Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 18. März 2013, 18:03

Software::Distributionen::Debian

Debian integriert Backports ins Haupt-Repositorium

Die sogenannten Backports waren bisher von der normalen Debian-Infrastruktur getrennt. Das hat sich jetzt geändert, was den Benutzern und Entwicklern einige Vereinfachungen bringen soll.

Software in the Public Interest (SPI)

Die Debian-Distribution bietet seit Jahren sogenannte Backports an, das sind aktualisierte Pakete, die aus dem Entwicklungszweig der Distribution stammen und nur auf ausdrücklichen Wunsch des Benutzers installiert werden. Damit ist es möglich, in begrenztem Umfang Pakete aus der stabilen Distribution durch neuere Versionen zu ersetzen. Im Herbst 2010 machte Debian die Backports offiziell und erweiterte kurz danach das Repositorium um ein weiteres (-sloppy), das bereits Pakete anbietet, die es nicht mehr in die kommende Version von Debian schaffen.

Mehr als zwei Jahre später vollendeten die Entwickler einen weiteren wichtigen Schritt. Bisher waren die beiden Repositorien, trotz ihres offiziellen Status, getrennt von den eigentlichen Debian-Servern und verwendeten andere Upload-Methoden. Damit ist jetzt Schluss, nachdem die Repositorien in die Debian-Archiv-Server integriert sind. Aus Benutzersicht ändert sich wenig, da die Richtlinien und Qualitätsanforderungen für Backports dieselben bleiben. Lediglich die URL zu den Repositorien ändert sich, anstelle von backports.debian.org wird ftp.debian.org verwendet. Außerdem entfällt der separate kryptografische Schlüssel zum Verifizieren der Pakete.

Auch für die Entwickler werden die Dinge einfacher. Zum Hochladen der Pakete können sie den Standardprozess verwenden, und das Quellcode-Archiv können sie sich sparen, da es auf dem Server bereits vorhanden ist. Die Änderung wird ab sofort wirksam, allerdings kann es wegen Problemen bei der Paketgenerierung noch einige Tage dauern, bis sie voll zur Verfügung steht.

Backports und Backports-sloppy existieren sowohl für die aktuelle stabile Debian-Version 6.0 »Squeeze« als auch für das kommende Debian 7.0 »Wheezy«. Da das Archiv für die Nachfolgeversion von Wheezy, Debian 8.0 »Jessie«, noch nicht existiert, sind die Regeln für das Einbringen von Backports für Wheezy zur Zeit etwas gelockert, so dass im Prinzip alle Pakete, die sich in Debian Sid, der Entwicklerversion befinden, als Backport für Wheezy oder Sloppy-Backport für Squeeze akzeptiert werden.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung