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Mo, 11. März 2013, 12:32

Software::Distributionen::Debian

Drei Kandidaten stellen sich zur Debian-Projektleiterwahl

Wie in jedem Frühjahr steht auch in diesem Jahr wieder die Wahl des Debian-Projektleiters an. Stefano Zacchiroli, der das Amt drei Jahre lang inne hatte, stellt sich nicht mehr zur Wahl.

Software in the Public Interest (SPI)

Zacchiroli, der 2010 das Amt von Steve McIntyre übernommen hatte, ist dank seiner aktiven Auffassung des Amtes ein sehr populärer Projektleiter. Er sieht seine Aufgabe in weiten Teilen als Öffentlichkeitsarbeit und so war er auf sehr vielen Konferenzen, unter anderem regelmäßig auf den jetzt nur noch virtuell abgehaltenen Ubuntu Developer Summits (UDS), anzutreffen. Darüber hinaus hat er viele Prozesse angestoßen, die sowohl zu mehr Freiheit als auch zu mehr Offenheit und Rechtssicherheit bei Debian führten, wie beispielsweise die Einführung des Debian Derivatives Frontdesk. So nahm es nicht weiter Wunder, dass es bei seiner ersten Wiederwahl 2011 keinen Gegenkandidaten und in 2012 bei seiner dritten Kandidatur mit Wouter Verhelst und Gergely Nagy lediglich zwei damals recht chancenlose Gegenkandidaten gab. Gergely Nagy tritt nun in diesem Jahr noch einmal an und mit ihm Moray Allan und Lucas Nussbaum.

Der Franzose Nussbaum, im Berufsleben Assistenzprofessor für Computerwissenschaften an der Université de Lorraine in Lothringen, trägt seit 2005 aktiv als Entwickler zu Debian bei. Er begann mit dem Paketieren von Ruby-Paketen und kümmerte sich um die Ultimate Debian Database (UDD), schrieb ein Paketierungs-Tutorial und sorgt sich um bessere Zusammenarbeit mit Ubuntu. In der Plattform zu seiner Kandidatur steht Nussbaum für mehr Innovation und Experimente innerhalb des Projekts. Darüber hinaus will er den Zugang zu Debian generell vereinfachen, sei es für Spender oder für freiwillige Mitarbeiter. Er möchte zudem das Verhältnis zu den jeweiligen Upstream-Projekten und -Personen verbessern. Ansonsten will er die von Zacchiroli benutzte Organisationsstruktur beibehalten, die beispielsweise monatliche Berichte des DPL an eine Mailingliste und ein tägliches privates Log beinhaltet.

Der Schotte Moray Allen ist seit 2004 Debian Developer (DD) und kümmert sich in den letzten Jahren federführend um die Organisation der jährlich abgehaltenen Debian-Konferenz Debconf. Allen bezeichnet auf seiner Wahlplattform Zacchiroli als guten DPL und möchte organisatorisch gerne den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Unterschiede sieht er in den Interessen und Prioritäten. So würde er sich beispielsweise nicht unberufen mit rechtlichen Aspekten befassen. Darüber hinaus sieht er die Aufgabe des DPL weniger in der Durchsetzung eigener Positionen, sondern eher als Mediator und Sprachrohr nach innen und außen.

Der dritte Kandidat ist der Ungar Gergely Nagy. Nagy ist ein Mann, der die Macht des Wortes schätzt. Er studiert ungarische Literatur und Grammatik und möchte in Debian mehr sehen als nur technische Brillianz. Debian soll seiner Meinung nach eine breitere Rolle im Umfeld freier Software spielen, indem Qualitäten jenseits von technischen Inhalten in Menschen freigelegt werden. Auf der rein technischen Seite sieht er Defizite in der Ausnutzung der vorhandenen Qualitäten, die er verbessern möchte.

Auf der Mailing-Liste Debian-Vote werden derzeit die Kandidaten zu den Einzelheiten ihrer jeweiligen Plattform befragt. Die Kampagne geht noch bis zum 30. März, daran anschließend findet über einen Zeitraum von zwei Wochen die Wahl des nächsten DPL statt.

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Kommentare (Insgesamt: 11 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Definition von dem Projektleiter (fas, Mo, 11. März 2013)
Re: Debilian (blablabla, Mo, 11. März 2013)
Re[2]: Debilian (blablabla, Mo, 11. März 2013)
Re[2]: Debilian (blablabla, Mo, 11. März 2013)
Re[4]: Debilian (blablabla, Mo, 11. März 2013)
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