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Thema: Landgericht Bochum bestätigt Gültigkeit der LGPL

16 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Tendenz Rot am Do, 14. März 2013 um 12:16 #

Das Landgericht Bochum bestätigt überhaut nichts. Das Verfahren endete mit einem Vergleich. Nicht mehr, nicht weniger.

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    Von Planl0s am Do, 14. März 2013 um 13:30 #

    Sehr richtig! Und selbst wenn dem so wäre: Es gibt keine Präzidenzfälle in Deutschland. D.h. jedes Urteil kann anders ausfallen.

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    Von Flying Circus am Do, 14. März 2013 um 14:54 #

    Lies bitte das Urteil von 2011.

    Zitat: "Die Bedingungen der Lesser General Public License hat die Beklagte unstreitig nicht eingehalten, so daß eine unberechtigte Nutzung vorliegt."

    DA hat das Landgericht die LGPL damit sehr wohl für bindend erklärt.

    Darüber hinaus: wenn die LGPL nicht bindend wäre, hätte sich das Unternehmen ja nicht auf einen Vergleich einlassen müssen.

    Die Verfechter der (L)GPL gehen gerne Vergleiche ein, weil es ihnen um die Sache nicht, nicht ums zwanghafte Rechtbehalten.

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      Von Alzheimer am Do, 14. März 2013 um 18:13 #

      Bei solchen Zivilstreitigkeiten gibt es immer die Möglichkeit eines gerichtlichen Vergleichs.

      Und auch wenn der Kläger sich relativ sicher sein kann, dass das Gericht die LGPL bestätigen würde, heisst das trotzdem nicht, dass es für ihn keinen Grund gibt, auf einen Vergleich einzugehen.

      Sollte das Urteil zu Gunsten des Klägers ausfallen, so muss zwar der Beklagte auch die Kosten des Verfahrens tragen; der Betrag richtet sich jedoch nach einem dann festgelegten Streitwert. Anteilig erhält der Rechtsanwalt des Klägers eine Vergütung gemessen am einfachen Satz der RVG.

      Sofern der Kläger sich keinen einfachen Wald-und-Wiesen-Anwalt genommen hat, sondern einen guten Anwalt, der mit mehr als dem einfachen Satz abrechnet, würde der Kläger auch im Falle eines gewonnen Prozess noch Anwaltskosten haben. Unabhängig davon kostet es ihm viel Arbeitszeit, die er auch produktiver einsetzen könnte.

      In sofern kann es lukrativer gewesen sein, sich auf einen Vergleich einzulassen, als am Ende mehr Geld für das Verfahren ausgegeben zu haben, als es dann gebracht hat.

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        Von Roadrunner123 am Do, 14. März 2013 um 22:29 #

        Falsch, in Zivilrechtsstreitigkeiten kann sogar ein Vergleich angeordnet werden - ob er dann dennoch zu Stande kommt ist erstmal dahingestellt.

        ZPO § 278

        Und ich denke, das ist hier den streitenden Parteien nahelgelegt worden.

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    Von gustl am Sa, 16. März 2013 um 19:53 #

    Und wenn das Gericht die LGPL für ungültig erklärt hätte wäre es auf das gleiche Ergebnis rausgelaufen. Dann hätte nämlich der Urheber eine Urheberrechtsverletzung einklagen können, und ZUSÄTZLICH hätte der Lizenznehmer gar keine gültige Lizenz für einen Teil seiner Verkauften Software gehabt.

    Talk about Raubkopie.

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Von scholle2 am Do, 14. März 2013 um 21:14 #

Der Titel ist eventuell etwas irreführend, denn letztendlich wird die Firma Buhl Data mit Hilfe des Bochumer Landgerichts zur Einhaltung der LGPL gezwungen.
Der Knackpunkt liegt doch ganz woanders:
Warum tun sich Firmen bei der Nutzung von FLOSS so schwer?
Wenn Buhl Data in Teilen seines Angebotes freier Software verwendet besteht für die kommerzielle Nutzung doch überhaupt kein Problem, selbst dann nicht, wenn vollständig freie Software verwendet werden würde. Die Firma muss halt nur den Quellcode und die Lizenz mit liefern. Vermarkten darf sie das wie sie will.
Ist FLOSS so negativ besetzt, dass sie zum Produktkiller wird?

Folgende Anregung:
Auf jedem Gerät, dass mit freier Software läuft einen Aufkleber anbringen.
"FLOSS inside" "Qualität und Zuverlässigkeit durch freie Software!"

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    Von nico am Do, 14. März 2013 um 22:49 #

    muss tatsächlich der Quellcode mitgeliefert oder nur der Zugriff auf diesen gewährt sein? Dachte eigentlich letzteres wäre das übliche Verfahren.

