaubt Google im Android-Userspace nicht. Eine Aussage über die technische Qualität von systemd lässt sich daraus nicht ableiten.

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                          Von Das Broot am Mo, 18. Februar 2013 um 08:57 #

                          > politische Gründe

                          Das Android init System ist zunächst mal genau das und nicht mehr, ein init System. KISS. Ein technischer Aspekt.

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                            Von Anonymous am Mo, 18. Februar 2013 um 11:18 #

                            Das Android init System ist zunächst mal genau das und nicht mehr, ein init System.
                            Die weitaus meisten Funktionen in systemd kann man mit configure-Switches deaktivieren.

                            KISS. Ein technischer Aspekt.
                            KISS ist kein technischer Aspekt, sondern eine Binsenweisheit. Natürlich sind einfache Systeme ceteris paribus erstmal besser als komplexe. Aber die ceteris-paribus-Annahme trifft eben nicht zu: systemd funktioniert besser und zuverlässiger als die Alternativen. Auf "simple" trifft so etwas ähnliches zu wie MJG es mal über "lightweight" gesagt hat:
                            To a first approximation, when someone says "Lightweight" what they mean is "I don't understand the problems that the alternative solves".

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                      Von Anonymous am So, 17. Februar 2013 um 20:16 #

                      Die Anzahl an Binaries sagt nichts über das monolithische Design aus.
                      Ah ja. Kannst Du dann bitte mal erklären, was Du unter einem monolithischen Design verstehst? Es hat nämlich offensichtlich nichts mit der Definition zu tun, die mir geläufig ist...

                      Das ist dir auch selbst bewusst den wie du im folgenden Satz schriebst
                      > wieso es ein Problem sein soll, dass systemd nur unter Linux funktioniert
                      Portabilität und Modularität sind vollkommen unabhängige Eigenschaften.

                      Weil systemd keine Insel ist und das was es umgibt, drauf aufsetzt, es verwendet, sich einhängt, es umgibt auch auf anderen Systemen zum tragen kommt.

                      Und mit nichten ist das nur ein Nicht-Linux Problem.

                      Doch, genau das ist es: ein Nicht-Linux-Problem. systemd ist nicht die Heilsarmee, und wenn andere Systeme die gleiche Funktionalität bieten wollen, müssen sie das eben selber machen. Und dabei können sie dann auch gern all die Features benutzen, die das jeweilige Betriebssystem zur Verfügung stellt: ContractFS und Zones unter Solaris, Jails und kqueue unter FreeBSD und all dieses Zeugs halt. Sie tun es übrigens bereits. Wie erwähnt ist Solaris' SMF nicht portabel (wegen ContractFS), und FreeBSD init auch nicht (z. B. wegen revoke(2)). Wieso soll ausgerechnet systemd hier die große Ausnahme stellen?

                      Nun gehts schon soweit das DBus in den Kernel soll. Ich glaub mich tritt ein Elch.
                      Nein, davon war nie die Rede. Du beziehst Dich wohl auf das hier. Zitat:
                      Our goal (and I use "goal" in a very rough term, I have 8 pages of scribbled notes describing what we want to try to implement here), is to provide a reliable multicast and point-to-point messaging system for the kernel, that will work quickly and securely.
                      Da steht nichts von D-Bus. Dass im Zusammenhang mit diesem Feature oft von D-Bus die Rede ist liegt schlicht daran, dass D-Bus vermutlich der wichtigste Nutzer dieses Interfaces sein wird.

                      > Wem wurde es also nützen, wenn systemd portabel wäre?
                      Wer braucht schon Portabilität. Dies ist Sparta! äh Linux!
                      Keine Antwort ist auch eine Antwort.

                      Ordentliches Design zahlt sich langfristig immer aus.
                      systemd ist ordentlich designed. Es war keine Schlampigkeit, sondern eine bewusste Entscheidung der Entwickler, Portabilität nicht zu berücksichtigen, weil es a) nicht mit vertretbarem Aufwand möglich ist, diese Funktionalität portabel zu implementieren (nein, dein Geblubber von vorhin hat diese Aussage nicht widerlegt) und weil es b) nicht einmal dann sinnvoll wäre, wenn es ginge.

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                        Von Das Broot am Mo, 18. Februar 2013 um 08:45 #

                        > was Du unter einem monolithischen Design verstehst?

                        http://en.m.wikipedia.org/wiki/Unix_philosophy#section_2

                        > Portabilität und Modularität sind vollkommen unabhängige Eigenschaften.

                        Das zweite für zum Ersten.

                        > Doch, genau das ist es: ein Nicht-Linux-Problem.

                        Android ist Linux.

