Login


 
Newsletter
Werbung
Mi, 13. März 2013, 09:22

Software::Kernel

Atheros gibt Firmware für WLAN-Chips frei

Atheros hat die Firmware für einige seiner WLAN-Chips freigegeben und den Quellcode veröffentlicht.

Seit Jahren fordern unter anderem die Free Software Foundation (FSF) und OpenBSD, dass Firmware, die vom Betriebssystem in die Hardware geladen wird, unter freien Lizenzen stehen muss. Diese durchaus nicht von allen geteilte Forderung war bisher nur mäßig erfolgreich, allerdings gelang es den Linux-Distributionen immerhin, unfreie Firmware vom Rest des Systems zu trennen.

Vier Jahre nach Broadcom zeigt nun auch Atheros, dass freie Firmware möglich ist. Das zu Qualcomm gehörende Unternehmen veröffentlichte jetzt die Firmware für zwei WLAN-Chips unter freien Lizenzen. Verschiedene Teile des auf Github publizierten Codes stehen unter unterschiedlichen Lizenzen wie ClearBSD (eine vereinfachte BSD-Lizenz), MIT und einer abgeschwächten GPLv2.

Laut der Ankündigung von Adrian Chadd von Atheros waren an der Freigabe Luis Rodriguez, Felix Fietkau, Eugene Krasnikov, Sujith Manoharan und das Team von Cozybit beteiligt. Die Firmware wurde angepasst, so dass sie mit dem Compiler von Tensilica übersetzt werden kann, und muss noch eine letzte Freigabe durch die Rechtsabteilung erhalten, steht aber bereits jetzt zur Verfügung. In nächster Zeit planen die Entwickler, cmake durch ein anderes Generierwerkzeug zu ersetzen, den Code zu bereinigen und Dokumentation zu schreiben. Die resultierende Firmware wird die Versionsummer 1.4 tragen.

Die beiden unterstützten Chips sind AR7010 und AR9271, beide für USB-WLAN-Adapter, wobei ersterer allerdings auf einen zusätzlichen Chip angewiesen ist, mit dem er über PCIe kommuniziert. Sie werden vom Linux-Kernel mit dem Treiber ath9k, von OpenBSD mit dem Treiber athn unterstützt. Schon im Jahr 2008 hatte Atheros einen wichtigen Schritt vollzogen, als es das HAL-Modul für seine Chips unter eine freie Lizenz stellte und damit die Aufnahme freier Atheros-Treiber in den Kernel ermöglichte. Zuvor hatte das Madwifi-Projekt freie Treiber bereitgestellt, musste aber mit dem unfreien HAL-Modul auskommen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Twitter
Neue Nachrichten
Werbung