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Mo, 11. März 2013, 12:41

Gesellschaft::Politik/Recht

Galicien erwägt Wechsel auf freie Bürowerkzeuge

Die Verwaltung der spanischen autonomen Region Galicien denkt über eine Migration auf freie Bürowerkzeuge nach. Aktuell prüfen die Agentur für Technologische Innovationen und Agasol, die Vereinigung der Unternehmen Galiciens für Freie Software, welche wirtschaftlichen Auswirkungen eine Migration hätte und welche technischen und organisatorischen Erfordernisse mit ihr einhergehen.

Wie das Newsportal joinup unter Berufung auf Agasol und die Gaceta Technologica berichtet, werden die Untersuchungen noch in diesen Jahr abgeschlossen. Der Interessenverband erwartet, dass die Verwaltung eine regionale strategische Initiative bezüglich freier und quelloffener Software starten wird. In den Schulen der Region wird bereits freie Software eingesetzt. Vor ca. drei Jahren lief in Galicien das Projekt Abalar an. Dessen Ziel ist es, freie Software an den Schulen einzuführen, wo dann 43.000 Schüler damit arbeiten. Abalar verwendet ausschließlich freie Desktop-Bestriebssysteme und Anwendungen. Diese werden auch Lehrveranstaltungen für Bürger (CEMIT) eingesetzt, wodurch laut Agasol im Zeitraum 2010 bis 2011 bereits 2,5 Millionen Euro eingespart wurden.

Neben der Migration der Verwaltung prüft Agasol auch, was freie Software Selbstständigen und kleinen Unternehmen bringt. 95 Prozent der galicischen Unternehmen haben weniger als zehn Angestellte. Vier von fünf Unternehmen (83,1 Prozent) haben sogar nur zwei oder weniger Beschäftigte, bei der Hälfte der Unternehmen (56,1 Prozent) handelt es sich um Selbstständige. Für sie möchte Agasol Open-Source-Lösungen erstellen und testen. Weiterhin sollen in einer vergleichenden Studie e-Learning-Plattformen verglichen werden. Über die bestgeeignete Plattform möchte die Verwaltung zukünftig Online-Schulungen anbieten.

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