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Do, 21. März 2013, 08:27

Software::Desktop

Qt-Displaymanager SDDM 0.1 erschienen

Nachdem sich auch die KDE-Entwickler inzwischen für Wayland als X-Nachfolger entschieden haben, deutet sich mit SDDM möglicherweise eine Lösung für den mit Wayland zu verwendenden Display-Manager an.

wayland.freedesktop.org

Der erst seit rund drei Monaten mit Hilfe von QML entwickelte Simple Desktop Display Manager (SDDM) ist erstmals offiziell in einer Version 0.1 erschienen und könnte zusammen mit Qt5 und Wayland als Alternative zu KDM in die kommende KDE-Version KDE Framework 5 / Plasma Workspaces 2 einfließen. Der mit Ausnahme der QML-Dateien unter der GNU GPL lizenzierte Quellcode von SDDM 0.1 steht via Github zum Herunterladen zur Verfügung. Die QML-Dateien stehen unter der MIT-Lizenz.

Seit KDE 4 heißen die einzelnen Arbeitsumgebungen von KDE KDE Plasma Workspaces und sind im Gegensatz zum Vorgänger KDE 3 ein separates Produkt im Gefüge der KDE Software Compilation 4. Wichtigste Komponente der Plasma Workspaces ist wiederum das Oberflächen-Framework Plasma, das allein gar keine vollwertige Arbeitsumgebung mehr ist. Erst durch die übrigen Kern-Komponenten, dem Composition- und Fenstermanager KWin und dem KDE Display Manager (KDM), sowie weiteren Diensten wird aus KDE 4 ein vollwertiges Desktop-System.

SDDM ist ein relativ kleines Projekt, bei dem zur optischen Gestaltung des Login-Bildschirms QML Verwendung findet und das von den KDE-Entwicklern vor allem deshalb als künftige Alternative für KDM in Erwägung gezogen wird, weil das Projekt mit PAM, XCB und Qt nur wenige Abhängigkeiten aufweist. Fest steht, dass der nicht mehr weiterentwickelte KDM nicht mehr in Plasma Workspaces 2 enthalten sein wird. Das schreibt Aaron Seigo in seinem Blog. Allerdings diskutieren die KDE-Entwickler alternativ auch den Einsatz des derzeit von Ubuntu verwendeten LightDM.

Entschieden ist die Frage noch nicht, denn SDDM kann zwar schon mit Qt5 übersetzt werden und sollte damit theoretisch Wayland unterstützen, allerdings müssten die Wayland-Entwickler dazu den Wayland-Compositor faktisch neu schreiben. Das gilt für LightDM aber ebenfalls, ein Schritt, den zumindest die Canonical-Entwickler bekanntlich nicht gehen und stattdessen mit Mir einen eigenen Display-Server entwickeln wollen.

Ob SDDM oder LightDM das Rennen macht, wird laut Seigo letztendlich von der Wayland-Unterstützung abhängen. Was SDMM angeht, müssten die Entwickler dazu noch eine Reihe fehlender Funktionen nachrüsten, wie zum Beispiel die Unterstützung für Tastatur-Layouts. Ferner arbeiten die Entwickler derzeit an eine Möglichkeit, schnell Nutzer zu wechseln, sowie an einem KDE-Konfigurationsmodul namens KCM, mit dem Anwender das Aussehen des Anmeldebildschirms einfach anpassen können.

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