                        > Wieso soll ausgerechnet systemd hier die große Ausnahme stellen?

                        Weil systemd mehr als nur init umfasst und kein autarkes system ist.

                        Das unvermögen in diesem Bereich mit anderen Interessensgruppen zusammenzuarbeiten ist der größte Hehmschuh. Warum wird den kategorisch im Vorfeld jeder Patch der von anderen Gruppierungen kommt abgewiesen? Wie wäre es den mal mit etwas Kooperationsbereitschaft?

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                          Von Anonymous am Mo, 18. Februar 2013 um 12:04 #

                          http://en.m.wikipedia.org/wiki/Unix_philosophy#section_2
                          Bezüglich Modularität steht da nur das:
                          Developers should build a program out of simple parts connected by well defined interfaces, so problems are local, and parts of the program can be replaced in future versions to support new features. This rule aims to save time on debugging complex code that is complex, long, and unreadable.
                          Und das trifft auf systemd zu. systemd ist aus zahlreichen Daemons aufgebaut, die über verschiedene Schnittstellen ("well-defined interfaces") miteinander kommunizieren, und die durch Alternative Implementierungen ersetzt werden können ("parts of the program can be replaced"), siehe Spalte "Known Other Implementations" im Link.

                          > Portabilität und Modularität sind vollkommen unabhängige Eigenschaften.
                          Das zweite für zum Ersten.
                          Das ist vollkommener Quatsch.

                          Android ist Linux.
                          Und? Sie könnten systemd ja verwenden, sie wollen nur nicht, wegen der Lizenz.

                          Weil systemd mehr als nur init umfasst und kein autarkes system ist.
                          Immer noch kein Argument, wieso es portabel sein müsste.

                          Das unvermögen in diesem Bereich mit anderen Interessensgruppen zusammenzuarbeiten ist der größte Hehmschuh. Warum wird den kategorisch im Vorfeld jeder Patch der von anderen Gruppierungen kommt abgewiesen?
                          Zum 100sten mal: weil diese Art von Funktionalität nicht mit vertretbarem Aufwand portabel implementierbar ist. Und wenn Du Ahnung von der Technik hättest, würdest Du das langsam auch mal einsehen.

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                            Von Das Broot am Di, 19. Februar 2013 um 09:32 #

                            >> Android ist Linux.

                            > Und?

                            Und das wiederlegt deine Aussage es wäre ausschließlich ein Nicht-Linux Problem gründlich. Zähle Android, Ubuntu, debian zusammen und systemd ist ein 0.1% Nischensystem. Schade weil es nicht sein müsste.

                            > Sie könnten systemd ja verwenden

                            Warum sollten sie? systemd als Eierlegendewollmilchsau gibt keinen Mehrwert dafür jede Menge Nachteile wie Portabilität und Komplexität zB.

                            >> Weil systemd mehr als nur init umfasst und kein autarkes system ist.

                            > Immer noch kein Argument, wieso es portabel sein müsste.

                            Dann kann ich dir auch nicht helfen. Augen zu und durch.

                            > weil diese Art von Funktionalität nicht mit vertretbarem Aufwand portabel implementierbar ist.

                            Erstens bist nicht du derjenige der das Implementiert und zweitens ist es eine Null-OP gründliches Design vorausgesetzt. Das es das momentan nicht ist, laut deiner Feststellung, bedarf dann Nachbesserungen die sich langfristig jedoch auszahlen würden.

                            Mir drängt sich hier doch der Eindruck auf, jemand will mit aller macht "seinen Code" verteidigen. Blockwart nennt man das.

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                              Von Anonymous am Di, 19. Februar 2013 um 13:20 #

                              Und das wiederlegt deine Aussage es wäre ausschließlich ein Nicht-Linux Problem gründlich.
                              Nein. Es ging an dieser Stelle um Portabilität, aber Android würde auch dann nicht systemd verwenden, wenn es portabel wäre, weil es unter der LGPL steht. Zudem verwendet Android auch andere unportable APIs wie z. B. Wakelocks. Mangelnde Portabilität sind also nachweislich kein Problem für Android.

                              Warum sollten sie? systemd als Eierlegendewollmilchsau gibt keinen Mehrwert
                              Systemd ist keine Eierlegende Wollmilchsau. Wie gesagt, das Design ist modular und sehr konfigurierbar. Wenn Du irgendetwas nicht willst, dann benutze die entsprechenden Switches des configure-Scripts. Und der Mehrwert ist erheblich, wie jeder weiß, der sich mal fünf Minuten mit dem Thema beschäftigt hat.

                              Dann kann ich dir auch nicht helfen. Augen zu und durch.
                              Stimmt, das kannst Du in der Tat nicht, weil Deine "Argumente" einfach keinen Sinn ergeben.