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      Von Freud am Mo, 18. März 2013 um 00:56 #

      Korrekt. Link angeben reicht. Muas auxh nicht auf die Verkausbox, angepriesen werden oder so. Einfach in der about-Box nach dem bla, nach den Patentennummern, dem ganzen Kleingedrucktem noch ein Wort über Lizenzen mit Link.

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    Von anonym am Do, 14. März 2013 um 23:32 #

    > Warum tun sich Firmen bei der Nutzung von FLOSS so schwer?

    Ich vermute das ganze geht einfach auf dem Weg von a über b nach c verloren. A beauftragt B mit der Entwicklung der Software, für B hat mal C gearbeitet der sich dann im (L)OSS Umfeld bedient hat uns auf Angst vor Bürokratie und so das ganze nicht entsprechend deklariert hat. So oder so ähnlich.

    Das ganze ist für Unternehmen schwer zu beachten. Sobald etwas kein Geld gekostet hat, gehen alle anderen Forderungen unter. Letztlich ist für uns aussenstehende nur der Prozess gegen A ersichtlich, das heisst aber halt nicht das A es auch verbockt hat, denn alles was danach passiert von aussergerichtlich bis gerichtlich zwischen Auftraggeber und Subunternehmer oder eben auch Angestellter geht an der Presse vorbei. Nimmt da jetzt ein Angestellter seinen Hut oder wird es klagen oder Einigungen mit einem Subunternehmer geben? Who knows. Da wirds auch nicht mehr um eine LGPL oder sonstwas gehen, da gehts dann darum das Verträge nicht eingehalten wurden oder ähnliches.

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      Von kamome umidori am Fr, 15. März 2013 um 16:42 #

      Aber zum wiederholten Male?!

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        Von anonym am Fr, 15. März 2013 um 18:59 #

        Ja, kommt durchaus vor. Schadenersatzsummen von 15 k reichen nicht damit jemand aufwacht. Das kostet ein Softwareentwickler so etwa Brutto in 2 Monaten.

        Wie auch immer: ich will damit nur zum Ausdruck bringen das da idR. keine böse Absicht hinter steckt. Auch wenn es das nicht entschuldigt, so ist es einfach so das solche Dinge unter gehen.

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      Von scholle2 am Sa, 16. März 2013 um 14:33 #

      > Ich vermute das ganze geht einfach auf dem Weg von a über b nach c verloren.
      > A beauftragt B mit der Entwicklung der Software, für B hat mal C gearbeitet der
      > sich dann im (L)OSS Umfeld bedient hat und aus Angst vor Bürokratie und so das
      > ganze nicht entsprechend deklariert hat. So oder so ähnlich.

      Da haben die Beteiligten "A", "B" und "C" wohl ein großes Verständnisproblem.
      Wenn der Programmierer "C" pfiffig ist, sich in seinem Arbeitsbereich gut auskennt
      und seinem Chef die Integration von (L)OSS vorschlägt, warum sollte "B" da nicht
      zugreifen? Für "A" ist es doch entscheidend, dass das bestellte Produkt zuverlässig
      seinen Zweck erfüllt und schnell und kostengünstig geliefert wird.

      > Das ganze ist für Unternehmen schwer zu beachten.

      Warum das denn?
      Wenn ich zum X. Mal eine Prozedur programmiere kann ich mir fast sicher sein, dass
      irgend ein Patentfuzzi das schon angemeldet hat.
      Und was macht "A", wenn M$, Oracle und Konsorten mit dem Einwand auftauchen, dass mindestens fünf ihrer Patente verletzt wurden, aber bei Abführung von 10% des Umsatzes
      auf eine Klage verzichtet wird?

      Demgegenüber ist das Beachten der LGPL eine Kleinigkeit.

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    Von S7 am Sa, 16. März 2013 um 11:21 #

    Folgende Anregung:
    Auf jedem Gerät, dass mit freier Software läuft einen Aufkleber anbringen.
    "FLOSS inside" "Qualität und Zuverlässigkeit durch freie Software!"

    So macht es teilweise Siemens. Ich war überrascht, als sich eine Siemens-SPS beim Einschalten (in etwa) mit der Meldung meldete: "Dieses Gerät enthält freie Software. Näheres entnehmen Sie bitte der mitgelieferten Dokumentation".

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Von rotflol am Mo, 18. März 2013 um 12:29 #

NOCH NIE SONE STYLISCHE SEITE GESEHEN.
Werde direkt mal meine nächste Webpräsenz von denen Zammschustern lassen lol.

MfG

P.S.: Bei dem Design kann Apple einpacken!!!11

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