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Mi, 6. März 2013, 11:50

Software::Desktop::Gnome

Gnome-Gründer kehrt Linux den Rücken

Wie Miguel de Icaza, Gründer des Gnome-Projektes, in seinem Blog bekannt gab, kehrt er Linux nun endgültig den Rücken. Als Gründe nennt der einstige Open-Source-Advokat die Fragmentierung von Linux und die seiner Meinung nach »zahlreichen Probleme« des freien Betriebssystems.

Miguel de Icaza

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Miguel de Icaza

Eine innige Liebe war es am Ende nicht mehr – eher eine Zweckgemeinschaft. Nun ist sie beendet, schreibt der einstige Gründer des Gnome-Projektes, Miguel de Icaza, in seinem Blog. Bereits die letzte Freigabe von Xamarin Studio ließ die Vermutung aufkommen, dass Icazas Zuneigung gegenüber Linux, aber auch gegenüber freier Software merklich nachgelassen hat. So setzt zwar Xamarins Flagschiff weiterhin auf das quelloffene MonoDevelop, doch integriert es zahlreiche Änderungen, die nicht mehr geöffnet werden sollen. Beworben wird die Lösung als »wunderschöne, klare und frische IDE« für Mac OS X oder MS Windows. Eine Linux-Version bietet das Unternehmen, das von Icaza und Nat Friedman gegründet wurde, nicht mehr an.

Wie Icaza nun in seinem Blog schreibt, hat er nun auch privat Linux den Rücken gekehrt. Bereits Ende des vergangenen Jahres hat er sein Linux-System komplett ausgeschaltet. Vermissen wird er es nicht, so Icaza.

Als Grund für seine Abkehr nennt der einstige Empfänger des FSF-Awards, vom MIT als »Innovator of the Year« und vom Time Magazine als einen von 100 Innovatoren für das neue Jahrhundert gekrönte Entwickler, seine Unzufriedenheit mit Linux. So funktionierte das freie System laut Icaza nie zuverlässig. Darf man seinen Aussagen Glauben schenkten, scheint es unter Linux immer wieder Probleme mit Hardware oder Treibern zu geben. Zudem missfällt dem Entwickler die Fragmentierung der Linux-Plattform, die verschiedenen zueinander inkompatiblen Distributionen und Unvereinbarkeiten innerhalb von Distributionen. Dementsprechend hat er auch anderen Anwendern von einen Einsatz von Linux abgeraten. »Jedes Mal, wenn ich Computergeschenke an Freunde oder Familie verteilte, war es ein Mac«, so Icaza abschließend.

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