                              Erstens bist nicht du derjenige der das Implementiert und zweitens ist es eine Null-OP gründliches Design vorausgesetzt.
                              Nein, gutes Design und Portabilität haben immer noch nichts miteinander zu tun, auch wenn Du diesen Quatsch jetzt noch 100mal wiederholst. Ein Design ist gut, wenn es die gewünschten Ziele mit einem Minimum an Komplexität erreicht. Dein Problem ist, dass Dir die vom systemd-Projekt gewählten Ziele, die Portabilität nicht einschließen, nicht passen, und deswegen erzählst Du hier irgendwelchen Quatsch von schlechtem Design.
                              Außerdem hast Du immer noch nicht erklärt, wie man die von systemd gebotene Funktionalität ansatzweise portabel implementieren soll, vermutlich, weil es schlicht und einfach nicht praktikabel ist, dir jedoch die technischen Kenntnisse fehlen, um das einzusehen. Dunning-Kruger-Effekt lässt grüßen...

                              Mir drängt sich hier doch der Eindruck auf, jemand will mit aller macht "seinen Code" verteidigen.
                              Und das sagt ausgerechnet derjenige, der im Verlauf des ganzen Threads nicht in der Lage war, ein einziges logisches Argument zu bringen und sich stattdessen ständig Plattitüden über "Unix-Philosophie" und ähnlichen Quatsch von sich gibt? Sorry, die Diskussion mit Dir ist vollkommen sinnlos. Wenn Du weiter diskutieren willst, arbeite an Deinem IQ, und bis dahin werde ich mir den Quatsch hier sparen.

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          Von Alexander Barta am Sa, 16. Februar 2013 um 23:23 #

          Hallo.

          Man sollte schon genauer drauf eingehen.

          Die GPL verhindert, daß das Programm nicht weiter besteht, da es nicht zu closed source gemacht werden kann. MySQL und ich schreibe gleich noch LibreOffice, ehemals OpenOffice sind beide ebenfalls nicht verschwunden, obwohl von Oracle aufgekauft und kaum weiterentwickelt worden. Die Lizenz erlaubt es eben, daß die Programme geforkt werden können und weiterentwickelt werden. MySQL ist jetzt geforkt und der Fork hält bereits Einzug in die Distributionen und OpenOffice ist als LibreOffice geforked worden und entwickelt sich sehr gut. Kein Unternehmen kann diese Programme wieder schließen oder aufkaufen und in eigene kostenpflichtige Programme umwandeln.

          Außerdem braucht man nur die News verfolgen und man hört oft, daß Firmen aufgekauft werden und dann deren Produkte verschwinden und die Kunden Angebote bekommen auf ein anderes Programm umzusteigen und die Unterstützung für das alte Programm läuft aus. Das Übliche halt.

          MS Windows ist z.Bsp. aus Unix entstanden, genauso wie OS/2. Und das Verhalten von MS ist weitläufig bekannt. Dadurch kam es ja auch zu dieser Lizenz, die z.Bsp. Firmen die Investitionssicherheit gibt, die sie brauchen, da das Programm von jedem weiterentwickelt werden kann und der Sourcecode frei verfügbar ist.

          Google nutzt sehr intensiv open source. Man muß nur wissen, daß man Veränderungen an dieser Software veröffentlichen muß, wenn man sie nicht nur für sich selber nutzt, d.h. sie anderweitig vertreibt. Wenn man die Software nur für sich selbst weiterentwickelt (Google) dann braucht man die Veränderungen auch nicht weiter zu geben. Die bevorzugte Plattform für SAP ist z.Bsp. inzwischen Linux. Toll, oder?

          Als Entwickler muß man eben vorher wissen wie man damit Geld verdienen will. Da ist nix mit toll jetzt machen andere damit Geld. Auch der cdrecord-Entwickler wollte im Nachhinein Geld mit seiner Entwicklung machen. Da fanden sich dann eben andere, die die Software weiterentwickelten.

          Sicher gibt es bereits sehr große Begehrlichkeiten Linux proprietär zu machen und viel Geld damit zu machen. Aber diese GPL-Lizenz verhindert dies nun. Support ist da eher gewinnbringend, was RedHat auch vormacht.

          Wenn man sich für die GPL entscheidet, muß man eben wissen, wie man Geld verdienen will und sollte nicht hoffen irgend etwas geschenkt zu bekommen. Man macht es aus Freude, Spaß, Hobby, Interesse (auch wirtschaftliches) usw.. Man muß sich eben nur intelligent anstellen.

          Über SMS plus kann ich nicht reden, da ich es nicht kenne. Wenn es aber GPL ist und einen Nutzen hat wird es dann eben von anderen weiter entwickelt. Das kann der Entwickler auch nicht verhindern. Dann muß er eben erstmal lernen, wie man damit Geld macht.

          Die Firmen Intel, HP, Oracle, Red Hat etc. haben lediglich die Entwickler von Linux angestellt und machen mächtig TamTam, daß sie es sind, die Linux voranbringen. Das machen sie zwar auch, aber die Gemeinschaft hat Linux entwickelt und entwickelt es immer weiter. Die Entwickler können es sich aussuchen. Linux brauchte die Firmen am Anfang kaum bis nicht und nun springen diese mit auf den Zug. Das heißt nun aber wirklich nicht, daß ohne den Firmen nun nix wird.

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            Von zui am So, 17. Februar 2013 um 00:17 #

            Keine Open Source/freie Lizenz kann das Weiterleben von Projekten verhindern. Der Code ist er einmal frei, bleibt er das.

            MySQL, OpenOffice entwickelten sich aus freien Projekten. Wie kommst du darauf das Oracle irgendwie Einfluss auf das Weiterleben der Community oder Entwicklung deren hat. Nebenbei gab's diese schon in dieser Form vor Oracle.

            Wenn eine Firma aufgekauft wird und ihre Entwicklung prop. war können deren Produkte auch verschwinden. Das geschieht aber auch der Mehrzahl der Hobbyprojekte, weil keiner sich für die Weiterentwicklung interessiert. Irgendwann ist deren Code auch nicht mehr zu gebrauchen.

            Die bevorzugte Software für SAP ist Windows. Deren Server laufen überwiegend auf Linux. Schon mal eine Schulung besucht oder in deren Schulungsunterlagen geblättert?

            Windows ist ganz sicher nicht aus Unix entstanden, so ein Blödsinn. Ebenso OS/2, selbst die Wikipedia weiß das. Für was für ein Verhalten ist MS denn bekannt? Firmen brauchen doch vorallem Stabilität, die Linux vorallem auf dem Desktop derzeit nicht bieten kann. Im übrigen veröffentlich auch Google nicht alles.

            Aja, der cdrtools Fork, der seit Jahren herumdümpelt und wo nichts passiert. Und die Leute haben geforkt weil sie mit Lizenz nicht einverstanden waren, mit den kommerz. Teil hatten sie nie Probleme gehabt.

            Tschuldigung freie (große) Software, so wie wir sie heute verwenden, wird überwiegend von großen Firmen gesteuert. Ohne wär's recht schnell zappenduster.

            Der smsplus Entwickler wollte damit kein Geld verdienen, er will aber auch nicht das es andere machen können.

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              Von Alexander Barta am So, 17. Februar 2013 um 11:56 #

              heir behauptest du nun nurnoch Blödsinn bzw. das Gegenteil und bist für mich sicherlich jemand der Geld verdienen will und von Windows kommt und dem die GPL ein Dorn im Auge ist. Der Artikel um den es hier geht ist Verblödung pur und Augenwischerei und für jemanden wie Dich willkommen und so etwas, wie du nun eben geschrieben hast zu behaupten.

              Sämliche Aussagen die Sie nun hier gemacht haben können ganz einfach wiederlegt werden, indem man im Internet oder auf Pro-Linux in den Nachrichten zu jedem Thema sucht und wird fündig werden.

              Meine Aussagen beruhen auf Erfahrungen und den Nachrichten, welche man regelmäßig lesen kann.

              Z.Bsp. ist OpenOffice aus StarOffice entstanden, welche unter die GPL gestellt wurde vom Firmeninhaber Börries. Sonst wäre die Software weg. Mit dem kauf von Sun durch Oracle ist MySQL und OpenOffice zu Oracle gewechselt und wurde schlecht bis gar nicht weiterentwickelt, sondern nur der kommerzielle Teil. Dies ist auch zu verstehen, da die Firma damit Geld machen will. Aber die Software wurde eben kaum weiterentwickelt. Genauso wie MySQL.

              Durch die Lizenz GPL war es nun möglich einen Fork (s) von den Programmen zu machen und diese ohne das Sagen der Firma weiter zu entwickeln. Also LibreOffice und ...

              Und beide entwickeln sich prächtig, vor allem zur Zufriedenheit der Nutzer und deren Geldbeutel.

              Das mit Unix und OS/2 stimmt und kann im Internet nachgelesen werden. Alles andere auch.

              Somit können Sie langsam aufhören hier rumzutrollen und wieder ins Windowslager wechseln, da Ihnen die GPL ja Ihre Freiheit nimmt. Wohl eher die Freiheit Code nur einmal schreiben zu brauchen und dann über Jahre die Software zu verkaufen, da man übers Internet nun mal Millionen von Menschen fast kostenlos erreicht.

              Bei cdrecord war niemand mit der Lizenz unzufrieden, sondern der Entwickler sah, daß sein Projekt an Bedeutung gewonnen hat und wollte nun aktuelle Entwicklungen, wie z.Bsp. DVD-Brennen als kostenpflichtigen Zusatz machen. Da das Programm unte der GPL steht waren viele damit nicht einverstanden und haben es dann eben weiter entwickelt. Man kann also als Entwickler nicht mehr zurück und ein Programm schließen.

              Und außerdem habe ich hier nicht von Programmen geredet, die schlecht sind und vor sich her dümpeln und irgendwann verschwinden. Woher nehmen Sie die Behauptung, daß sich niemand für Hobbyprojekte interessiert? Woher, daß sich MySQL und OpenOffice aus freien Projekten entwickelt haben (StarOffice z.Bsp.)? Mal die Nachrichten hier über Oracle gelesen und wie unzufrieden die Entwicklergemeinde mit deren Gebaren ist und wie die Gemeinschaft, dank der Möglichkeit durch die GPL, darauf reagiert und reagieren kann?

              Die Nachricht über SAP war gerade erst hier auf Pro-Linux zu lesen gewesen. Warum muß ich da jetzt noch eine Schulung besuchen?

              Das mit den Firmen weiß jeder, der die Entwicklung von Linux von Anfang an kennt und miterlebt hat.

              Der SMS-Plus Entwickler sollte dann eben die GPL nutzen, dann wird aus dem Projekt dann evtl. auch etwas werden. Und wenn jemand damit Geld verdient, dann ist das eben so. Wieso stört ihn das?

              Wie schon erwähnt sind alle Einwände von Ihnen nur Behauptungen, die haltlos sind.

              Schönen Tag noch. Ich sehe es nicht mehr als sinnvoll an, noch mehr dazu zu schreiben.

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                Von zui am So, 17. Februar 2013 um 13:27 #

                Tollstes Argumentationsmuster: Ich kann's widerlegen, steht sicher irgendwo im Internet; PL hat darüber sicher berichtet, glaub' ich zumindestens. Ich konnte jedenfalls keine Artikel in der News Sektion über SAP Preferenz zu Linux finden.

                Fakt zwei: Du hast keine Ahnung wie es zu den cdrtools Fork kam, bist aber auch nicht gewillt dich einzulesen.

                Fakt drei: Du hast Defizite beim verstehenden Lesen. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man das Geschriebene im sms plus Abschnitt selektiv fehlinterpretierst.

                Für mich ist hier END OF DISCUSSION.

                0
                Von .-,.-,.-,-,.-,.-, am So, 17. Februar 2013 um 22:02 #

                "Bei cdrecord war niemand mit der Lizenz unzufrieden, sondern der Entwickler sah, daß sein Projekt an Bedeutung gewonnen hat und wollte nun aktuelle Entwicklungen, wie z.Bsp. DVD-Brennen als kostenpflichtigen Zusatz machen. Da das Programm unte der GPL steht waren viele damit nicht einverstanden und haben es dann eben weiter entwickelt. Man kann also als Entwickler nicht mehr zurück und ein Programm schließen."

                Das waren nicht die Gründe für den Cdrtools-Fork Cdrkit. Du beschreibst eine Episode aus Suse 9.x-Zeiten: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Cdrecord-Autor-aergert-sich-ueber-Suse-101694.html

                Über die Anfänge Cdrkits findest Du hier einige Informationen:
                http://www.heise.de/open/meldung/Debian-Entwickler-schmeissen-cdrtools-raus-158948.html


                "Z.Bsp. ist OpenOffice aus StarOffice entstanden, welche unter die GPL gestellt wurde vom Firmeninhaber Börries."

                Auch das stimmt so nicht. Börries hatte seine Firma StarDivision samt StarOffice schon längst an Sun verkauft, bevor Sun den Code unter eine freie Lizenz stellte (Börries arbeitete damals als Sun-Angestellter (Vizepräsident) und war eben nicht mehr der Firmeninhaber).

      0
      Von Karl Liebknecht am Sa, 16. Februar 2013 um 21:52 #

      Ich habe nicht die Freiheit zu entscheiden, dass es jetzt z.B. unter der BSD-Lizenz veröffentlicht werden darf.

      Na und? Schreib's halt selbst und veröffentliche es unter der BSD-Lizenz oder noch besser: Gebe DEIN Programm in die PD.

      Interessanterweise hört man immer nur von Schmarozern, dass sie sich durch die GPL in ihrer "Freiheit" eingeschränkt fühlen.

      0
      Von devent am Sa, 16. Februar 2013 um 21:56 #

      Nein, tut sie nicht, sie gibt einem Rechte, die man unter dem z.Z. geltenden Copyright/Urheberrecht nicht hat. Wie oft muss man das den noch wieder kauen? In Deutschland ist ein Werk automatisch Geschützt. Eine GPL gibt den Nutzern Rechte, sie schränkt die Freiheit nicht ein.

      Z.B. gibt die GPL den Nutzern das Recht, den Code einzusehen, zu verändern und weiterzugeben. Im speziellen zwingt die GPL dem Nutzer auch Pflichten auf, diese sind leider nötig damit die nächsten Nutzer die gleichen Rechte genießen können.

      Eine EULA oder Endnutzerlizenz, sie schränkt die Freiheit ein, die man als Nutzer hätte. Z.B. haben viele EULA Texte die Klausel, dass Reverse-Engineering nicht erlaubt ist.

      Da kann man genauso behaupten das Grundgesetz oder die Menschenrechte schränken die Freiheit ein. Natürlich hast du in einer Anarchie die perfekte Freiheit. Aber ich denke es gibt wohl niemanden hier, der lieber in eines dieser Länder leben will.

      Public Domain gibt einem natürlich mehr Rechte. Aber gleichzeitig entwaffnet sie einen und hat nicht die Vorteile von z.B. der GPL:

      * Schutz vor Tivoisierung für Nutzer und Autor (http://de.wikipedia.org/wiki/Tivoisierung)

      * Schutz vor Patenten für Nutzer

      * Schutz vor Code-Kopieren für Autor, usw.

      Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 16. Feb 2013 um 22:11.
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Von Bhagwhan am Sa, 16. Februar 2013 um 12:52 #

Glyn Moody, britischer Buchautor, Journalist und Technologie-Autor sollte deshalb mit gutem Beispiel vorangehen und alle seine Arbeiten in die Public Domain geben.

Es ist laut ihm ja nicht anzunehmen das Firmen seine Arbeiten für eigene Werke nutzen werden und außerdem bringt die Veröffentlichung seiner Arbeiten unter der Public Domain Lizenz laut seiner eigenen Aussage indirekt ökonomische Vorteile für ihn selbst.

  • 0
    Von Karl Liebknecht am Sa, 16. Februar 2013 um 18:17 #

    Glyn Moody hat drei Bücher geschrieben:

    ISBN 0-471-32788-3

    ISBN 0-7382-0670-9

    ISBN 0-7506-9704-0

    Wenn er doch so viel von der "Public Domain" hält: Wo kann ich seine Bücher herunterladen und für meine Zwecke kommerziell weiterverwenden?
    Oder ist Moody etwa der typische Heuchler der sich selbst nicht an seine eigenen Vorschläge hält? ;)

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      Von zettberlin am Sa, 16. Februar 2013 um 21:52 #

      > Oder ist Moody etwa der typische Heuchler der sich selbst nicht an seine eigenen Vorschläge hält?

      Heuchelei wäre es, wenn Moody sich mit sozialen und politischen Fragen auskennen würde. Glaube aber nicht, dass das so ist. In seiner Welt arbeiten Softwareentwickler entweder als Angestellte oder als von großen Firmen ordentlich bezahlte Freelancer. Schriftsteller wiederum arbeiten für Verlage. Wenn die Verlage PD nicht für die allerbeste Lizenz halten, ist das eben so.

      Ich glaube eher, dass hier Ignoranz gegenüber sozialen Fragen, hervorgerufen durch eine gesicherte Position des Autors in einer wohlhabenden Mittelschicht vorliegt.

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        Von kuckucksei am Sa, 16. Februar 2013 um 23:08 #

        Vielleicht wird er von einem Auftraggeber im Hintergrund dafür bezahlt, dass er seinen Namen hergibt, ein bischen Quatsch erzählt um damit den GPL-Neulingen die Fahrt aus den Segeln zu nehmen.
        Proprietäre Hersteller haben auf lange Sicht schlecht Karten gegen die GPL anzustinken. Inzwischen ist so viel Software unter der GPL veröffentlicht und kommt laufend hinzu, dass die proprietären Hersteller Probleme bekommen Ihre Software an Mann zu bringen.
        Da wäre es wunderbar, wenn die Masse auf PD umschwenken würden. Dann könnte man mit der "Veredlung" der PD wieder Geld verdienen nach dem Motto: die Grundlagen überlassen wir den unbezahlten Deppen, die PD lizenzieren. Mit der GPL geht das zum Glück nicht. Also: achtet auf das Copyleft.

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Von X am Sa, 16. Februar 2013 um 13:10 #

Hat alles Vor- und Nachteile. Ich analysiere seit Tagen ein Protokoll einer Client/Server Kommunikation. Server liegt nicht vor. Client liegt als Windows Binary vor. Leider ist der Code obsfucsted.

Mehrfach gepackt, tls_callback, debugger detection. Mich interessiert die App nicht, sondern die Kommandos, die verschlüsselt verschickt werden.

Open Source macht die Sache einfach. Man schaut in den Code. Public Domain und Closed Source verbieten das, so dass man zu solchen Mitteln greifen muss.

Hat aber den Vorteil, dass keine Mitbewerber an dein Protokoll kommen.

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    Von cetme am Sa, 16. Februar 2013 um 13:21 #

    >Hat aber den Vorteil, dass keine Mitbewerber an dein Protokoll kommen.

    Naja, wenn Du erfolgreich bist, ist dieser Vorteil auch nicht mehr existent :-)
    Also kein wirklicher Vorteil :-) Siehe SaMBa

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      Von X am Sa, 16. Februar 2013 um 13:30 #

      Das Unternehmen, welches hinter dieser Software steht, könnte dich wegen Reverse Engineering verklagen (ich glaube in der BRD ist RE erlaubt), bzw. Protokoll ändern.

      Die haben aber schon eine Menge Arbeit ins Obfuscating der Anwendung gesteckt. Voll krank.

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      Von crackme am Sa, 16. Februar 2013 um 14:23 #

      Dank MS ist aus SMB was gewurden. Nachdem sie damit erfolgreich waren, mussten sie ihre Spezifikationen offenlegen, damit Samba auch was davon hat.

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    Von fghh am Sa, 16. Februar 2013 um 18:30 #

    Open Source macht die Sache einfach. Man schaut in den Code. Public Domain und Closed Source verbieten das, so dass man zu solchen Mitteln greifen muss.
    Public Domain verbietet nicht die Frei- und Weitergabe von Quellcode, es erzwingt sie nur nicht.

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Von a_name am Sa, 16. Februar 2013 um 15:15 #

Das Copyleft meint ja folgendes, ich überlasse A die Rechte zur Nutzung und Änderungen meinem Werk (bis auf Urheberrechtsnennung im "Impressum") unter der Vorraussetzung, dass A Anderen die gleichen Rechte einräumt.
Nun gibt es grob gesagt zwei Arten von Freiheit: Freiheit zu etwas (Freiheit als Möglichkeit oder Potenz) und Freiheit von etwas. Der Autor vermischt beides.
Die Freiheit den Obstkorb mit anderen zu teilen schränkt natürlich meine Freiheit ein, den Obstkorb für mich allein zu haben. Oder: um's mal abgewandelt mit Rosa zu sagen: Freiheit ist nur als Freiheit des Anderen denkbar. "Freiheit von etwas" ist absolut nur denkbar, wenn in einer Gruppe nur A mit den Status freies Individuum ausgestattet ist und alle anderen rechtlos sind, sozusagen der feuchte Traum jedes Diktatoren oder Markliberalen gleichsam.

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    Von zui am Sa, 16. Februar 2013 um 16:07 #

    Klasse ein Rosa Luxemburg Zitat zu bringen. Nur dummerweise steht diese Frau nicht für Freiheit und Toleranz. Dies belegt das gerne verwendete Zitat von ihr, was ihre Geschichte und Bedeutung der Worte gerne außen vor lässt.

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    Von Karl Liebknecht am Sa, 16. Februar 2013 um 17:25 #

    Doch hier irrt die Nachwelt, denn Rosa Luxemburg meine mit diesen "Andersdenkenden", in keinem Fall etwa Menschen, die in nichtkommunistischen Klischees dachten, sondern sie meinte damit primär die "Abweichler von der kommunistischen Linie", die im engen Rahmen einer "kommunistischen Demokratie" wieder auf den "rechten Weg kommunistischer Denkart" geführt werden sollten.
    Rosa Luxemburg und die Freiheit der "Andersdenkenden"

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      Von Die Freiheit des Diktators am So, 17. Februar 2013 um 04:44 #

      Die Freiheit des anderen findet ihre Beschränkung in deiner und der Freiheit weiterer. Na wer haette das gedacht? Doch sehr schluessig was Rosa da formulierte.

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Von samual am Sa, 16. Februar 2013 um 21:47 #

Ich finde hier fehlt die Diskussion rund um http://gpl-violations.org/ und auch http://www.pro-linux.de/news/1/7386/wieviel-kostet-der-linux-kernel.html das finde ich in dem Kontext ganz interessant. Und man sollte auch daran denken warum es den Streit um V2 und V3 von der GPL gibt.... und die AGPL sollte man nicht vergessen.

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Von Pffft... am So, 17. Februar 2013 um 11:44 #

Was richtig ist: Die meisten Copyleft-Projekte werden von genau einer Person vorangetrieben. Und diese Person ist dann automatisch prominent eben durch ihren sf.net/github/etc-Account. Es gibt zwar Headhunter, die solche Seiten durchforsten, allerdings ist das eher die Schrotschussmethode, weil ein Headhunter zu wenig technische Ahnung hat um ein Projekt im Detail bewerten zu können. Da zählt eher die Zahl der Projekte an denen man beteiligt ist und nicht die Qualität des Beitrags. Andersherum gibt es aber auch sehr gezielt Leute, die mit einer konkreten Idee losgehen und jemanden suchen, der so etwas ähnliches schonmal gemacht hat. Beides habe ich schon selbst erlebt.


Andererseits ist es wohl allgemein bekannt, dass vor allem große Firmen, die extrem viel Wert auf den eigenen geistigen Dünnschiss legen, hemmungslos Code stehlen. Von denen ist keine Anerkennung zu erwarten, keine Anstellung und auch keine gemeinsamen Projekte. Eigentlich will man als freier Entwickler da/mit auch gar nicht arbeiten. Das ist die Konkurrenz, die man ausstechen will.

Und genau deshalb ist es wichtig, möglichst viele Felder mit freier Software zu besetzen. Nicht Public Domain, sondern Copyleft. Damit es eine kostenlose, freie Lösung gibt, die den Software-Jabbas wie ein Nagel im Fuss steckt, und die sie nicht einfach so "verbessern" und als eigenes Produkt ausgeben dürfen.

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Von Atalanttore am So, 17. Februar 2013 um 12:49 #

Zusammenarbeit und des Zurückgeben von Änderungen in den Softwarepool seien den Entwicklern in Fleisch und Blut übergegangen.

Was bringt es wenn Entwickler so denken, aber ihr Arbeitgeber¹ den heiligen Gral Programmcode auf keinen Fall herausgeben wollen?

¹ z.B. Microsoft, Nvidia, Apple, usw.

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Von NachbarTanteSchwager am So, 17. Februar 2013 um 14:23 #

Clark Asay ist Assistenzprofessor an der »Penn State University Dickinson School of Law« und der Bruder des in Open-Source-Kreisen bekannten Matt Asay.

Eine beeindruckende Qualifikation. Der Nachbar der Tante meines Schwagers ist auch "in Open-Source-Kreisen bekannt".

Qualifiziert das jetzt auch mich über Lizenzen zu referieren? ;)

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Von maestro_alubia am So, 17. Februar 2013 um 15:41 #

Zum Glück kann ja jeder Urheber noch die Lizenz wählen, die er für passend hält. Ich habe beispielsweise bei meinen Projekten keine Lust, sie in die Public Domain zu geben und darauf zu hoffen, dass Unternehmen Änderungen daran zurückgeben. Ich glaube z.B. Apple hätte das bei KHTML/Webkit freiwillig nicht getan.

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Von effensky am Mo, 18. Februar 2013 um 20:56 #

Ich gestehe ich kenne weder Bücher, Berichte, Thesen noch die Werdegänge, etc. von Glyn Moody und Clark Asay.
Nach dem PL-Beitrag von Ferdinand Thommes ist wohl eines der Hauptargumente für die radikale Liberalisierung von Lizenzen für freie Softwareprojekte, jenes welches (sinngemäß) feststellt: "..dass niemand auf die Idee kommen würde Softwarecode in Closed Source umzuwandeln, da derjenige sich damit aller freien Entwickler entledigt"
Aber dieses Argument ist in meinen Augen absurd, weil genau das offensichtlich in der Vergangenheit passiert ist und genau deshalb sich Richard Stallman veranlasst sah, die GPL mit mit einem (sicher nicht unproblematischen) Copyleft zu kreieren.
(Frei und verkürzt nach der deutschen Wikipedia: Am Anfang stand der Quelltext, dann kam der Binärcode und die Lizenz; - daraufhin schuf RMS die GPL...)

M. E. sind wir hier wieder bei der Ur-Ursache dieses Diskurses ("Das Copyleft ist überholt ...PD gehört die Zukunft") angelangt: Die GPL mit dem Copyleft gibt es ja nur, w e i l irgendjemand Mal ursprünglich offene Quellen geschlossen hat, was vorher wohl als undenkbar galt.

Ich fürchte daher, dass freie Software durch eher restriktive Gesetze/Lizenzen geschützt werden muss.

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